{"id":2,"date":"2017-06-11T09:28:12","date_gmt":"2017-06-11T07:28:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.burg-halle.de\/id-neuwerk\/design-und-film\/?page_id=2"},"modified":"2026-04-16T04:28:53","modified_gmt":"2026-04-16T02:28:53","slug":"intro","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.burg-halle.de\/id-neuwerk\/design-und-film\/","title":{"rendered":"5 Lectures <br>und 1 Exkurs"},"content":{"rendered":"<p><img decoding=\"async\" class=\"size-large wp-image-271 alignnone\" src=\"https:\/\/www.burg-halle.de\/id-neuwerk\/design-und-film\/wp-content\/uploads\/sites\/49\/2017\/06\/bild_designfilm-1024x575.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"auto\" srcset=\"https:\/\/www.burg-halle.de\/id-neuwerk\/design-und-film\/wp-content\/uploads\/sites\/49\/2017\/06\/bild_designfilm-1024x575.jpg 1024w, https:\/\/www.burg-halle.de\/id-neuwerk\/design-und-film\/wp-content\/uploads\/sites\/49\/2017\/06\/bild_designfilm-300x168.jpg 300w, https:\/\/www.burg-halle.de\/id-neuwerk\/design-und-film\/wp-content\/uploads\/sites\/49\/2017\/06\/bild_designfilm-768x431.jpg 768w, https:\/\/www.burg-halle.de\/id-neuwerk\/design-und-film\/wp-content\/uploads\/sites\/49\/2017\/06\/bild_designfilm.jpg 1437w\" sizes=\"(max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Design und Film<\/strong><\/p>\n<p><em>Sechs Lectures zu Genres, Methoden, Strategien und Fallbeispielen,\u00a0<\/em><em>zu Optionen und Anwendungen von Film und Bewegtbild-Narration\u00a0in Designprozessen sowie den gegenw\u00e4rtigen und m\u00f6glichen Ber\u00fchrungen von Film und Design<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wie entwickeln sich Beobachtungs-Methoden, Entwurfs-Werkzeuge und Vermittlungsformen im Design vor dem Hintergrund des \u00dcbergangs in eine post-industrielle Informationsgesellschaft mit ihren Umbr\u00fcchen in kulturellen und sozialen, technologischen und wirtschaftlichen Strukturen, in denen einem Design konventioneller Lesart der Gegenstand eines artefakt-bezogenen Probleml\u00f6sens allm\u00e4hlich abhanden kommt &#8211; sich andererseits aber best\u00e4ndig neue Operationsfelder er\u00f6ffnen, in die sich Designer als Moderatoren des Wandels und Unterst\u00fctzer von Ver\u00e4nderungsprozessen wirkungsvoll einbringen k\u00f6nnen\/wollen\/sollen?<\/p>\n<p>Wird die Beziehung zwischen Design als einer Methode des Beobachtens und Reflektierens, des Interpretierens und entwerferischen Handelns \u2026 und Film als einer Methode des Ins-Bild-Setzens, Erz\u00e4hlens und Vermittelns eine neue Vitalisierung und Vernetzung, eine neue Qualit\u00e4t in der Kooperation erfahren?<\/p>\n<p>Mit der Anwendung\u00a0neuartiger Strategien in Entwurfsprozessen \u2013 wie beispielsweise Inszenierung und Intervention, Versuchsanordnung und Partizipation \u2013 verlagern sich auch die Anforderungen und Aufgaben der Darstellung und Vermittlung \u00fcber\u00a0statische Bildgebung hinaus zum Darstellen von Prozessen. In dem Ma\u00dfe, in dem das Design sich neue Handlungsfelder erschliesst, erweitert sich auch die Palette der Werkzeuge und Mittel. Kamera und Film als Werkzeuge, Narration mit bewegten Bildern, Montage und Animation als Mittel und Methoden \u2026 sind nach ihrer Natur des Integrierenden und Umfassenden bestens geeignet, die herk\u00f6mmlichen Darstellungsformen von Zeichnung, Fotografie, Collage und anderen \u2026 zu subsumieren und in Verbindung mit der Dimension der\u00a0zeitlichen und dramaturgischen Abfolge\u00a0filmischer Montage auf ein neues Niveau von Vermittlung und Kontextualisierung zu f\u00fchren. Die zudem inzwischen erreichte Verf\u00fcgbarkeit von Kamera- und Filmtechnik sowie der niederschwellige Zugang zu Handhabung und Ergebnis machen eine rapide Zunahme\u00a0im Einsatz dieser Medien in Designprozessen sehr vorstellbar.<\/p>\n<p>Die Untersuchung im Forschungssemester galt der Bestandsaufnahme und einer Recherche zu Ber\u00fchrungen und Schnittmengen zwischen designorientierten Methoden des Beobachtens, des Spekulierens, des Visualisierens und Vermittelns mit\u00a0unterschiedlichen filmischen Methoden der Darstellung und Narration.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>5 Lectures und 1 Exkurs<\/strong><\/p>\n<p>Die \u00abSouvenirs\u00bb dieser suchenden\u00a0Reise durch Film- und Designgschichte im Forschungssemester bilden eine umfangreiche Sammlung, die eine strukturierte Verdichtung auf verschiedene inhaltliche, methodische, \u00e4sthetische, strategische u.a. \u2026 Aspekte sinnvoll erscheinen l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Mit R\u00fccksicht auf die\u00a0Komplexit\u00e4t einerseits aber auch\u00a0auf\u00a0die Attraktivit\u00e4t der thematischen Detaillierung dieser unterschiedlichen Aspekte andererseits wird eine Vorlesungsreihe konzipiert und in einer\u00a0Form\u00a0aus kommentierter Vorf\u00fchrung ausgesuchter Filmbeispiele und Diskurs mit dem Auditorium an sechs Terminen im Sommersemester 2012 durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.burg-halle.de\/id-neuwerk\/design-und-film\/category\/lectures\/#%3Cbr%3ELecture%201:%20T%C3%BCcke%20des%20Objekts%20%3Cbr%3EDie%20Filme%20von%20Jacques%20Tati\" rel=\"noopener noreferrer\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-533\" src=\"https:\/\/www.burg-halle.de\/id-neuwerk\/design-und-film\/wp-content\/uploads\/sites\/49\/2017\/06\/mononcle3.jpg\" alt=\"texte\" width=\"300\" height=\"auto\" data-id=\"533\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.burg-halle.de\/id-neuwerk\/design-und-film\/category\/lectures\/#&lt;br&gt;Lecture%201:%20T\u00fccke%20des%20Objekts%20&lt;br&gt;Die%20Filme%20von%20Jacques%20Tati\"><strong>Lecture 1: <\/strong><\/a><strong>T\u00fccke des Objekts \u2013 die Filme von Jacques Tati<\/strong><br \/>\n<em>Zwischen Euphorie und Skepsis<\/em><br \/>\n<em>Design-Kritik in der Nachkriegsmoderne 1950er und 60er Jahre<\/em><br \/>\n18.4.2012<\/p>\n<p>Die Filme von Jacques Tati stehen beispielhaft f\u00fcr eine genaue Beobachtung und subtile Darstellung von Mensch-Objekt-Beziehungen, aber auch der Ver\u00e4nderung von Sozialbeziehungen insgesamt durch die Entstehung der Konsumgesellschaft an\u00a0den Anf\u00e4ngen\u00a0der Globalisierung.<\/p>\n<p>In Jacques Tatis erfolgreichstem und mit einem Oskar ausgezeichneten Film \u201eMon Oncle\u201d spielt\u00a0ein Haus die Hauptrolle und den\u00a0Gegenspieler seiner Bewohner. Diese k\u00e4mpfen mit\u00a0seiner futuristischen Ausstattung und den technischen Errungenschaften, die das Leben erleichtern sollen, aber eigentlich erschweren, so dass den Protagonisten dieses Szenarios nichts anderes \u00fcbrig bleibt, als sich einem\u00a0autorit\u00e4ren Design zu unterwerfen. Wer in dieser \u201edurchgestalteten\u201d Umgebung nicht st\u00f6ren will,\u00a0m\u00fcsste bestm\u00f6glich selbst\u00a0zu Sofa oder Cocktailsessel werden. Die\u00a0Filmarchitektur nimmt in diesem Film von Jacques Tati, gesteigert noch im Film \u201ePlaytime\u201d eine entscheidende Rolle ein\u00a0\u2026 und verbildlicht und inszeniert die Dominanz\u00a0des Designs in der Zeit der\u00a0Nachkriegsmoderne.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.burg-halle.de\/id-neuwerk\/design-und-film\/category\/lectures\/#&lt;br&gt;Lecture%202:%20Film%20used%20as%20a%20tool%20&lt;br&gt;Die%20Filme%20von%20Charles%20and%20Ray%20Eames\" rel=\"noopener noreferrer\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-533\" src=\"https:\/\/www.burg-halle.de\/id-neuwerk\/design-und-film\/wp-content\/uploads\/sites\/49\/2017\/06\/ray-charles-eames-01.jpg\" alt=\"texte\" width=\"300\" height=\"auto\" data-id=\"533\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.burg-halle.de\/id-neuwerk\/design-und-film\/category\/lectures\/#&lt;br&gt;Lecture%202:%20Film%20used%20as%20a%20tool%20&lt;br&gt;Die%20Filme%20von%20Charles%20and%20Ray%20Eames\"><strong>Lecture 2: <\/strong><\/a><strong>Film used as a tool<\/strong><br \/>\n<em>Die Filme von Charles and Ray Eames<\/em><br \/>\n2.5.2012<\/p>\n<p>Das umfangreiche filmische Schaffen von Charles und Ray Eames steht beispielhaft f\u00fcr eine durch filmische Mittel, mit bewegten Bildern und visueller Dramaturgie verdichtete Untersuchung von Ideen und Vermittlung von\u00a0komplexen Sachverhalten.<\/p>\n<p>Charles und\u00a0Ray Eames nutzten Film als \u201eWerkzeug\u201d, als Transporteur f\u00fcr eine Idee. F\u00fcr sie ist die Idee und ihre Visualisierung entscheidender als das Medium. Auf einen\u00a0Vorschlag, ihre\u00a0Filme als experimentell zu bezeichnen, antwortete Charles Eames \u201edies sind keine experimentellen Filme, dies\u00a0sind nicht einmal wirklich Filme. Dies\u00a0sind eher Ann\u00e4herungen an eine Idee.\u201d Der Filmkritiker und Regisseur Paul Schrader schreibt in seinem Artikel \u201ePoetry of Ideas\u201d im Film Quarterly 1970: \u201eEin klassisches Filmthema ist die Verfolgungsjagd. Die Eames-Filme pr\u00e4sentieren eine neue Art von Jagd, die\u00a0Verfolgungsjagd durch eine F\u00fclle von Informationen auf der Suche nach der Essenz einer Idee.\u201d<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.burg-halle.de\/id-neuwerk\/design-und-film\/category\/lectures\/#&lt;br&gt;Lecture%203:%20Design%20aktuell&lt;br&gt;Gegenw\u00e4rtige%20Filme%20zu%20Designthemen\" rel=\"noopener noreferrer\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-533\" src=\"https:\/\/www.burg-halle.de\/id-neuwerk\/design-und-film\/wp-content\/uploads\/sites\/49\/2017\/06\/objectified2.jpg\" alt=\"texte\" width=\"300\" height=\"auto\" data-id=\"533\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><a href=\"https:\/\/www.burg-halle.de\/id-neuwerk\/design-und-film\/category\/lectures\/#&lt;br&gt;Lecture%203:%20Design%20aktuell&lt;br&gt;Gegenw\u00e4rtige%20Filme%20zu%20Designthemen\">Lecture 3: <\/a>Design aktuell<\/strong><br \/>\n<em>Gegenw\u00e4rtige Filme zu Designthemen<\/em><br \/>\n9.5.2012<\/p>\n<p>Beispiele f\u00fcr den Einsatz von Filmen vornehmlich f\u00fcr die Vermittlung von Design-Geschichte(n) und Reportagen \u2026 demonstriert anhand von \u201eGooglen\u201d nach \u201eDesign\u201d und \u201eVideo\u201d von TED Konferenzen bis YouTube \u2026<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.burg-halle.de\/id-neuwerk\/design-und-film\/category\/lectures\/#&lt;br&gt;Lecture%204:%20The%20Triple%20\u201eI\u201d%20&lt;br&gt;Information,%20Interpretation,%20Intervention\" rel=\"noopener noreferrer\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-533\" src=\"https:\/\/www.burg-halle.de\/id-neuwerk\/design-und-film\/wp-content\/uploads\/sites\/49\/2017\/06\/hans_rosling_2010.jpg\" alt=\"texte\" width=\"300\" height=\"auto\" data-id=\"533\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><a href=\"https:\/\/www.burg-halle.de\/id-neuwerk\/design-und-film\/category\/lectures\/#&lt;br&gt;Lecture%204:%20The%20Triple%20\u201eI\u201d%20&lt;br&gt;Information,%20Interpretation,%20Intervention\">Lecture 4: <\/a>The Triple \u201eI\u201d <\/strong><br \/>\n<em>Information, Interpretation, Intervention<\/em><br \/>\n23.5.2012<\/p>\n<p>Beipiele f\u00fcr die Vermittlung, Darstellung und Interpretation von Information bis hin zur Initation von Interventionen \u2013 von Richard Saul Wurman \u00fcber Hans Rosling bis zu den Yes Men<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.burg-halle.de\/id-neuwerk\/design-und-film\/category\/lectures\/#&lt;br&gt;Lecture%205:%20Essayfilm%20&lt;br&gt;am%20Beispiel%20Agn\u00e8s%20Varda%20und%20Chris%20Marker\" rel=\"noopener noreferrer\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-533\" src=\"https:\/\/www.burg-halle.de\/id-neuwerk\/design-und-film\/wp-content\/uploads\/sites\/49\/2017\/06\/varda_marker.jpg\" alt=\"texte\" width=\"300\" height=\"auto\" data-id=\"533\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><a href=\"https:\/\/www.burg-halle.de\/id-neuwerk\/design-und-film\/category\/lectures\/#&lt;br&gt;Lecture%205:%20Essayfilm%20&lt;br&gt;am%20Beispiel%20Agn\u00e8s%20Varda%20und%20Chris%20Marker\">Lecture 5: <\/a>Essayfilm<\/strong><br \/>\n<em>am Beispiel Agn\u00e8s Varda und Chris Marker<\/em><br \/>\n30.5.2012<\/p>\n<p>Als experimentelle Ausdrucksform zwischen Fiktion und Dokumentation stehen Essayfilme insbesondere als Anregung f\u00fcr ein\u00a0exploratives\u00a0\u00d6ffnen und Erweitern von narrativen Mitteln mit Montagen aus Standbildern, Bewegtbildern, Text und Ton.<\/p>\n<p>Am Beispiel von Werken von\u00a0Agn\u00e8s Varda und Chris Marker\u00a0werden wesentliche Mittel des Essayfilms demonstriert, beispielsweise die Form betont subjektiver Betrachtungsweisen, mit denen der\u00a0Regisseur als Autor\u00a0die\u00a0Grenzen konventioneller\u00a0der Erz\u00e4hlmuster erweitert. Essayfilme stehen f\u00fcr eine offene Werkform, in der insbesondere durch\u00a0Multiperspektivit\u00e4t in der Suche nach und der Darstellung\u00a0von Zusammenh\u00e4ngen eine erz\u00e4hlerische\u00a0Freiheit genutzt\u00a0wird, die sich \u00fcblichen Dramaturgien\u00a0des Filmemachens entzieht. Ton und Kommentar haben\u00a0h\u00e4ufig eine grosse\u00a0Bedeutung \u2013 wie beispielsweise in \u201eSans Soleil\u201d, in dem\u00a0die frei assoziierenden visuellen\u00a0Reflexionen durch einen Erz\u00e4hler zusammengehalten werden. Ein weiteres Charakteristikum f\u00fcr\u00a0Essayfilme ist die Aufhebung\u00a0von Koh\u00e4renz, Kausalit\u00e4t und Kontinuit\u00e4t von Raum und Zeit sowie\u00a0die Bildung und Verwendung von Bildmetaphern.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.burg-halle.de\/id-neuwerk\/design-und-film\/category\/exkurs-godard\/\" rel=\"noopener noreferrer\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-533\" src=\"https:\/\/www.burg-halle.de\/id-neuwerk\/design-und-film\/wp-content\/uploads\/sites\/49\/2017\/06\/jean-luc-godard1.jpg\" alt=\"texte\" width=\"300\" height=\"auto\" data-id=\"533\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><a href=\"https:\/\/www.burg-halle.de\/id-neuwerk\/design-und-film\/category\/exkurs-godard\/\">Lecture 6 (Exkurs): <\/a>Jean-Luc Godard entdecken \u2026<\/strong><br \/>\n13.6.2012<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Session 1 \u2013 1960\u20131966<\/strong><br \/>\n<em>Von der Nouvelle Vague zum Ende des Kinos\u00a0<\/em><\/p>\n<p><em>Alles, was man f\u00fcr einen Film braucht, sind eine Knarre und ein M\u00e4dchen.<\/em><br \/>\nJLG<\/p>\n<p>\u201eRomantische Periode\u201d \u2013 Nouvelle Vague und Reflektion des Erz\u00e4hlkinos. Diese ins filmische Erz\u00e4hlen eingewobene Reflexion beginnt schon im ersten Spielfilm von Godard: \u00abA bout de souffle\u00bb\u00a0(1960) \u2026 zum Konflikt mit den Produzenten ger\u00e4t Godards Erz\u00e4hlform im Film\u00a0\u00abLe M\u00e9pris\u00bb (1963), in\u00a0dem Godard\u00a0eben diesen Konflikt zwischen der erz\u00e4hlerischen Freiheit des Autor und den Marktzw\u00e4ngen der Produktion selbst zum Gegenstand des Films macht. Seine Beitr\u00e4ge zur Entwicklung des\u00a0modernen Erz\u00e4hlkinos hat Godard sp\u00e4ter\u00a0widerrufen, \u00abA bout de souffle\u00bb bezeichnete er sp\u00e4ter als misslungen. Eine Einsch\u00e4tzung, der wir uns nicht anschliessen wollen \u2026 und die durch den Einfluss, den Godards Filmschaffen auf die nachfolgenden Generationen von Filmemachern widerlegt wird.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Session 2 \u2013 1967\u20131979<\/strong><br \/>\n<em>Soziologische und revolution\u00e4re Periode \/ Groupe Dziga Vertov \/ Film Kollektiv<\/em><\/p>\n<p><em>Eine Geschichte braucht einen Anfang, eine Mitte und ein Ende, aber nicht unbedingt in dieser Reihenfolge.<\/em><br \/>\nJLG<\/p>\n<p>Im Vorgriff auf die Ereignisse des Pariser Mai 68 und die Politisierung von Teilen der Studentenschaft dreht Godard den Film \u00abLa Chinoise\u00bb \u2026 in der\u00a0Schlusssequenz des\u00a0Films \u00abWeekend\u00bb\u00a0verk\u00fcndet Godard das Ende des Kinos und der konventionellen Erz\u00e4hlweisen und Produktionsformen \u2026 nach 1968 sieht\u00a0er Video als politische Waffe. Ab jetzt vertritt Godard die Meinung, dass\u00a0Filme nicht von Regisseuren gepr\u00e4gt werden, sondern kooperativ\u00a0im Team entstehen. Als Mitglied\u00a0des Kollektivs Groupe Dziga Vertov dreht er\u00a0antiimperialistische Interventions-Filme, die zur\u00a0Kritik an der Konsumgesellschaft beitragen sollen. Heute\u00a0lassen sich diese Filme eher\u00a0als Zeugen\u00a0einer ideologisch aufgeheizten Zeit betrachten, denn als Beitr\u00e4ge zu einem formalen oder dramaturgischen\u00a0Forschritt in der Film\u00e4sthetik.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Session 3 \u2013 1980\u20132014<\/strong><br \/>\n<em>R\u00fcckkehr zum Kino<\/em><\/p>\n<p><em>Film ist nicht die Reflexion der Wirklichkeit, sondern die Wirklichkeit der Reflexion.<\/em><br \/>\nJLG<\/p>\n<p>Dieser Exkurs\u00a0beschliesst die Vorstellung der \u201eSouvenirs\u201d \u2026 steht doch Jean-Luc Godard in einem besonderem Ma\u00df f\u00fcr ein an- und ausdauerndes Ausloten der erz\u00e4hlerischen, dramaturgischen und bildnerischen Grenzen des Filmemachens \u2026 und damit disziplinen-\u00fcbergreifend grunds\u00e4tzlich und vorbildlich f\u00fcr einen Erweiterer von gestalterischen\u00a0Handlungsfeldern und Erfahrungsr\u00e4umen.<\/p>\n<p>1980 kehrt Jean-Luc Godard mit \u00abRette sich wer kann ( Das Leben)\u00bb\u00a0ins Kino zur\u00fcck. Die sich\u00a0kreuzenden und wieder verlierenden Lebensf\u00e4den von Menschen auf der Suche nach dem Leben und dem, was nach dem Zusammenbruch der politischen Utopien der 1968er Gl\u00fcck sein kann \u2026 steht als am Beginn der dritten Phase in Godards Schaffen, in dem seine Filme\u00a0nun zu Reflexionen\u00a0\u00fcber das Medium selbst werden, insbesondere\u00a0\u00fcber das Verh\u00e4ltnis von Schrift und Bild, Text und Bild.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Design und Film Sechs Lectures zu Genres, Methoden, Strategien und Fallbeispielen,\u00a0zu Optionen und Anwendungen von Film und Bewegtbild-Narration\u00a0in Designprozessen sowie den gegenw\u00e4rtigen und m\u00f6glichen Ber\u00fchrungen von Film und Design &nbsp; Wie entwickeln sich Beobachtungs-Methoden, Entwurfs-Werkzeuge und Vermittlungsformen im Design vor dem Hintergrund des \u00dcbergangs in eine post-industrielle Informationsgesellschaft mit ihren Umbr\u00fcchen in kulturellen und [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":5,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-2","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.burg-halle.de\/id-neuwerk\/design-und-film\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/2","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.burg-halle.de\/id-neuwerk\/design-und-film\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.burg-halle.de\/id-neuwerk\/design-und-film\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.burg-halle.de\/id-neuwerk\/design-und-film\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.burg-halle.de\/id-neuwerk\/design-und-film\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2"}],"version-history":[{"count":42,"href":"https:\/\/www.burg-halle.de\/id-neuwerk\/design-und-film\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/2\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":384,"href":"https:\/\/www.burg-halle.de\/id-neuwerk\/design-und-film\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/2\/revisions\/384"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.burg-halle.de\/id-neuwerk\/design-und-film\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}