{"id":59,"date":"2018-07-24T17:20:56","date_gmt":"2018-07-24T15:20:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.burg-halle.de\/id-neuwerk\/tricolor\/?p=59"},"modified":"2018-08-21T10:52:10","modified_gmt":"2018-08-21T08:52:10","slug":"magie-der-farben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.burg-halle.de\/id-neuwerk\/tricolor\/2018\/07\/24\/magie-der-farben\/","title":{"rendered":"Magie der Farben"},"content":{"rendered":"<p><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/player.vimeo.com\/video\/281408811?color=ffffff&amp;title=0&amp;byline=0&amp;portrait=0\" width=\"600\" height=\"338\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>1<br \/>\n<strong>Die Farben der Natur und die Natur der Farben<\/strong><\/p>\n<p>So allgegenw\u00e4rtig bunt ist die Welt, dass die Frage nach dem, was &#8222;Farbe&#8220; eigentlich ist, entweder banal erscheinen oder philosophische Er\u00f6rterungen provozieren k\u00f6nnte. Sicher ist nur: von Farben in all ihren Auspr\u00e4gungen geht eine ungeheure Faszination aus, die sich wie ein roter Faden durch die Kulturgeschichte der Menschheit zieht.<\/p>\n<p>Die Reihe &#8222;Die Magie der Farben&#8220; begibt sich auf eine Spurensuche durch die Geschichte der Farbenherstellung und -anwendung, zeigt ihre symbolischen Bedeutungen, erkl\u00e4rt Sprachwendungen und pr\u00e4sentiert sowohl wissenschaftliche als auch k\u00fcnstlerische Standpunkte. Es geht um Farbtheorien, praktische Erl\u00e4uterungen zu Prim\u00e4r-, Sekund\u00e4r- und Komplement\u00e4rfarben, vor allem aber um die Geschichte und die zum Teil kuriosen Episoden der Anwendung von Pigmenten zum F\u00e4rben und zum Malen. Besonders die historische Bedeutung und die praktische Herstellung der Farben Blau, Rot, Gr\u00fcn und Gelb wird illustriert mit zahlreichen Beispielen aus dem europ\u00e4ischen Kulturkreis, von der Antike bis zur Gegenwart.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/player.vimeo.com\/video\/281404901?color=ffffff&amp;title=0&amp;byline=0&amp;portrait=0\" width=\"600\" height=\"338\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>2<br \/>\n<strong>Die Farbe im Kreis der Farben<\/strong><\/p>\n<p>Zweifellos haben Farben eine psychologische Wirkung auf den Menschen. So belegen zahlreiche Untersuchungen, dass zum Beispiel Blau weit beliebter ist als Gelb &#8211; unabh\u00e4ngig von Alter, Geschlecht oder Ethnie. Und obwohl die Symbolik von Farben immer gepr\u00e4gt ist von Traditionen und Konventionen der jeweiligen Gesellschaften, gibt es doch auch Konstanten, die weit zur\u00fcck reichen in die Entwicklungsgeschichte der Menschheit. Doch letztlich entscheidend f\u00fcr die Wirkung ist nicht eine einzelne, isolierte Farbe, sondern vor allem der Kontext: Harmonie, Erg\u00e4nzung oder Kontrast und Widerspruch charakterisieren den Gesamteindruck. Dabei gibt es Zusammenh\u00e4nge und Gesetzm\u00e4\u00dfigkeiten, die sich \u00fcber Prim\u00e4r- und Sekund\u00e4rfarben ebenso definieren lassen wie \u00fcber diverse Farbkreise, die von Newton \u00fcber Goethe und Itten in vielen Varianten bis heute aktuell sind, bis hin zu Mode, Gestaltung und Design. Erst recht aber gilt dies in der Kunst, wo das Zusammenwirken der Farben ein geradezu elementarer Bestandteil ist und mit der gegenstandslosen Malerei ihre v\u00f6llige Autonomie und Freiheit etabliert hat.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/player.vimeo.com\/video\/281412353?color=ffffff&amp;title=0&amp;byline=0&amp;portrait=0\" width=\"600\" height=\"338\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>3<br \/>\n<strong>Geheimnis des Himmels. Wertvoller als Gold:\u00a0Blau<\/strong><\/p>\n<p>Die Bedeutung der &#8222;Himmelsfarbe&#8220; Blau pr\u00e4gt alle Epochen der Kulturgeschichte. Sowohl ihre Symbolik als auch Sprachwendungen wie z.B. &#8222;blau machen&#8220; oder &#8222;feeling blue&#8220; charakterisieren das breite Spektrum dieser beliebtesten aller Farben: Freude und Hoffnung bis hin zu Sehnsucht und Melancholie.<br \/>\nUnd so war es den Mensch auch seit je ein gro\u00dfes Anliegen, intensive Blaut\u00f6ne k\u00fcnstlich herzustellen, zum F\u00e4rben von Textilien, Keramik, Mosaiken, Glas &#8211; und vor allem auch in Kunst und Malerei. Beispiele zeigen, welche k\u00fcnstlerischen Spuren pflanzliche oder mineralische Pigmente wie F\u00e4rberwaid, Indigo, Kobalt oder Azurit in der Geschichte hinterlassen haben &#8211; bis hin zur Faszination des sagenhaften Ultramarins, das &#8211; als feinstes Pulver aus Lapislazuli gewonnen &#8211; bis heute noch teurer ist als Gold.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/player.vimeo.com\/video\/281418530?color=ffffff&amp;title=0&amp;byline=0&amp;portrait=0\" width=\"600\" height=\"338\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>4<br \/>\n<strong>Erde, L\u00e4use und Schnecken. Von W\u00fcrde bis Ekstase:\u00a0Rot<\/strong><\/p>\n<p>Rot war f\u00fcr die Menschen zu allen Zeiten faszinierend &#8211; sowohl im Alltag, bei kultischen Feiern (h\u00e4ufig in Begleitung von Rotwein) als auch bei k\u00fcnstlerischer Bet\u00e4tigung, besonders in der Malerei. Davon k\u00fcnden die Verwendung des roten Ockers seit der pr\u00e4historischen H\u00f6hlenmalerei ebenso wie zahlreiche rote Pigmente, etwa das pflanzliche F\u00e4rberkrapp, das kostbare Karmin aus Schildl\u00e4usen oder das leuchtende mineralische Zinnober. Und ausgerechnet die wertvollste Naturfarbe aller Zeiten, das elit\u00e4re Purpur, das nur den h\u00f6chsten W\u00fcrdentr\u00e4gern vorbehalten war, entstammt dem Schleim von Schnecken!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/player.vimeo.com\/video\/281422470?color=ffffff&amp;title=0&amp;byline=0&amp;portrait=0\" width=\"600\" height=\"338\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>5<br \/>\n<strong>Vom Fr\u00fchling bis zum Gifttod: Gr\u00fcn<\/strong><\/p>\n<p>Schon ein kleiner Streifzug durch die Kulturgeschichte macht klar: Keine Farbe ist so ambivalent wie Gr\u00fcn! Gr\u00fcn ist nicht nur sprichw\u00f6rtlich die Hoffnung, sondern ganz konkret die allgegenw\u00e4rtige Farbe der pflanzlichen Natur &#8211; sie symbolisiert Wachstum, Jugend, ja Leben an sich.<\/p>\n<p>Was einerseits so selbstverst\u00e4ndlich erscheint, dass es auch seinen Niederschlag in den Redewendungen vieler Sprachen gefunden hat, wirft andererseits ein paradoxes Problem auf: F\u00fcr Gr\u00fcn als Farbe zum F\u00e4rben oder Malen stellt die Natur keine brauchbaren Pigmente zur Verf\u00fcgung &#8211; es sei denn, sie w\u00e4ren giftig. Besonders Gr\u00fcnspan und mehr noch Arsen-Kupfer-Verbindungen wie das legend\u00e4re &#8222;Schweinfurter Gr\u00fcn&#8220; konnten zwar wundervoll leuchtende Farbt\u00f6ne hervorbringen &#8211; doch bis zur Erfindung synthetischer Farbstoffe hatte die praktische Anwendung von derart prachtvoll gr\u00fcnen Pigmenten f\u00fcr manche Maler schlicht t\u00f6dliche Folgen!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/player.vimeo.com\/video\/281425914?color=ffffff&amp;title=0&amp;byline=0&amp;portrait=0\" width=\"600\" height=\"338\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>6<br \/>\n<strong>Vom hellen Glanz zu finsteren Abgr\u00fcnden:\u00a0Gelb<\/strong><\/p>\n<p>Gelb, Glanz, Gold &#8211; sprachlich gehen all diese W\u00f6rter auf dieselbe Wurzel zur\u00fcck und das charakterisiert auch treffend die Eigenschaft dieser hellsten aller Farben, die &#8211; wie Goethe es ausdr\u00fcckte &#8211; &#8222;am n\u00e4chsten am Licht&#8220; ist. Ihre symbolische Wirkung ist aber sehr ambivalent, werden doch nicht nur Sonne und W\u00e4rme mit ihr assoziiert, sondern auch Eifersucht und Neid. Im historischen Kontext hatte sie sogar eine dezidiert stigmatisierende Funktion. Noch heute fungiert Gelb als Warnsignal schlechthin. Zum F\u00e4rben von Textilien konnte man auf pflanzliche Stoffe wie etwa Safran zur\u00fcckgreifen, w\u00e4hrend in der Malerei schon seit der Steinzeit Ocker zum Einsatz kam. F\u00fcr kr\u00e4ftigere Gelbt\u00f6ne verwendeten K\u00fcnstler vor allem mineralische Pigmente wie Verbindungen mit Schwefel, Arsen, Blei oder Zinn, die allerdings mehr oder minder giftig waren. Erst ab dem 19. Jahrhundert standen den Malern mit synthetischen Pigmenten intensiv leuchtende Gelbt\u00f6ne zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/player.vimeo.com\/video\/285967316?title=0&amp;byline=0&amp;portrait=0\" width=\"600\" height=\"338\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Rot, gr\u00fcn, blau &#8211; sehen alle Menschen Farben gleich?<\/strong><br \/>\nDie Wahrnehmung von Farben ist nichts Absolutes. Menschen erkennen Farben, weil verschiedene Fotorezeptoren im Auge durch Lichtwellen erregt werden. Es gibt individuelle Unterschiede bei der Farbwahrnehmung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/player.vimeo.com\/video\/285966075?title=0&amp;byline=0&amp;portrait=0\" width=\"600\" height=\"338\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Was Cham\u00e4leons im Dunkeln k\u00f6nnen<\/strong><br \/>\nBei Meeresbewohnern war das Ph\u00e4nomen schon bekannt: Viele Korallenfische haben rot fluoreszierende Muster. Biofluoreszenz bei landlebenden Wirbeltieren war bis vor kurzem noch v\u00f6llig unbekannt &#8211; jetzt hat man es bei Cham\u00e4leons entdeckt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; 1 Die Farben der Natur und die Natur der Farben So allgegenw\u00e4rtig bunt ist die Welt, dass die Frage nach dem, was &#8222;Farbe&#8220; eigentlich ist, entweder banal erscheinen oder philosophische Er\u00f6rterungen provozieren k\u00f6nnte. 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