{"id":576,"date":"2019-12-01T20:40:01","date_gmt":"2019-12-01T19:40:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.burg-halle.de\/id-neuwerk\/unerhoertetoene\/?p=576"},"modified":"2026-04-28T02:08:20","modified_gmt":"2026-04-28T00:08:20","slug":"576","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.burg-halle.de\/id-neuwerk\/unerhoertetoene\/2019\/12\/01\/576\/","title":{"rendered":"<br>Trautonium \u2013 Vorl\u00e4ufer des Synthesizer"},"content":{"rendered":"<p><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/player.vimeo.com\/video\/365497152?title=0&amp;byline=0&amp;portrait=0\" width=\"600\" height=\"338\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<p><em>Das Trautonium<\/em><br \/>\n<em> vorgestellt von Peter Pichler<\/em><\/p>\n<p>In den zwanziger Jahren war Paul Hindemith ma\u00dfgeblich an der Erfindung des Trautoniums beteiligt &#8211; dem weltweit ersten elektronischen Musikinstrument. Im Kuhirtenturm in Sachsenhausen, einst Wohnst\u00e4tte des Komponisten, gab Peter Pichler ein Konzert auf dem legend\u00e4ren Instrument.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Das Trautonium,<\/strong><br \/>\nbenannt nach seinem Erfinder, Friedrich Trautwein (1888\u20131956), ist als elektronisches Musikinstrument ein Vorl\u00e4ufer der heutigen Synthesizer.<\/p>\n<p>1930 entwickelte Trautwein zusammen mit Oskar Sala (1910\u20132002) den ersten Prototypen des Instrumentes.\u00a0Eine kleine Serie (200 St\u00fcck) Trautonien f\u00fcr Hausmusik wurde dann von Telefunken gebaut, bekannt geworden als \u201eVolkstrautonium\u201c. Aufgrund des f\u00fcr damalige Verh\u00e4ltnisse stolzen Preises war es kein Markterfolg und wurde nicht fortgesetzt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/player.vimeo.com\/video\/365507178?title=0&amp;byline=0&amp;portrait=0\" width=\"600\" height=\"450\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<p><em>Das magische Band (1959)<\/em><br \/>\n<em> Regie: Ferdinand Khittl, Kamera: Ronald Martini<\/em><\/p>\n<p>Sequence aus dem BASF Industriefilm &#8222;Das magische Band&#8220; (Deutschland 1959). Oskar Sala, Pionier der elektronischen Musik, spielt auf dem von ihm konstruierten Mixtur-Trautonium.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Oskar Sala wurde der bedeutendste Interpret des Trautoniums, das er nach der Trennung von Trautwein zum zweimanualigen Mixturtrautonium weiterentwickelte. Auf diesem Ger\u00e4t ist die Untertonreihe, die nur in klingenden Platten oder Glocken nat\u00fcrlich ert\u00f6nt, realisierbar. Es erlaubt viele Variationen der Klangfarbensynthese \u2013 Abklingvorrichtung, Rauschgenerator und Frequenzumsetzer erm\u00f6glichen feinste Nuancierungen.<\/p>\n<p>Mit dem Einsatz f\u00fcr die Filmmusik zu Alfred Hitchcocks Die V\u00f6gel erlangte das Instrument Bekanntheit \u00fcber die Musikszene hinaus.<\/p>\n<p>Oskar Sala entwickelte das Mixturtrautonium weiter, bildete jedoch keine Sch\u00fcler aus. 1988 wurde ein junger M\u00fcnchner Musiker, Peter Pichler, auf das Instrument aufmerksam. 1996 besuchte Pichler Oskar Sala.<\/p>\n<p>Nach seiner Forschung \u00fcber und mit dem Instrument gab Pichler 2009 ein Mixturtrautonium bei der Firma Trautoniks in Auftrag. Seit dieser Zeit bestreitet Peter Pichler regelm\u00e4\u00dfig Auftritte in verschiedenen musikalischen Genres auf dem Mixturtrautonium.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/player.vimeo.com\/video\/365497913?title=0&amp;byline=0&amp;portrait=0\" width=\"600\" height=\"450\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<p><em>Oskar Sala &#8211; Mixtur-Trautonium<\/em><br \/>\n<em> Klang und Verwendung<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Ausschnitt aus der Sendereihe &#8222;Musikinstrumente und ihre Geschichte&#8220; (Folge 1 &#8211; Synthesizer) des NDR aus dem Jahr 1986. Oskar Sala schildert die Arbeitsweise mit dem von ihm entwickelten Mixtur-Trautonium in seinem Studio f\u00fcr elektronische Musik, das sich im Haus Mars-Film (Geb\u00e4ude der ehemaligen Reichsfilmstelle in Berlin-Ruhleben) befand. Ausserdem erl\u00e4utert er die elektroakustischen Funktionen des in R\u00f6hrentechnik realisierten Musikinstruments und veranschaulicht dies an Hand von Klangbeispielen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Trautonium vorgestellt von Peter Pichler In den zwanziger Jahren war Paul Hindemith ma\u00dfgeblich an der Erfindung des Trautoniums beteiligt &#8211; dem weltweit ersten elektronischen Musikinstrument. 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