Körper-Raum-Bewegung

Der Körper im gestalterischen Prozeß

Körper und Raum korrespondieren durch Form und Bewegung. Mit den 20iger Jahren des 20. Jahrhunderts beginnen sich die klassischen Kunstgattungen zu überschneiden und zu beeinflussen.  Die Bildende Kunst bedient sich der Mittel und Möglichkeiten der Darstellenden Kunst und anders herum. Im Mittelpunkt steht dabei immer häufiger der Mensch – vordergründig sein Körper. 

Unser Körper scheint uns vertraut. Auf ihn ist Verlaß. Er funktioniert jeden Tag, ohne darüber nachzudenken. Wir atmen, sehen, hören, liegen, laufen, sitzen, schwimmen, essen, verdauen, schlafen -  alles selbstverständliche Vorgänge, Abläufe und Handlungen. Organe und Gefäße kooperieren, alles hat seinen Takt und der Geist hält Kontakt zur Außenwelt. Das Zusammenspiel ist bestens im System Körper - und lassen ihn perfekt funktionieren. Und er hat seine eigene Ausdrucksform. Die Körpersprache.   

Der Körper ist niemals stumm. Die Sprache des Körpers erlaubt uns nonverbal und zum Teil auch universell zu kommunizieren. Immer und überall auf der Welt „redet“ der Mensch, mit Gestik und Mimik, mit Händen und Füßen. Instinktiv achten wir auf die „Äußerungen“ des Körpers. Ständig tauschen wir Botschaften aus. Bewußt oder unbewußt. Meistens sind die Signale eindeutig, Weniger missdeuten wir sie. Manchmal aber wollen wir sie falsch interpretieren - z.B. einen Augenaufschlag. Der Körper lügt nie.

Was aber passiert, bindet man den menschlichen Körper in einen künstlerischen Prozess ein?Was im alltäglichen Leben harmlos erscheint, wird unerwartet schwierig. Bereits die einfachsten Vorgänge, Bewegungen oder Formen können unglaubwürdig, gekünstelt oder zweifelhaft wirken. Eine gute Idee alleine reicht nicht aus.

Genau dieser Frage widmet sich der Workshop, indem der Körper und die Kraft der wortlosen Sprache im Mittelpunkt einer bewegten und bewegenden Suche nach Antworten stehen. Dabei werden wir uns mit den Mitteln und dem Handwerk der Darstellenden Kunst auseinandersetzen und differenziert anwenden.

Durch verschiedenste Übungen werden Reaktionsvermögen, Rhythmusempfinden, Partnersensibilität, Körperbeherrschung sowie Körperspannung trainiert und in Spielsequenzen werden Vorstellungskraft, Sensorisches Gedächtnis, Sprache, Raumgefühl, Koordination, Improvisation gefordert und entwickelt. 

Ansatz des Workshops ist die Korrespondenz von Körper und Raum als Symbiose von Zufall und Willen, zwischen Improvisation und Inszenierung.  

Darüber hinaus soll in dieser Kompaktwoche eine Performance entstehen, die mittels Video oder Fotografie dokumentiert wird.

In den letzten Jahren hat sich verstetigt, dass Performance-, Video- und Audioarbeiten zu einem immer wichtigeren Bestandteil der künstlerischen Auseinandersetzung werden. So ist es eben Ziel des Workshops, mehr zu erfahren über Bewegung, Körpersprache und über das Verhältnis von Körper und Raum.

Der Kurs wendet sich an alle, die Interesse an Körperbewußtsein, Bewegung, Performance, Videogestaltung haben und/oder bereits auf diesem Gebiet arbeiten.

Ort:

Weißes Haus, Raum 104

Termine:

7. 10. – 11. 10. 2019

9.00 – 16.00 Uhr

Anmeldung:

bis 30.09.2019 unter: amueller(at)  burg-halle.  de

Schein:

Nach regelmäßiger Teilnahme erhalten Sie einen Schein oder 2 ECTS-Punkte.

Bitte beachten oder bitte mitbringen:

Bewegungsfreundliche Kleidung und Schuhe, Zeichenutensilien
(während der Arbeit kann auch gezeichnet werden), Kamera (auch die im Handy ist nutzbar)

Lehrende(r)

  • Axel Müller

Ort:

Weißes Haus, Raum 104

Termine:

7. 10. – 11. 10. 2019

9.00 – 16.00 Uhr

Anmeldung:

bis 30.09.2019 unter: amueller(at)  burg-halle.  de

Schein:

Nach regelmäßiger Teilnahme erhalten Sie einen Schein oder 2 ECTS-Punkte.

Bitte beachten oder bitte mitbringen:

Bewegungsfreundliche Kleidung und Schuhe, Zeichenutensilien
(während der Arbeit kann auch gezeichnet werden), Kamera (auch die im Handy ist nutzbar)

Lehrende(r)

  • Axel Müller