Ausschreibung für eine Kunstmedaille "Drei Grazien"

Das Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin – Stiftung Preußischer Kulturbesitz schreibt gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Medaillenkunst e. V. und der Numismatischen Gesellschaft zu Berlin e. V. einen Preis für eine Kunstmedaille zum Thema »Drei Grazien« aus.

Ausschreibung für eine Kunstmedaille 

DREI GRAZIEN 
 

Das Münzkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin – Stiftung Preußischer Kulturbesitz schreibt gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Medaillenkunst e. V. und der Numismatischen Gesellschaft zu Berlin e. V. einen Preis für eine Kunstmedaille zum Thema »Drei Grazien« aus.

 

Zum Thema:

Die »Drei Grazien« – griechisch die »Chariten«  – sind Kinder aus der Vereinigung von Zeus mit Eurynome, der Tochter von Okeanos und Tethys. Ihre Namen sind: 

 

   AGLAIA                                –  Glanz

die jüngste der Grazien, die Liebliche, Angenehme, die Strahlende;

 

   EUPHROSYNE                   –  Frohsinn

Göttin der erotischen Überredung, Sinnlichkeit und Freude, kundgetan durch Springen und Tanzen, Blumen sowie Bekränzungen und

 

   THALIA                                 –  die Blühende,

die für Üppigkeit beim Feiern und Schmausen steht. Ihren Namen trägt auch die Muse des Komödiantischen und ist an Maske, Efeukranz oder Krummstab zu erkennen.

 

Die drei Chariten waren untergeordnete Göttinnen, die Hera und Aphrodite dienten, auf dem Olymp die Götterrunde mit Tanz und Gesang vergnügten und den Menschen bereiteten, was sie ergötzte. Sie stehen auch für Weisheit und Harmonie. All die Freude und Schönheit, die sie den Göttern und Menschen brachten, weckte vielfach Begehren und trieb so zu guten wie zu schlimmen Taten an.

 

Wo finden wir sie in unserer heutigen Welt wieder?

Die Chariten wurden allgemein als schöne, meist unbekleidete junge Frauen dargestellt. Im Hellenismus hat ein unbekannter Bildhauer sie als nackte Dreiergruppe komponiert: zwei stehen in Front-, die dritte davor mittig in Rückenansicht zum Betrachter. In der Renaissance wurde die Gruppe vielfach wiederholt und abgewandelt. Das erlaubt gerade auch eine weiterführende Interpretation und Entwicklung des Motivs in unserer heutigen Welt. Für die Kunstmedaille der Gegenwart bietet es sich neben realistischen, abstrahierenden, politischen, ironischen bzw. humorvollen Darstellungsmöglichkeiten auch an, Themen zu Klima, Soziologie und Politik zu bearbeiten.

 

Teilnahme:

Eingeladen sind Studierende aller künstlerischen Bereiche von Hochschulen, aber auch alle, die sich mit der Thematik und dem Gegenstand der Medaille als besondere Kunstform ausdrücken möchten

 

Zur Herstellung:

Die äußere Form der Medaille ist frei wählbar, ebenso die Materialien und Herstellungstechniken. Entscheidend sind die Existenz einer Vorder- und Rückseite sowie das Einhalten eines räumlichen/flächigen Höchstmaßes von ca. 15 cm. Medaillen sind Kunstobjekte für die menschliche Hand. Pro Künstlerin oder Künstler können maximal ein bis zwei Arbeiten eingereicht werden. Die Medaillen müssen zwischen 2019 und 2020 entstanden sein.

 

Termin:

Einsendeschluss ist der 30. Juli 2020.

Die Arbeiten sind auf postalischem Weg einzureichen.

Adresse: Münzkabinett Berlin, Geschwister-Scholl-Straße 6, 10117 Berlin. Kennwort: Wettbewerb „Drei Grazien“

Preise: 

1. Preis:                 1.000 EUR 
2. Preis:                 600 EUR
3. Preis:                 400 EUR

 

Die Jury: 

1. Marianne Dietz, Bildhauerin, Berlin 

2. Carsten Theumer, Bildhauer, Halle

3. Prof. Dr. Klaus Kowalski, Bildhauer, Wunstorf (Auslober des Preises) 

4. Dr. Johannes Eberhardt (DGMK/Münzkabinett Berlin) 

5. Dr. Angela Berthold (Münzkabinett Berlin) 

6. Prof. Dr. Bernhard Weisser (DGMK/Münzkabinett Berlin) 

7. Dr. Andreas Schikora (Münze Berlin) 

8. Prof. Dr. Jannis Hourmouziadis, Berlin

 

Eine Auswahl der 10  besten Arbeiten sollen ab November 2020 in der neuen Sonderausstellung zu dem Thema »Die Münze ist weiblich – die Medaille ist weiblich. Frauen auf Münzen und Medaillen« (Arbeitstitel) im Bode-Museum gezeigt werden.

 

Mit Einsendung der Arbeiten erklären sich die Einsendenden mit der möglichen Veröffentlichung der Arbeiten in allen Medien und ihrer Präsentation in der Ausstellung einverstanden. 

 

Alle eingereichten Medaillen werden mit Einverständnis der Künstlerin/des Künstlers in medaillenkunst.de dokumentiert sowie ggf. auch in internationalen Medien publiziert. Die Veröffentlichung der ausgewählten Arbeiten in Form eines gedruckten Beitrags ist ebenfalls vorgesehen. 

 

Koordination und Rückfragen: j.eberhardt@smb.spk-berlin.de

Für Studierende der Burg Giebichenstein: Carsten Theumer, Bildhauerei Figur, theumer@burg-halle.de