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Hauptprojekt

AYNI – Das Abenteuer der Selbstentdeckung

In meinem Spiel möchte ich den Spieler mitnehmen auf eine Reise in den südamerikanischen Regenwald und auf eine Reise in mein Selbst. Vor 4 Jahren habe ich in der nähe von Pucallpa in Peru bei einem Schamanen das halluzinogene Gebräu Ayahuasca getrunken und eine Erfahrung gemacht welche mich bis heute begleitet.

Aber wie kann ich dem Spieler eine Erfahrung vermitteln welche sich nur in meinem eigenen Geist abgespielt hat? Wie kann ich die Visionen welche durch Ayahuasca ausgelöst werden übersetzen und zumindest einen hauch davon erfahrbar machen? Und noch viel wichtiger wie kann ich die Erkenntnisse und lebensverändernden Nachwirkungen durch ein Spiel erzählen?

Ich habe mich dafür entschieden ein 3D-Game zu entwickeln in welchem der Hauptfokus auf dem erzählen der Geschichte und dem erzeugen einer Atmosphäre liegt. Der Spieler soll erst in den Regenwald eintauchen und einen kleinen Eindruck davon bekommen in welcher Umgebung ich diese Erfahrung machte. Er wird begleitet von meiner Stimme, ich erzähle etwas über die Umstände und was genau dieses Ayahuasca eigentlich ist. Die beiden Pflanzen welche das Gebräu ausmachen werden vorgestellt und der Spieler muss sich auf die Suche nach ihnen begeben.

Danach beginnt die visionäre Erfahrung, der Spieler nimmt sozusagen an der Ayahuasca Zeremonie teil und betritt abstrakte und bunte Räume welche meine Visionen und meinen Geisteszustand symbolisieren. Auch hier wird der Spieler durch eine Audioebene begleitet.

Insgesamt spielt die Audioebene eine wichtige Rolle in Ayni. Durch meine Erzählstimme wird die Geschichte erzählt und der Spieler bekommt Einblicke in die Erfahrungswelten von Ayahuasca. Außerdem wird er mitgenommen auf eine musikalische Reise. Die traditionellen Gesänge der Shipibo Schamanen, genannt Icaros, sind zu hören während der Spieler die abstrakten Räume erkundet und auf der Suche ist… Auf der Suche nach was?

A Y N I

Der aktuelle Titel des Spiels ist AYNI.

Aus der Quechua Sprache:

Ein Grundprinzip das aussagt das alles in der Existenz miteinander vernetzt ist. Laut diesem Prinzip geben oder nehmen Menschen nicht einfach sondern sind immer in einem energetischen Austausch welcher den einzelnen, die Gemeinschaft und den Planeten beeinflusst.

Ayahuasca hat mir diese Vernetzung auf sehr deutiche und reale Weise gezeigt. Es hat mir gezeigt das jedes Ereignis in meinem Leben in Verbindung mit allem um mich herum steht. Meine Familie, die mich umgebenden Menschen, alles ist in einem sich gegenseitig beeinflussenden Austausch.

Aktueller Stand

Die Regenwaldszene und die Visionsszene sind beide soweit in ihrer Grundstruktur fertig. (Zum Stand und was ich mir beim Aufbau der Szenen gedacht habe werde ich noch einen eigenen Blogpost machen.)

Jetzt bin ich schon seit eingier Zeit damit beschäftigt die Texte für die Audioebene zu schreiben. Das ist eigentlich der wichtigste Teil des Projekts und hat mir schon so einiges Kopfzerbrechen bereitet. Wie genau soll ich die Geschichte erzählen? Und wie kann ich die Tiefe der Erfahrung mit meinen begrenzten Worten umschreiben ohne das es total Platt wirkt?

Vorallem in der eigentlichen Visionsszene bin ich noch unschlüssig wie genau die Audioebene aussehen soll. Eigentlich wollte ich den Spieler sozusagen an meinen Gedanken während der Erfahrung teilhaben lassen. Aber genau das bereitet mir große Schwierigkeiten. Gedanken überhaupt mit Worten wirklich wiederzugeben kann schon schwierig sein, aber die Gedanken unter Einfluss einer psychedelischen Droge?

Ich stecke also weiterhin tief in den Texten und hoffe auf eine kreative „Erleuchtung“. Vielleicht erzähle ich dem Spieler über die Audioebene auch einfach aus heutiger Perspektive wie es sich angefühlt hat ohne zu versuchen wirklich diese direkten Gedanken von damals einzubinden.

Sobald die Audioebene aufgenommen und bearbeitet ist sollte es nicht mehr allzu aufwendig sein die Inhalte einzupflegen. Mit meinem Zeitplan hänge ich aktuell etwas hinterher aber ich hoffe die Audioebene sehr bald fertig zu haben und dann fehlt nur noch das einpflegen und Feinschliff.

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Game Jam: Ein Raum

Der Zwölf Elf

Der Zwölf Elf – Ein Gedicht von Christian Morgenstern

Ich habe mich bei der Gamejam am Titel des Gedichts der Zwölf Elf orientiert und auch Christian Morgenstern als Person zum Thema des Spiels gemacht.

Der Spieler findet sich in einer dunklen Straße aus der Zeit Christian Morgensterns wieder und trifft zu Beginn auf Christian Morgenstern als Kind. Dieser gibt dem Spieler die Aufgabe den Zwölf Elf zu suchen.
Auf der Suche nach diesem mysteriösen Elf bewegt sich der Spieler durch die in Schwarz-Weiß gehaltene stimmungsvolle Straße mit verschiedenen Häusern in welchen weitere Hinweise auf den Zwölf Elf platziert sind.

Im weiteren Verlauf begegnet der Spieler erneut Christian Morgenstern, diesmal etwas älter. Nach ein paar Begegnungen mit Christian Morgenstern und einem seiner Freunde auf einer Bank trifft der Spieler letztlich auf Morgenstern an einem Schreibtisch sitzend. Das Gedicht der Zwölf Elf liegt vor ihm auf dem Tisch.

Bei der Gestaltung des Spiels habe ich mich etwas an Film noir orientiert und versucht eine rätselhafte und alt anmutende Atmosphäre zu erzeugen um den Spieler in die Zeit von Christian Morgenstern zurück zu versetzen. Dies wird durch klassische Musik und die Schwarz-Weiß Foto Collagen unterstützt.