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Hauptprojekt

Psst, it’s a secret!

Alle haben Geheimnisse. Manche groß, manche klein. Andere banal oder belastend. Geheimnisse begleiten uns durchs ganze Leben und sind elementarer Bestandteil des Erwachsenwerdens.
Genauso wie Geheimnisse uns verändern, verändern sie sich auch selbst in Art, Größe und Bedeutung.

~ ich, 2020

Wie sich Geheimnisse wandeln und welche Zwecke sie erfüllen ist auch Gegenstand meines Spielprojekts.
Ich hab schon immer viel geheim gehalten. Auf einer persönlichen Basis durchlebt die Spielerin verschiedene Kapitel vom Kind bis zum jungen Erwachsenen in denen diese Erinnerungen thematisiert werden.

Der Character

Characterentwurf für Protagonistin ( Kind, Teen, Erwachsene)

Nach ein paar konzeptuellen Skizzen hab ich mich auch gleich an die Modellierung gemacht.

Der Raum

Dreh und Angelpunkt der Handlung ist das eigene Zimmer. Genau wie der Hauptcharacter verändert sich dieses nach jedem Kapitel. Man findet neue Objekte und Interaktionen.

Das Zimmer spiegelt auch immer den aktuellen Erinnerungsstand wieder.

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Objekt der Erinnerung

Erinnerung: Rebel For A Cause

Flyer/Sticker als Gegenstand einer Erinnerung

Dieser Aufkleber der Klimagerechtigkeitsbewegung „Extinction Rebellion“ steht stellvertretend für meine Erfahrung vom Herbst 2019. Im Zuge einer großen Aktionswelle in Berlin habe ich zusammen mit meinem Bündnis zivilen Ungehorsam betrieben und mehrere Tage lang eine Brücke blockiert. In die Planung und Durchführung sind viel Schweiß und Herzblut geflossen. Es war einerseits eine absolut furchteinflößende Erfahrung, andererseits habe ich auch unglaublich viel gelernt und tolle engagierte Aktivisti kennengelernt!

So eine Blockade ist eine schwierige Sache. Alle Leute wollen richtig platziert, alle wichtigen Gegenstände klug positioniert werden. Und alle Autos müssen schnell wieder das Weite suchen bevor die Polizei anrückt.

Bei diesen Überlegungen fühlte ich mich stark an eine Zeit mit intensiven „Rollercoaster Tycoon“-Abenden zurückversetzt. Stelle etwas an eine falsche Stelle und die Blockade wird aufgelöst – oder schlimmer – die Leute haben keine Toilette.

Wie schnell deine Brücke geräumt wird, hängt von vielen Faktoren ab: Hast du gute und deeskalierende Kommunikation mit der Polizei? Haben die Leute gut zu essen und können im zweifel auf der Brücke übernachten? Haben sie gute Laune? Und was machen wir eigentlich, wenn ein Krankenwagen rüber will?

Durch ein Telefongespräch werden die Spielenden langsam ins Setting eingeführt

Bei solchen Aktionen passiert es häufig, dass die Polizei nach und nach Aufbauten ( also alles, was man an Gegenständen mitgebracht hat) einkassiert. Zuerst die nicht so wichtigen Sachen: Boxen, Bühne, Entertainment. Und irgendwann dann das wirklich wichtige wie Toiletten, Wassertanks und Tripods. Da sie aber auch keine Verwendung für das meiste Zeug haben, sind sie froh wenn man es nach der Aktion wieder zurücknimmt.

Als Reveal habe ich mir einen Telefonanruf gedacht bei dem die Polizei eine Liste mit allen Gegenständen gibt und fragt wo das jetzt hin soll. Dann kann die Spielerin aus dieser Liste sich sozusagen ein Inventar heraussuchen, mit dem gearbeitet werden soll. Als Limit dient ein kleiner Transporter. Nach Tetris-Manier muss hier genau überlegt werden, wie viel sie mitnehmen will/kann. Dann geht’s auf die Brücke.

Man spielt das Spiel also quasi rückwärts. Zuerst platziert man die wichtigen Sachen (Toiletten,Wasser,Essen) und dann nach und nach den Spaß bis hin zu Straßenkreide, Seifenblasen und Stoffbannern.