{"id":211,"date":"2014-04-15T22:59:17","date_gmt":"2014-04-15T20:59:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.burg-halle.de\/id-neuwerk\/07-qbm-essentials\/?p=211"},"modified":"2020-06-15T22:36:12","modified_gmt":"2020-06-15T20:36:12","slug":"le-corbusier-modulor-unite-dhabitation-in-marseille","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.burg-halle.de\/id-neuwerk\/07-qbm-essentials\/2014\/04\/15\/le-corbusier-modulor-unite-dhabitation-in-marseille\/","title":{"rendered":"<br> Le Corbusier <br>Modulor <br>Unit\u00e9 d\u2019habitation in Marseille"},"content":{"rendered":"<p><em>Lekt\u00fcre zur Exkursion<\/em><\/p>\n<p><strong>Le Corbusier<\/strong><\/p>\n<p>In den 1950er und 1960er Jahren war Le Corbusier der international renommierteste Architekt. Er plante Geb\u00e4ude und ganze St\u00e4dte, \u2026 und befasste sich mit den damals dr\u00e4ngendsten Problemen der zeitgen\u00f6ssischen Architektur. Er proklamierte Slogans und erfand neue Termini, er entwickelte das Proportionssystem &#8222;Modulor&#8220; und wandte es auf Gegenst\u00e4nde des t\u00e4glichen Lebens ebenso an wie auf Geb\u00e4ude. So ist es kaum verwunderlich, dass er jedes Werk geradezu als Manifest verstanden wissen wollte, als Geb\u00e4ude, die aufgrund der Typologie ihrer Aufteilung, ihrer Gestaltung und Erscheinung beispielhaft waren. So entwirft er nach Ronchamp &#8211; das allein schon einen Architekten unsterblich machen k\u00f6nnte &#8211; die f\u00fcnf Unit\u00e9s d&#8216; Habitation (ab 1952), das Kloster La Tourette in Eveux (1960), das Kulturhaus in Firminy (1965), die Maisons Jaoul in Paris (1955), das Verwaltungszentrum von Chandigarh (1955) und das Carpenter Center for the Visual Arts in Cambridge, Massachusetts (1963).<\/p>\n<p>aus: Paolo Favole \u00bbGeschichte der Architektur: 20.\/21. Jahrhundert\u00ab<br \/>\n<a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Le_Corbusier\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">wikipedia.org\/wiki\/Le_Corbusier<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Modulor <\/strong><\/p>\n<p>Le Corbusier entwickelte zwischen 1942 und 1955 ein universelles Masssystem, den sogenannten Modulor. Der Modulor stellt den bedeutendsten modernen Versuch dar, der Architektur eine am Ma\u00df des Menschen orientierte mathematische Ordnung zu geben. Er steht damit in der Tradition von Vitruv. Ausgehend vom Goldenen Schnitt und von den Proportionen des menschlichen K\u00f6rpers entwickelte Le Corbusier seine Proportionslehre des Bauens. Er ging von einer angenommenen Standardgr\u00f6sse des menschlichen K\u00f6rpers aus und markierte drei Intervalle, die zueinander in der Proportion des Goldenen Schnitts stehen. Es gelang Le Corbusier, das angels\u00e4chsische, auf dem Fuss basierende Masssystem mit dem metrischen Dezimalsystem zu verbinden und gleichzeitig auf die menschlichen K\u00f6rpermasse zu beziehen. Damit gewann er eine systematische Planungsgrundlage f\u00fcr Architektur und Industrieprodukte, die in der ganzen Welt Verbreitung fand und von zahlreichen Praktikern angewandt wurde.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Modulor\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">wikipedia.org\/wiki\/Modulor<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.burg-halle.de\/id-neuwerk\/07-qbm-essentials\/wp-content\/uploads\/sites\/33\/2014\/04\/b-modulor.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-187\" src=\"https:\/\/www.burg-halle.de\/id-neuwerk\/07-qbm-essentials\/wp-content\/uploads\/sites\/33\/2014\/04\/b-modulor-298x300.jpg\" alt=\"b-modulor\" width=\"298\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.burg-halle.de\/id-neuwerk\/07-qbm-essentials\/wp-content\/uploads\/sites\/33\/2014\/04\/b-modulor-298x300.jpg 298w, https:\/\/www.burg-halle.de\/id-neuwerk\/07-qbm-essentials\/wp-content\/uploads\/sites\/33\/2014\/04\/b-modulor-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.burg-halle.de\/id-neuwerk\/07-qbm-essentials\/wp-content\/uploads\/sites\/33\/2014\/04\/b-modulor.jpg 619w\" sizes=\"auto, (max-width: 298px) 100vw, 298px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Unit\u00e9 d&#8217;habitation in Marseille<\/strong><\/p>\n<p>Die Unit\u00e9 von Marseille war die erste von insgesamt f\u00fcnf Wohneinheiten und wurde 1952 fertiggestellt. Das Konzept der zur Wohnmaschine gestapelten Maisonette-Wohnungen geht auf Le Corbusiers \u201ePavillon de l\u2019Esprit Nouveau\u201c von 1925 sowie das System \u201eDom-ino\u201c von 1914 zur\u00fcck. Neben den Wohnungen sind hier weitere Funktionen wie Gesch\u00e4fte, ein kleines Hotel und eine W\u00e4scherei zu einer vertikalen Stadt integriert, auf dem Dach gibt es einen Kindergarten, ein Freilufttheater und eine Sporthalle.<\/p>\n<p>Der Mensch steht nicht nur funktional im Mittelpunkt, er wird auch zum Ma\u00dfstab bis ins Detail: Le Corbusier wendete hier zum ersten Mal sein kurz zuvor entwickeltes Ma\u00dfsystem \u201eModulor\u201c konsequent in der Praxis an. Die Unit\u00e9 ist ein typisches Beispiel f\u00fcr Le Corbusiers Streben nach einer radikalen \u00c4nderung der Architektur, die unter Verwendung technischen M\u00f6glichkeiten bessere Lebensbedingungen schaffen sollte.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/baugeschichte.a.tu-berlin.de\/owl\/Moderne\/Marseille_Unitedhabitation\/Marseille_Unitedhabitation.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">baugeschichte tu-berlin\/Marseille Unite d&#8217;habitation<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Lekt\u00fcre zur Exkursion Le Corbusier In den 1950er und 1960er Jahren war Le Corbusier der international renommierteste Architekt. Er plante Geb\u00e4ude und ganze St\u00e4dte, \u2026 und befasste sich mit den damals dr\u00e4ngendsten Problemen der zeitgen\u00f6ssischen Architektur. 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