„Der Verborgenheit abgerungen“ / „Eine Bewegung suchen“
Anton Wilhelm Amo aus Guinea in Afrika, Wissenschaftler zur Zeit der Aufklärung in Halle

Interdisziplinäre künstlerische Praxis / Seminar mit Stefanie Bognitz (MLU), Stella Geppert, Magdalena Rude und Susanne Weiß (BURG, QPL) / Mittwochs 10–12.15 Uhr (6 Termine), Exkursion nach Braunschweig 19.–21. Juni sowie ein 2-tägiger Workshop (Termin folgt) / Das 1. Treffen findet bereits am Dienstag, den 31. März (10–14 Uhr) statt / Lehrveranstaltungsort: +Olearius, Oleariusstraße 09, Halle / Anmeldung bis Sonntag, den 22. März 2020 an rude@burg-halle.de

Eintragung Anton Wilheilm Amos in die Matrikel der Universität Wittenberg am 2. September 1730 sowie Unterschrift A. W. Amos auf einer Quittung vom 23. April 1720 (Collage)

Im Format einer semesterübergreifenden, recherchebasierten Lehrveranstaltung entwickelt das Seminar künstlerische und wissenschaftliche Betrachtungsweisen zu den Spuren Anton Wilhelm Amos (1703-1759) in Halle. Unter Leitung von Stefanie Bognitz (MLU), Stella Geppert (Burg Giebichenstein Kunsthochschule, BURG), Magdalena Rude (BURG) und Susanne Weiß (BURG, QPL) ist diese Veranstaltung für Studierende der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle und des Seminars für Ethnologie der Universität Halle konzipiert. Auf Einladung des Kunstvereins Braunschweig wird auf einer zweitägigen Tagung (20./21. Juni) im Rahmen der Ausstellung „THE FACULTY OF SENSING – Thinking With, Through, and By Anton Wilhelm Amo“ im Kunstverein Braunschweig ein interdisziplinärer Beitrag präsentiert, der diese Auseinandersetzung von Halle nach Braunschweig überträgt.

Ein vermeintlicher Erinnerungsort Anton Wilhelm Amos in Halle stellt die Bronzeskulptur „Freies Afrika“ (1963/1965) des Hallenser Bildhauers Gerhard Geyer dar. In direkter Nähe zur Aula und dem Robertinum der Universität Halle, an der Amo von 1736 bis 1738 gelehrt hat - ist er dort nicht entsprechend seiner Bedeutung repräsentiert, anders als andere Gelehrte. Beispielhaft seien hier nur die Namensgeber des Melanchthonianums oder des Thomasianums am Universitätsplatz erwähnt.

Über Irrwege fanden die Skulptur und eine Gedenkplatte zu Anton Wilhelm Amo eine lokale Zusammenkunft. Denn, „Freies Afrika“ ging nicht, wie von den Funktionären des zentralen Politbüros der DDR vorgesehen, als Geschenk im Geiste der Unabhängigkeitsbewegungen nach Accra, sondern verblieb am Ort ihrer Entstehung und bekam kurzerhand einer neue Bedeutung zugeschrieben – dem Gedenken des Wissenschaftlers Anton Wilhelm Amo, erster Student und Alumnus afrikanischer Herkunft an der Universität Halle. Durch diese Umwidmung erlangte die Skulptur eine neue Bedeutung, deren Ambivalenzen und Zusammenhänge wir nachgehen möchten.

Welche künstlerischen, archivarischen und ethnologischen Herangehensweisen sind möglich, um Erkenntnisse über die Biografie Anton Wilhelm Amos zu erlangen? Welche Medien können verdeckte Spuren der wissenschaftlichen Arbeit, des Denkens und Wirkens Amos sichtbar werden lassen?

 

„Burg gestaltet!" – ein Projekt des gemeinsamen Bund-Länder-Programms für bessere Studienbedingungen und mehr Qualität in der Lehre, des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle. 

+Olearius wird mit freundlicher Unterstützung der HWG gefördert / weitere Informationen siehe unter: www.oleariusstrasse.de

 

Veranstaltungsart und -methodik / Lehrinhalte

Interdisziplinäre künstlerische Praxis, Seminar

Verwendbarkeit des Faches

Kunst (Lehramt): Atelier I, Atelier II oder Prüfungsmodul Atelier III
Kunstpädagogik: Atelier I, II oder III.
Andere Studiengänge: Nach Absprache

Zugangsvoraussetzung

Keine. Die interdisziplinäre Lehrveranstaltung ist offen für alle Studierenden der BURG und MLU
max. 15 Teilnehmende

Umfang in SWS und nach Möglichkeit ECTS-Punkten

3 SWS inkl. Teilnahme an der Tagung in Braunschweig

Häufigkeit, Dauer und Termin / Ort des Angebots

Mittwochs 10–12.15 Uhr (6 Termine), Exkursion nach Braunschweig 19.–21. Juni sowie ein 2-tägiger Workshop (Termin folgt)  / Das 1. Treffen findet bereits am Dienstag, den 31. März (10–14 Uhr) statt / Lehrveranstaltungsort: +Olearius, Oleariusstraße 09, Halle / Anmeldung bis Sonntag, den 22. März 2020 an rude@burg-halle.de

Lehrende(r)

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