***Vorläufige Anpassung des Lehrformats der Veranstaltung*** / „Der Verborgenheit abgerungen“ / „Eine Bewegung suchen“
Anton Wilhelm Amo aus Guinea in Afrika, Wissenschaftler zur Zeit der Aufklärung in Halle

Interdisziplinäre künstlerische Praxis / Seminar mit Stefanie Bognitz (MLU), Stella Geppert, Magdalena Rude und Susanne Weiß (BURG, QPL) / Mittwochs 10–12.15 Uhr (6 Termine), Exkursion nach Braunschweig 19.–21. Juni sowie ein 2-tägiger Workshop (Termin folgt) / Das 1. Treffen findet bereits am Dienstag, den 31. März (10–14 Uhr) statt / Lehrveranstaltungsort: +Olearius, Oleariusstraße 09, Halle / DAS LEHRVERANSTALTUNGSFORMAT WIRD ANGEPASST: Anmeldung zum neuen Format bis 10. April 2020 an rude(at)burg-halle.de (Studierende der BURG) und an stefanie.bognitz(at)ethnologie.uni-halle.de (Studierende der Ethnologie)

Eintragung Anton Wilheilm Amos in die Matrikel der Universität Wittenberg am 2. September 1730 sowie Unterschrift A. W. Amos auf einer Quittung vom 23. April 1720 (Collage)

Vor dem Hintergrund der aktuellen Herausforderungen angesichts des Corona-Virus möchten wir das Lehr- und Lernformat der Lehrveranstaltung anpassen.

Das vorgeschlagene Format dient in erster Linie der Einhaltung von Distanz, soll aber dennoch kontinuierliche und begleitete Recherchearbeit ermöglichen. Den Rahmen bildet die individuelle Arbeit an und mit einem Blog. Dieser wird mit umfangreichem Quellen- und Bildmaterial ausgestattet. Multimediale Kommunikation, ebenso wie fotografische Arbeiten und Quellen, Textmaterialien, Audio-Dateien und Podcast-Formate, digitale Einreichungen und Besprechungen laufender Arbeiten sowie Termine und Fristen werden mithilfe dieses Blogs ermöglicht und zusammengetragen. In Anschluss daran bildet dieser Blog ein sich ständig wandelndes und wachsendes Archiv künstlerischer, ästhetischer, ethnologischer und biografischer Arbeiten in Zusammenhang des wissenschaftlichen und persönlichen Werdegangs Anton Wilhelm Amos vor Ort in Braunschweig, Halle, Wittenberg und Jena. Der Blog wird über aktive Mitarbeit, wenn auch aus der Distanz, von Studierenden hinaus Arbeitsfelder eröffnen und -anleitungen erstellen. Gleichzeitig wird der archivarische Aspekt dieses Blogs das wachsende Gedächtnis der wissenschaftlichen und künstlerischen Arbeiten abbilden können, um einen gemeinsamen Beitrag zur Ausstellung “Thinking With, Through and by Anton Wilhelm Amo” des Kunstvereins Braunschweig zu gestalten.

Teil dieser Vorbereitungen werden zwei digitale Workshops mit der Tänzerin und Choreographin Anna Till und der Künstlerin Judith Raum bilden sowie ein Ausstellungsrundgang durch den Kunstverein Braunschweig.

Anmeldung zum angepassten Format bis 10. April 2020 an rude(at)burg-halle.de (für Studierende der BURG Giebichenstein) und an stefanie.bognitz(at)ethnologie.uni-halle.de (für Studierende der Ethnologie).

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Im Format einer semesterübergreifenden, recherchebasierten Lehrveranstaltung entwickelt das Seminar künstlerische und wissenschaftliche Betrachtungsweisen zu den Spuren Anton Wilhelm Amos (1703-1759) in Halle. Unter Leitung von Stefanie Bognitz (MLU), Stella Geppert (Burg Giebichenstein Kunsthochschule, BURG), Magdalena Rude (BURG) und Susanne Weiß (BURG, QPL) ist diese Veranstaltung für Studierende der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle und des Seminars für Ethnologie der Universität Halle konzipiert. Auf Einladung des Kunstvereins Braunschweig wird auf einer zweitägigen Tagung (20./21. Juni) im Rahmen der Ausstellung „THE FACULTY OF SENSING – Thinking With, Through, and By Anton Wilhelm Amo“ im Kunstverein Braunschweig ein interdisziplinärer Beitrag präsentiert, der diese Auseinandersetzung von Halle nach Braunschweig überträgt.

Ein vermeintlicher Erinnerungsort Anton Wilhelm Amos in Halle stellt die Bronzeskulptur „Freies Afrika“ (1963/1965) des Hallenser Bildhauers Gerhard Geyer dar. In direkter Nähe zur Aula und dem Robertinum der Universität Halle, an der Amo von 1736 bis 1738 gelehrt hat - ist er dort nicht entsprechend seiner Bedeutung repräsentiert, anders als andere Gelehrte. Beispielhaft seien hier nur die Namensgeber des Melanchthonianums oder des Thomasianums am Universitätsplatz erwähnt.

Über Irrwege fanden die Skulptur und eine Gedenkplatte zu Anton Wilhelm Amo eine lokale Zusammenkunft. Denn, „Freies Afrika“ ging nicht, wie von den Funktionären des zentralen Politbüros der DDR vorgesehen, als Geschenk im Geiste der Unabhängigkeitsbewegungen nach Accra, sondern verblieb am Ort ihrer Entstehung und bekam kurzerhand einer neue Bedeutung zugeschrieben – dem Gedenken des Wissenschaftlers Anton Wilhelm Amo, erster Student und Alumnus afrikanischer Herkunft an der Universität Halle. Durch diese Umwidmung erlangte die Skulptur eine neue Bedeutung, deren Ambivalenzen und Zusammenhänge wir nachgehen möchten.

Welche künstlerischen, archivarischen und ethnologischen Herangehensweisen sind möglich, um Erkenntnisse über die Biografie Anton Wilhelm Amos zu erlangen? Welche Medien können verdeckte Spuren der wissenschaftlichen Arbeit, des Denkens und Wirkens Amos sichtbar werden lassen?

 

„Burg gestaltet!" – ein Projekt des gemeinsamen Bund-Länder-Programms für bessere Studienbedingungen und mehr Qualität in der Lehre, des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle. 

+Olearius wird mit freundlicher Unterstützung der HWG gefördert / weitere Informationen siehe unter: www.oleariusstrasse.de

 

Veranstaltungsart und -methodik / Lehrinhalte

Interdisziplinäre künstlerische Praxis, Seminar

Verwendbarkeit des Faches

Kunst (Lehramt): Atelier I, Atelier II oder Prüfungsmodul Atelier III
Kunstpädagogik: Atelier I, II oder III.
Kunst (Lehramt) / Kunstpädagogik: Vorausstezung für die Scheinvergabe ist die Präsentation von im Rahmen der Lehrveranstaltung entstandenen künstlerischen Arbeiten, welche voraussichtlich im Oktober 2020 stattfinden wird.
Andere Studiengänge der BURG in Kunst und Design: Die Anrechenbarkeit muss mit den Professor*innen des Faches welches studiert wird individuell abgesprochen werden.
Ethnologie B.A.: Die Anmeldung läuft zusätzlich über das Stud.IP.
Ethnologie M.A. und andere Studiengänge der MLU: Die Teilnahme kann nicht angerechnet werden. Studierende des B.A. haben Vorrang.

Zugangsvoraussetzung

Keine. Die interdisziplinäre Lehrveranstaltung ist offen für alle Studierenden der BURG und MLU (Studierende des B.A. Ethnologie haben Vorrang)
max. 15 Teilnehmende

Umfang in SWS und nach Möglichkeit ECTS-Punkten

3 SWS inkl. Teilnahme an der Tagung in Braunschweig

Häufigkeit, Dauer und Termin / Ort des Angebots

Mittwochs 10–12.15 Uhr (6 Termine), Exkursion nach Braunschweig 19.–21. Juni sowie ein 2-tägiger Workshop (Termin folgt)  / Das 1. Treffen findet bereits am Dienstag, den 31. März (10–14 Uhr) statt / Lehrveranstaltungsort: +Olearius, Oleariusstraße 09, Halle / Anmeldung bis Sonntag, den 22. März 2020 an rude@burg-halle.de

Lehrende(r)

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