{"id":108,"date":"2019-08-14T17:22:02","date_gmt":"2019-08-14T15:22:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.burg-halle.de\/id-neuwerk\/unerhoertetoene\/?p=108"},"modified":"2019-08-23T09:50:18","modified_gmt":"2019-08-23T07:50:18","slug":"karlheinz-stockhausen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.burg-halle.de\/id-neuwerk\/unerhoertetoene\/2019\/08\/14\/karlheinz-stockhausen\/","title":{"rendered":"Karlheinz Stockhausen<br>Pionier der elektronischen Musik"},"content":{"rendered":"<p><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/player.vimeo.com\/video\/353781670?color=ffffff&amp;title=0&amp;byline=0&amp;portrait=0\" width=\"600\" height=\"338\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>\u201eKontakte\u201c von Karlheinz Stockhausen<\/strong><br \/>\nPianist Pierre-Laurent Aimard und Schlagzeuger Dirk Rothbrust pr\u00e4sentierten am 22. Oktober 2015 im Rahmen der musica viva Karlheinz Stockhausens fr\u00fches Meisterwerk &#8222;Kontakte&#8220;, eine Komposition f\u00fcr Elektronik, Klavier und Schlagzeug. BR-KLASSIK war bei einer Probe im Herkulessaal dabei und hat mit den beiden Musikern \u00fcber das Werk des gro\u00dfen Klangvision\u00e4rs gesprochen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.burg-halle.de\/id-neuwerk\/unerhoertetoene\/wp-content\/uploads\/sites\/57\/2019\/08\/Pages-from-Kontakte-w-Perc-Piano.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-166\" src=\"https:\/\/www.burg-halle.de\/id-neuwerk\/unerhoertetoene\/wp-content\/uploads\/sites\/57\/2019\/08\/Pages-from-Kontakte-w-Perc-Piano-1024x699.jpg\" alt=\"\" width=\"700\" height=\"478\" srcset=\"https:\/\/www.burg-halle.de\/id-neuwerk\/unerhoertetoene\/wp-content\/uploads\/sites\/57\/2019\/08\/Pages-from-Kontakte-w-Perc-Piano-1024x699.jpg 1024w, https:\/\/www.burg-halle.de\/id-neuwerk\/unerhoertetoene\/wp-content\/uploads\/sites\/57\/2019\/08\/Pages-from-Kontakte-w-Perc-Piano-300x205.jpg 300w, https:\/\/www.burg-halle.de\/id-neuwerk\/unerhoertetoene\/wp-content\/uploads\/sites\/57\/2019\/08\/Pages-from-Kontakte-w-Perc-Piano-768x524.jpg 768w, https:\/\/www.burg-halle.de\/id-neuwerk\/unerhoertetoene\/wp-content\/uploads\/sites\/57\/2019\/08\/Pages-from-Kontakte-w-Perc-Piano.jpg 1600w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/a><\/p>\n<p><em>Auszug aus der Notation zu \u201eKontakte\u201d<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/player.vimeo.com\/video\/353782137?color=ffffff&amp;title=0&amp;byline=0&amp;portrait=0\" width=\"600\" height=\"338\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Hommage an Stockhausen<\/strong><br \/>\nRevolution\u00e4r beim Musikfest Berlin<\/p>\n<p>Seine St\u00fccke nannte er &#8222;Engel-Prozessionen&#8220;, &#8222;Mantra&#8220;, oder &#8222;Inori&#8220;, was so viel hei\u00dft wie Gebet: Der aus dem katholischen K\u00f6ln stammende Komponist Karlheinz Stockhausen hat nicht nur die Grenzen des Klangs, sondern auch des Glaubens erweitert. In seinen Kompositionen hat der religi\u00f6se Revolution\u00e4r stets die Harmonie der Welt und der Religionen beschworen, die Vielfalt in der Einheit. Daf\u00fcr wurde er oft bel\u00e4chelt und ausgepfiffen.<\/p>\n<p>Doch wie sieht es mit diesen Werken heute aus, zw\u00f6lf Jahre nach seinem Tod? In einer Zeit, die Politologen als das &#8218;Jahrhundert der Religion&#8216; bezeichnen, wo wir \u00fcber Kruzifix oder Kopftuch im Klassenzimmer debattieren und religi\u00f6ser Fanatismus Raum greift. Was h\u00e4tte Stockhausen zu all dem gesagt? Sein spirituelles St\u00fcck &#8222;Mantra&#8220; f\u00fcr zwei Klaviere ist heute eines der popul\u00e4rsten Werke zeitgen\u00f6ssischer Musik und wird neben &#8222;Inori&#8220; beim Musikfest Berlin wieder aufgef\u00fchrt. Wir waren bereits bei den Proben in Luzern mit dem Lucerne Festival Orchestra dabei.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-109\" src=\"https:\/\/www.burg-halle.de\/id-neuwerk\/unerhoertetoene\/wp-content\/uploads\/sites\/57\/2019\/08\/stockhausen-1024x640.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"375\" srcset=\"https:\/\/www.burg-halle.de\/id-neuwerk\/unerhoertetoene\/wp-content\/uploads\/sites\/57\/2019\/08\/stockhausen-1024x640.jpg 1024w, https:\/\/www.burg-halle.de\/id-neuwerk\/unerhoertetoene\/wp-content\/uploads\/sites\/57\/2019\/08\/stockhausen-300x188.jpg 300w, https:\/\/www.burg-halle.de\/id-neuwerk\/unerhoertetoene\/wp-content\/uploads\/sites\/57\/2019\/08\/stockhausen-768x480.jpg 768w, https:\/\/www.burg-halle.de\/id-neuwerk\/unerhoertetoene\/wp-content\/uploads\/sites\/57\/2019\/08\/stockhausen.jpg 1280w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Karlheinz Stockhausen<\/strong><br \/>\n(1928\u20132007)<\/p>\n<p>komponierte 375 einzeln auff\u00fchrbare Werke, darunter den Opernzyklus \u201eLICHT \u2013 Die sieben Tage der Woche\u201c, der zwischen 1977 und 2003 entstand und insgesamt etwa 29 Stunden Musik umfasst. Alle sieben Teile des musikalischen Werkes wurden bereits uraufgef\u00fchrt: \u201eDONNERSTAG\u201c (1981), \u201eSAMSTAG\u201c (1984), \u201eMONTAG\u201c (1988), produziert von der Scala di Milano, \u201eDIENSTAG\u201c (1993) und \u201eFREITAG\u201c (1996) in der Oper Leipzig sowie \u201eSONNTAG\u201c (2011) von der Oper K\u00f6ln. Mit \u201eMITTWOCH\u201c pr\u00e4sentierte die Birmingham Opera Company den letzten Tag der Heptalogie \u201eLICHT\u201c 2012.<\/p>\n<p>Stockhausen, dessen Ziel es war, nach der Woche auch noch die Stunden des Tages, die Minute und die Sekunde zu musikalisieren, setzte sein Werk im Anschluss an \u201eLICHT\u201c mit dem Zyklus \u201eKLANG \u2013 Die 24 Stunden des Tages\u201c fort. Bis zu seinem Tod im Dezember 2007 komponierte er 21 Stunden, angefangen von der 1. Stunde \u201eHimmelfahrt\u201c bis zur 21. Stunde \u201eParadies\u201c.<\/p>\n<p>Karlheinz Stockhausen begann seine kompositorische Laufbahn Anfang der 1950er Jahre.<\/p>\n<p>1952 bis 1953 studierte er in Paris bei Olivier Messiaen und lernte hier <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Pierre_Boulez\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>Pierre Boulez<\/strong><\/a> kennen. Mit ihm und <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Luigi_Nono\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>Luigi Nono<\/strong><\/a> bildete Stockhausen, dessen erste Kompositionen der &#8222;punktuellen Musik&#8220; schon internationale Anerkennung gefunden hatten, in den 50er Jahren das sogenannte &#8222;Dreigestirn&#8220; der Neuen Musik. 1954 bis 1956 studierte Stockhausen noch Phonetik und Kommunikationsforschung bei Werner Meyer-Eppler an der Universit\u00e4t Bonn.<\/p>\n<p>Zun\u00e4chst vertonte Stockhausen haupts\u00e4chlich eigene Texte f\u00fcr Ch\u00f6re. Schlagartig bekannt wurde er nach der Urauff\u00fchrung von &#8222;Kreuzspiel&#8220; 1951. 1953 wurde er st\u00e4ndiger Mitarbeiter und 1963 Leiter des <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Studio_f\u00fcr_elektronische_Musik_(K\u00f6ln)\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>Studios f\u00fcr elektronische Musik des Nordwestdeutschen Rundfunks K\u00f6ln<\/strong><\/a>. Zwischen 1953 und 1956 entstanden dort mit den &#8222;Studien I und II&#8220; und &#8222;Gesang der J\u00fcnglinge&#8220; seine ersten elektronischen Kompositionen, die sp\u00e4ter zu den wichtigsten Arbeiten innerhalb der elektronischen Musik gerechnet wurden.<\/p>\n<p>Bei den <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Darmst\u00e4dter_Ferienkurse\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>Internationalen Ferienkursen in Darmstadt<\/strong><\/a> nahm Stockhausen 1951 bis 1974 und 1996 als Dozent f\u00fcr Komposition teil und stellte dort viele seiner Werke sowie musikalischen Ideen vor. Im September 1971 wurde er auf den Lehrstuhl f\u00fcr Komposition an der Staatlichen Hochschule f\u00fcr Musik in K\u00f6ln berufen. Dieses Amt gab er 1977 wegen der ausgedehnten Reise- und Konzertt\u00e4tigkeit auf. Er lehrte au\u00dferdem Komposition am Konservatorium in Basel (1963), an der University of Pennsylvania in Philadelphia (1964) sowie an der University of California in Davis (1966-1967). 1997 begannen in K\u00fcrten die j\u00e4hrlichen Stockhausen-Kurse f\u00fcr Komposition und Interpretation.<\/p>\n<p>Sein Ruhm als Klangerfinder und Sch\u00f6pfer k\u00fchner musikalischer Prozesse war im Jahre 1970 mit den Weltausstellungskonzerten im Kugelauditorium von Osaka endg\u00fcltig begr\u00fcndet. Er trug entscheidend zur Formulierung der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Serielle_Musik\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>seriellen Musik<\/strong><\/a> bei und bestimmte die Entwicklung der elektronischen Musik modellhaft mit. Zu seinen bahnbrechenden Verdiensten werden unter anderem die Verbindung von Musik und Raum sowie die Erforschung der neuen, den Tonh\u00f6hen in der Zw\u00f6lftonmusik entsprechende, systematische Organisation der Tondauern gerechnet.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/player.vimeo.com\/video\/75855036?title=0&amp;byline=0&amp;portrait=0\" width=\"600\" height=\"338\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<p><em>Stockhausen music and cosmology<br \/>\nThe Space<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die K\u00f6lner &#8222;Originale&#8220;, &#8222;Hymnen&#8220;, &#8222;Stimmung&#8220;, &#8222;Sternklang&#8220;, &#8222;Am Himmel wandre ich&#8220; &#8211; Stockhausen wandte sich zunehmend Kompositionsformen zu, deren kosmische Aspekte bereits im Titel deutlich wurden. Wesentlich wurde die Begegnung mit Ostasien, Japan und dem Zen-Buddhismus. &#8222;Musik als Tor zum Spirituellen&#8220; \u00fcberschrieb Michael Kurtz, der Autor der ersten Stockhausen-Biographie, die Jahre 1970 bis 1974 und setzte als Motto Stockhausens Wort dar\u00fcber: &#8222;Das Essenzielle meiner Musik ist immer religi\u00f6s und spirituell, das Technische ist nur Erl\u00e4uterung.&#8220; Damals kam es auch zum Bruch mit der Linken, die sich vom Verfasser komponierter Tr\u00e4ume und Gebete wegen seines Mystizismus und angeblich autorit\u00e4ren Gebarens abwandten.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img srcset=\"https:\/\/www.burg-halle.de\/id-neuwerk\/unerhoertetoene\/wp-content\/uploads\/sites\/57\/2019\/08\/karlheinz_stockhausen_osaka_kuppelauditorium-750x750.jpg 750w, https:\/\/www.burg-halle.de\/id-neuwerk\/unerhoertetoene\/wp-content\/uploads\/sites\/57\/2019\/08\/karlheinz_stockhausen_osaka_kuppelauditorium-750x750-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.burg-halle.de\/id-neuwerk\/unerhoertetoene\/wp-content\/uploads\/sites\/57\/2019\/08\/karlheinz_stockhausen_osaka_kuppelauditorium-750x750-300x300.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-113\" src=\"https:\/\/www.burg-halle.de\/id-neuwerk\/unerhoertetoene\/wp-content\/uploads\/sites\/57\/2019\/08\/karlheinz_stockhausen_osaka_kuppelauditorium-750x750.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"600\"   \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In einem von Stockhausen entworfenen <a href=\"https:\/\/blog.berlinerfestspiele.de\/karlheinz-stockhausen-und-fritz-bornemann\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>Kugelauditorium<\/strong><\/a> wurden w\u00e4hrend der Weltausstellung Expo\u201970 in Osaka, Japan, mit 20 Instrumentalisten und S\u00e4ngern 183 Tage 5\u00bd Stunden t\u00e4glich die meisten der bis 1970 komponierten Werke Stockhausens f\u00fcr \u00fcber eine Million Zuh\u00f6rer aufgef\u00fchrt. Stockhausen hatte mehrere Gastprofessuren in der Schweiz, in den USA, Finnland, Holland und D\u00e4nemark inne. 1971 wurde er zum Professor f\u00fcr Komposition an der Hochschule f\u00fcr Musik K\u00f6ln\u00a0berufen.\u00a0Karlheinz Stockhausen Entwicklung als\u00a0Komponist\u00a0ist gekennzeichnet\u00a0durch makellose Integrit\u00e4t und nie endende Kreativit\u00e4t, und dadurch, dass er \u00fcber\u00a050 Jahre an der vordersten Front der musikalischen Entwicklung gestanden hat.<\/p>\n<p>(text aus <a href=\"https:\/\/www.berlinerfestspiele.de\/de\/berliner-festspiele\/programm\/bfs-kuenstler\/bfs_kuenstler_detail_49246.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>berliner-festspiele\/programm<\/strong><\/a>)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/player.vimeo.com\/video\/353781291?color=ffffff&amp;title=0&amp;byline=0&amp;portrait=0\" width=\"600\" height=\"338\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Oper\u00a0\u201eAus Licht\u201c<\/strong><br \/>\nvon Stockhausen an der Dutch National Opera<\/p>\n<p>\u201eAus Licht\u201c von Karlheinz Stockhausen ist ein Werk, das jeden Rahmen sprengt: Ein Zyklus von sieben radikalen Opern \u2013 bislang noch nie ungek\u00fcrzt aufgef\u00fchrt. Die Dutch National Opera pr\u00e4sentiert ein Kondensat, das dennoch drei Auff\u00fchrungstage in Anspruch nahm.<\/p>\n<p>quelle: <a href=\"https:\/\/www.arte.tv\/de\/videos\/089150-001-A\/aus-licht-von-stockhausen-an-der-dutch-national-opera\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>arte.tv\/de\/videos<\/strong><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/player.vimeo.com\/video\/354307490?title=0&#038;byline=0&#038;portrait=0\" width=\"600\" height=\"450\" frameborder=\"0\" allow=\"autoplay; fullscreen\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<p><em>Momente (black and white film by G\u00e9rard Patris, 1965)<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Momente<\/strong> (1962\/1969)<\/p>\n<p>Momente ist ein Werk des deutschen Komponisten Karlheinz Stockhausen, das zwischen 1962 und 1969 entstanden ist und f\u00fcr Solosopran, vier gemischte Ch\u00f6re und dreizehn Instrumentalisten (vier Trompeten, vier Posaunen, drei Schlagzeuger und zwei elektrische Keyboards) aufgef\u00fchrt wurde. Als &#8222;Kantate mit radiophonen und theatralischen Obert\u00f6nen&#8220; wird sie vom Komponisten als &#8222;praktisch eine von ihren K\u00fcken umgebene Oper von Mutter Erde&#8220; beschrieben. Es war Stockhausens erstes St\u00fcck, das nach den Prinzipien der modularen \u00dcbertragbarkeit komponiert wurde, und seine erste musikalische Form, die sich aus Kategorien von Empfindung oder Wahrnehmung und nicht aus numerischen Einheiten der musikalischen Terminologie ableitet, was eine wesentliche Ver\u00e4nderung des musikalischen Ansatzes des Komponisten gegen\u00fcber den abstrakten Formen der 1950er Jahre darstellt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.burg-halle.de\/id-neuwerk\/unerhoertetoene\/wp-content\/uploads\/sites\/57\/2019\/08\/Momente-formscheme.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img srcset=\"https:\/\/www.burg-halle.de\/id-neuwerk\/unerhoertetoene\/wp-content\/uploads\/sites\/57\/2019\/08\/Momente-formscheme.jpg 821w, https:\/\/www.burg-halle.de\/id-neuwerk\/unerhoertetoene\/wp-content\/uploads\/sites\/57\/2019\/08\/Momente-formscheme-300x209.jpg 300w, https:\/\/www.burg-halle.de\/id-neuwerk\/unerhoertetoene\/wp-content\/uploads\/sites\/57\/2019\/08\/Momente-formscheme-768x535.jpg 768w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone wp-image-170\" src=\"https:\/\/www.burg-halle.de\/id-neuwerk\/unerhoertetoene\/wp-content\/uploads\/sites\/57\/2019\/08\/Momente-formscheme.jpg\" alt=\"\" width=\"750\" height=\"523\"   \/><\/a><\/p>\n<p><em>Momente Formschema<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In jeder Auff\u00fchrung kommen vier Sprachen vor: die deutschen Texte sollen in der Landessprache des auff\u00fchrenden Ensembles gesungen werden und einige \u2013 in der Partitur bezeichnete \u2013 Stellen in einer ersten, zweiten und dritten Fremdsprache.<\/p>\n<p>1. Das Hohelied Salomos. (Das Alte Testament nach der \u00dcbersetzung Martin Luthers).<\/p>\n<p>2. Stellen aus einem Brief Mary Bauermeisters.<\/p>\n<p>3. Einige Ausrufe von den Trobriand Inseln, Britisch Neuguinea (aus Bronislaw Malinowski: The Sexual Life of Savages in North-Western Melanesia. New York: Harcourt, Brace &amp; World, Inc., 1929).<\/p>\n<p>4. Ein Zitat von William Blake: &#8222;He who kisses the joy as it flies lives in Eternity&#8217;s sunrise.&#8220; gefunden im &#8222;Prelude&#8220; des Buches Man&#8217;s Emerging Mind by N. J. Berill, New York: Fawcett World Library, 1955.<\/p>\n<p>5. Namen aus M\u00e4rchen, selbstgebildete Namen, Rufe.<\/p>\n<p>6. Publikumsreaktionen (Zurufe, Phrasen).<\/p>\n<p>7. Selbstgebildete onomatopoetische W\u00f6rter und rein phonetisch gebildete Nonsens-Silben.<br \/>\n<div class=\"_df_thumb \" id=\"df_285\"  wpoptions=\"true\" thumb=\"https:\/\/www.burg-halle.de\/id-neuwerk\/unerhoertetoene\/wp-content\/uploads\/sites\/57\/2019\/08\/stockhausen_MOMENTE_Titel_partitur.jpg\" thumbtype=\"img\" >stockhausen momente<\/div><script data-cfasync=\"false\">var option_df_285 = {\"outline\":[],\"forceFit\":\"true\",\"autoEnableOutline\":\"false\",\"autoEnableThumbnail\":\"false\",\"overwritePDFOutline\":\"false\",\"direction\":\"1\",\"pageMode\":\"0\",\"source\":\"https:\\\/\\\/www.burg-halle.de\\\/id-neuwerk\\\/unerhoertetoene\\\/wp-content\\\/uploads\\\/sites\\\/57\\\/2019\\\/08\\\/stockhausen_MOMENTE_Vorwort_partitur.pdf\",\"wpOptions\":\"true\"}; if(window.DFLIP && DFLIP.parseBooks){DFLIP.parseBooks();}<\/script><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Vorwort zur Partitur von \u201eMomente\u201d<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; \u201eKontakte\u201c von Karlheinz Stockhausen Pianist Pierre-Laurent Aimard und Schlagzeuger Dirk Rothbrust pr\u00e4sentierten am 22. 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