Die Burg
eine
Insel?
Intervention zur kritischen Auseinandersetzung mit der Hochschule in der NS-Zeit
In Rückblicken auf die Zeit des Nationalsozialismus findet sich die Erzählung von der „Burg als Insel“. Selbst mitten im Krieg habe man von Politik nichts mitbekommen, berichtet eine ehemalige Schülerin. Die Behauptung, die deutsche Bevölkerung habe von alltäglicher Ausgrenzung, Enteignung, Verfolgung und Ermordung von Menschen mit Behinderungen, von politischen Gegner*innen sowie vom Genozid an Jüdinnen und Juden, Sinti*zze und Rom*nja und weiteren Verbrechen nichts gewusst, ist eine bis heute wirksame Erzählung der Schuldabwehr in der postnationalsozialistischen Gesellschaft.
In kleinerem
Kreise
①
Blauwagen, Rosengarten,
Campus Kunst,
Unterburg Giebichenstein
„Von ehemaligen Schülern dieser Zeit wird überliefert, dass die Burg eine Insel und von Politik nichts zu merken gewesen sei. Es wurden Stücke aufgeführt, Lesungen veranstaltet und in kleinerem Kreise Feste [...] gefeiert.“ So heißt es in einer Publikation zum 100. Jubiläum der BURG 2015. Eine Doppelseite zeigt Fotografien von Festen an der Hochschule zwischen 1937 und 1942: Erntedankfeiern in der Emailklasse und „Drachenfeste“, bei denen die Lehrenden und Schüler*innen gemeinsam Drachen basteln und auf den Brandbergen steigen lassen.
Beitrag von Linda Conze
Schöne Erinnerungen?
Fotografien von Festen
aus der Zeit des
Nationalsozialismus
Dicht gedrängt sitzen junge Menschen um zwei improvisierte Kaffeetafeln, auf denen Kerzen brennen und Gebäck verteilt ist; einige der Anwesenden sind ganz ins Essen vertieft und kauen versonnen vor sich hin. Wer nicht gerade den Mund voll hat, unterhält sich. Manche entdecken den Fotografen oder die Fotografin und schauen in die Kamera. Die Szene zeigt Geselligkeit, man ist einander vertraut, genießt das feierliche Beisammensein. Auf den ersten Blick ist das Foto nicht ganz leicht zu datieren. Es stammt aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, so viel ist klar, aber ob es jetzt 1927, 1935 oder 1948 entstanden ist? Nur ein einziges Detail verspricht einen Hinweis. In der Ecke des Raums sitzt ein junger Mann zwischen zwei Frauen, der eine Uniform trägt. Allem Anschein nach handelt es sich um die Kluft der Hitler-Jugend. Man muss genau hinschauen, um den Jungen in der Menge zu entdecken. Wahrscheinlicher ist es, dass man ihn übersieht.
Fotografien wie diese, die festliches Miteinander zeigen, an Feiertagen, Jubiläen, Geburtstagen, finden sich unzählige in der fotografischen Überlieferung des Nationalsozialismus. Sie werden in Archiven bewahrt, und öfter noch in privaten Haushalten. Während viele Bilder aus der Zeit zwischen 1933 und 1945 nachträglich aus Fotoalben entfernt wurden, um die eigene Lebensgeschichte von den Geschehnissen des sogenannten Dritten Reichs reinzuwaschen, haben diese Bilder überdauert. Oft geben sie ihren Besitzer*innen oder deren Nachfahren bis heute Anlass, sich vergangene schöne Zeiten vor Augen zu führen.
Von der Schule
nach wie
vor abgelehnt
②
Studieninfozentrum,
Kutscherhaus,
Campus Design, Neuwerk 7
1937 wird die Bewerberin Alice Wertheim von der BURG abgelehnt. Der Stadtschulrat betont, dass sie als „Halbjüdin“ den „besonderen Charakter dieser Schule“ stören würde. Es entwickelt sich ein umfangreicher Schriftwechsel, in den unter anderem der Minister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung und der Oberbürgermeister eingebunden sind. Auch als der Regierungspräsident die Ablehnung mit Verweis auf die geltenden Gesetze für unrechtmäßig erklärt, bleibt man dabei: „von der Schule nach wie vor abgelehnt“.
Beitrag von Christina Brinkmann
In vorauseilendem Antisemitismus: Der Ausschluss Alice Wertheims von der BURG 1937
Es wäre falsch, Antisemitismus in der NS-Zeit als eine nur von außen kommende Direktive für die BURG darzustellen. Stattdessen wurde er aus dem Selbstverständnis der Schule begründet und von Angehörigen der Schule betrieben. Das zeigt die Abweisung der Bewerberin Alice Wertheim im Jahr 1937. Der dazu im Stadtarchiv Halle erhaltene Schriftverkehr enthält die Anfrage eines Dr. Oettinger, der die Handwerkerschule darum ersucht, Alice Wertheim als Schülerin aufzunehmen. Sehr wahrscheinlich handelt es sich um Dr. Kurt Oettinger (1877–1942), der als Jurist in Berlin lebte und wegen seiner eigenen jüdischen Wurzeln später ebenfalls diskriminiert wurde und sich 1942 aufgrund der Verfolgung das Leben nahm.
„Die künstlerische Arbeit unserer Anstalt verlangt eine
ganz besonders vertrauenserweckende Betätigung des
Gemeinschaftsgeistes und der berufsmässigen und
künstlerisch zuverlässigen Kameradschaft. Fremder
Einfluss und fremdrassige Betätigung kann auf diesen
Geist und auf seine künstlerische Produktion nur
schädigend und hemmend wirken.“
Auf mehrfache Nachfrage Dr. Oettingers wird immer wieder der „besondere Charakter dieser Schule“ betont, der durch Alice Wertheim als „Halbjüdin“ gestört würde. Auch als der Regierungspräsident die Ablehnung mit Verweis auf die geltenden Gesetze für unrechtmäßig erklärt, bleibt man dabei: „von der Schule nach wie vor abgelehnt“.⁵ Hier handeln die städtischen und schulischen Verantwortlichen noch antisemitischer als es das rechtliche Maß der Zeit vorgibt. 1942 antwortet die Meisterschule des Deutschen Handwerks auf Burg Giebichenstein dann auf die ministerielle Aufforderung, namentlich mitzuteilen, welche „Mischlinge 1. und 2. Grades“ sich bei ihnen in Ausbildung befinden – im Gegensatz zu den anderen betreffenden Schulen in der Stadt – mit: „Fehlanzeige“.⁶
Alles, was wir bisher über Alice Wertheim wissen, wissen wir aus diesem administrativen Schriftverkehr. Dabei sollte der antisemitische Ausschluss heute eigentlich Anlass geben, sich ihm – zumindest symbolisch – entgegenzustellen. Ansonsten wird die Betroffene wieder ausgeschlossen, diesmal aus dem Gedächtnis der Institution. Viele Schulen und Universitäten haben in den letzten Jahrzehnten Aufwand betrieben, verfolgten Lehrenden und Schüler*innen zu gedenken. Der „Fall“ Alice Wertheim zeigt, dass es eine Gedenkarbeit gibt, die noch darüber hinaus gehen muss. Denn nicht nur ist die Frage zu stellen: Wer durfte nicht mehr an der Schule sein? Sondern auch: Wer wurde erst gar nicht zum Schulbesuch zugelassen? Und damit: Wie wurde hier ein Lebensweg an einem entscheidenden Punkt radikal negativ beeinflusst? Was wurde Alice Wertheim verunmöglicht? Noch vor Verfolgung und Ermordung stehen, wie in ihrem Fall, so viele verhinderte Träume, Wünsche, Potenziale, Entscheidungen. Ohne die Phänomene gleichsetzen zu wollen, werden heutige Studierende sich an ihre eigene Aufnahmesituation an der BURG erinnern, mit Mappe und Gespräch. Was wäre, wenn diese so vollständig durch Diskriminierung geprägt gewesen wäre?
[...] gewebt:
1945–1947
③
Weberei,
Textilmanufaktur, Treppenhaus,
Campus Design,
Neuwerk 7
„Musterstreifen gewebt vom 15.4. – 10.5.44“ lautet der erste Eintrag in dem Werkstatttagebuch, „10 Drehertücher gewebt vom 7.1. – 3.2.47“ der letzte. Dazwischen: sorgfältig eingeklebte und beschriftete Textil- und Webproben. Über fast 3 Jahren hinweg dokumentiert eine Schülerin der BURG ihren Arbeitsprozess in der Weberei.
Beitrag von Michael Viebig
Kultur im Krieg –
Halle 1944/1945
Wie erlebte eine Schülerin ihre Zeit an der Burg Giebichenstein, während der Zweite Weltkrieg bereits fünf Jahre andauerte und sich die Möglichkeiten für Kunst und Kultur immer mehr verringerten? Was bekam sie mit von all den Dingen, die um sie herum in der Stadt Halle und den Vororten passierten? Wie reagierte sie darauf, mit wem tauschte sie sich aus? Wir wissen es nicht, aber es lohnt sich, an einige Ereignisse zu erinnern, die in der Zeit ab April 1944 – dem Beginn der Lehre von Ruth B. (1929 – 2024) in der Fachklasse für Handweberei an der Burg Giebichenstein – bis Kriegsende stattfanden.
1944 gab es Möglichkeiten, dem Krieg wenigstens für Stunden zu entfliehen. Die Informationen darüber sind außerordentlich lückenhaft und lassen dennoch die Bandbreite der Angebote erahnen. So informierte das Städtische Vortragsamt Halle im Frühjahr 1944 über eine Vortragsreihe, die unterschiedliche Interessen bediente. Lichtbildervorträge in Gebäuden der Universität – wahrscheinlich im „Auditorium maximum“ im Melanchthonianum oder in der Aula des Löwengebäudes – befassten sich mit Themen wie „Die deutsche Kunst und die nordischen Länder“ (Prof. Stange, Bonn), „Deutsche Kunst des 18. Jahrhunderts“ (Prof. Brinckmann, Frankfurt/ Main) und den Selbstbildnissen Rembrandts (Prof. Kurth, Berlin)¹⁰. Eher musikalisch Interessierte dürften sich – ebenfalls in der Universität – an bekannten Klaviersonaten Beethovens, dargeboten von dem Konzertpianisten Springfeld oder einen Tag später, einem Samstag, dem von Erläuterungen am Flügel unterlegten Vortrag „Tanz und Fuge in der Musik Joh. Seb. Bachs“ des Erlanger Professors Steglich erfreut haben.¹¹ Für die meisten der Veranstaltungen waren Eintrittskarten notwendig, die aber oft den mehr symbolischen Preis von einer Reichsmark kosteten. Der Durchschnittslohn eines Facharbeiters lag 1944 bei 180 Reichsmark. Auch diejenigen, die weniger verdienten, sollten sich offenbar die kulturelle Abwechslung leisten können.
Mit einer kostenlosen und öffentlichen Vortragsreihe beabsichtigte das Rektorat der Universität im Sommer 1944 seine „Verbundenheit mit der Bevölkerung zum Ausdruck [zu] bringen“. Es galt, würdevoll eines großen Ereignisses zu erinnern: des 250. Gründungsjubiläums der Martin-Luther-Universität Halle. Ins Leben gerufen 1694 als Friedrichs-Universität, trug sie seit 31. Oktober 1933 den Namen des bedeutendsten deutschen Reformators.¹² Die Vorträge im Melanchthonianum beschäftigten sich mit Hölderlin, Thomasius und August Hermann Niemeyer, nahmen aber auch ein medizinisches Phänomen in den Blick: „Das Problem der Ermüdung“ (Geheimer Medizinalrat Professor Dr. Dr. Abderhalden).¹³
In den Monaten Juli und August 1944 kündigten die Konzertveranstalter für die Spielzeit 1944/45 sechs Sinfoniekonzerte des Städtischen Orchesters unter Leitung von Musikdirektor Arthur Grüber an. Namhafte Solisten seien verpflichtet, klassische ebenso wie moderne Musik vorgesehen. Stammkarten-Inhaber sollten ihre Anrechte rechtzeitig erneuern lassen. Dasselbe galt für die „Theaterring-Teilnehmer“. Die Erneuerung des Anrechts sowie „Neuanmeldungen soweit Platz vorhanden“ konnten in der „K.d.F.-Dienststelle“ in der Großen Ulrichstraße 26 realisiert werden.¹⁵ Die im November 1933 gegründete K.d.F. („Kraft durch Freude“) bildete die größte Freizeitorganisation des NS-Regimes und sollte neben Freizeit- und Urlaubsangeboten für die (deutsche) arbeitende Bevölkerung vor allem durch thematisch auf absolute Zustimmung für das Regimes ausgerichtete Kulturangebote sorgen. Ob alle sechs angekündigten Konzerte noch stattgefunden haben, ist zu bezweifeln. Das nahende Kriegsende im Frühjahr 1945 dürfte zur Absage vieler geplanter Veranstaltungen geführt haben.
Aber das Nest
war [...] noch
schön warm
④
Gießerei, Westflügel, UG, Campus Kunst
④
Keramikwerkstatt, Südflügel, EG, Campus Kunst, Unterburg Giebichenstein
Viele der Werkstätten am Kunstcampus sind seit den 1920er-Jahren bis heute in denselben Räumen untergebracht. Der räumlichen Kontinuität stehen jedoch personelle Brüche gegenüber: 1933 werden mehrere Lehrende von der Schule entlassen. Unter ihnen ist Marguerite Friedlaender, die gemeinsam mit ihrem Mann Franz Rudolf Wildenhain die Töpfereiklasse leitete. Nach Friedlaenders Ausschluss verlassen sie die BURG und emigrieren zunächst in die Niederlande. Hubert Griemert profitiert von ihrem Weggang und übernimmt später die Klassenleitung. In der Bildhauerei wird Gerhard Marcks entlassen, Gustav Weidanz bleibt an der BURG.
„Vor einem Monat haben wir Gustav W. sowie Herrn Griemert
mitgeteilt, dass unsere Massen, Glasuren, Modelle etc. unser
geistiges Eigentum sind und dass wir hoffen, dass sie soviel
Anstand, Fantasie und Talent besitzen, um nicht nötig zu
haben unsere Sachen zu gebrauchen. Bisher haben diese
cochons noch nichts hören lassen. Deutsche Mannen! ‚Tief und
innig‘ Rasse ‚rein‘ und zusammen 2,05 meter. Marguerite will
an Kobe schreiben ob der da nicht mal nachsehen kann ob da
nicht die arische Linie verfälscht wird.
‚Mit deutschem
Gruß‘...R.“
Brief von Franz Rudolf Wildenhain an Gerhard Marcks,
23.08.1933²
„Von Griemert bekamen wir dieser Tage einen Brief. Also er
macht nicht unsere Modelle weiter, also das wäre in Ordnung.
Gustav, der Leiter der Werkstatt, hat seit dem 1. Juli noch
nicht reingeguckt, dafür steckt der Prof. mit der arischen
Grossmutter auf alte Wikingerart den Gehalt und Prozente
ein! Trotzdem erscheint uns das Bleiben von Griemert
characterlos. Er hat über drei Jahre bei uns gearbeitet, ich
habe ihm alle unsere Massen und Glasurenzusammensetzungen
anvertraut (im Vertrauen auf seinen Anstand). Es ist
natürlich allzu billig jetzt zu sagen, ‚neue Glasuren‘ indem
er unsere ein wenig verändert. Umso mehr als er im Laufe der
3 Jahre nicht eine einzige Glasur gemacht hat, obwohl ich
ihn oft dazu aufgefordert habe. Das war der einzige,
nationale Mann in unserer Werkstatt! Die charactervolleren
und nicht kleinmütigen sind abgerückt, aber das Nest war für
Griemert noch schön warm.
Merde?
merde!“
Brief von Franz Rudolf Wildenhain an Gerhard Marcks,
28.08.1933²
Beitrag von Christina Brinkmann
Personelle Kontinuitäten und Brüche an der BURG 1933
Im Jahr der nationalsozialistischen Machtübernahme kündigt das Magistrat der Stadt Halle, die zur Hälfte Trägerin der Schule ist, ab Mai 13 Lehrenden. Unter ihnen sind viele, die Mitte der 1920er Jahre vom Bauhaus an die BURG gekommen waren, wie die Textilkünstlerin Benita Koch-Otte und der Bildhauer Gerhard Marcks. Nach welchen Kriterien die Gekündigten ausgewählt wurden, ist heute keinesfalls klar rekonstruierbar. Die Kündigungen wurden offiziell als „Sparmaßnahme“ deklariert und fallen auch tatsächlich in jahrelang geführte Spardebatten, in denen nicht nur Kürzungen, sondern auch die Schließung der Schule diskutiert wurde. Gleichzeitig waren sie sicherlich auch politisch motiviert und dienten als Signal, dass man die BURG aktiv im Sinne des Nationalsozialismus umgestalte. Relevant ist hier vielleicht gar nicht so sehr, was genau passierte. Sondern dass Veränderungen getätigt wurden, die als eine aktive Anpassungsleistung an die neuen Machthaber interpretiert werden konnten. Zudem zeigen Archivunterlagen, dass auch die Gekündigten den Nationalsozialismus nicht nur passiv erfuhren und erlitten: zahlreiche Briefe sind überliefert, in denen Lehrende und ihre Angehörigen bei teils hohen Stellen und Funktionären gegen die Entlassungen protestieren, oft mit der Betonung ihrer politischen Eignung für das nationalsozialistische Deutschland. Diese Schreiben sind Spuren der Selbstmobilisierung der Akteure und waren im Fall von Dorothea Freise sogar erfolgreich: ihre Kündigung wird letztlich zurückgenommen.
„Nearly seven years in Halle passed, but I do not
know how many more years I might have been there, if by
then the Nazi presence had not become most menacing.
Everywhere schools were being purged of so-called
‚non-Aryan‘ teachers, etc., until one day the mayor of
our city came to me, and with tears in his eyes, asked
me if I would do him the painful favor to resign. I was
the only Jewish teacher at Burg Giebichenstein, and he
hoped to be able to save the school if I would leave. I
did not hesitate one minute, and left the next day after
having said goodbye to my students and helpers.“¹⁶
Marguerite Friedlaender emigrierte zunächst in die Niederlande, wo sie versuchte mit ihrem Mann Franz Rudolf Wildenhain, der als Töpfer an der BURG von den Kündigungen betroffen war, eine private Keramikwerkstatt aufzubauen. 1940 floh sie weiter in die USA, dort prägte sie in den nächsten Jahrzehnten maßgeblich die Künstlerkeramik.
Mit leisem
Druck durch
die Lehrer
⑤
Bibliothek, Campus Design, Neuwerk 7
Im Hochschularchiv wird ein Dokument aufbewahrt, das den antisemitischen Ausschluss von drei Schülerinnen belegt. Neben zwei jüdischen Lehrpersonen, der Keramikerin Marguerite Friedländer und der Färberin Lotte Peters, mussten 1933 bis 1934 auch drei Schülerinnen die Schule verlassen. Eine handschriftliche Notiz auf der Rückseite deutet darauf hin, dass der Ausschluss im Wissen der Beteiligten und dennoch „leise“ erfolgen sollte.
Impressum
Diese Seite ist Teil des Ausstellungsprojekts „Die
Burg eine Insel?“ zur kritischen Auseinandersetzung mit der
Hochschule in der NS-Zeit, unterstützt durch das Rektorat
der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle
Kuration, Konzept und Idee:
Forschungsarbeit:
Mit Textbeiträgen von:
Abbildungen:
Betreuung des Projekts:
Gestaltung:
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Die Ausstellungsdisplays basieren auf dem Konzept des neuen Orientierungssystems der BURG. Zur Jahreausstellung wird das Konzept ausgestellt im Designhaus, Haus 2, 1. OG, Foyer (Sneak Peek Event: Samstag, 16–17 Uhr)
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