Satellit

Sommersemester 2015

Im Projekt „Satellit“ setzten sich die Studierenden mit dem Satelliten als technischem Objekt sowie als Metapher für Beobachtung, Orientierung, Vernetzung und Abhängigkeit auseinander. Ausgangspunkt war die Frage, welche gestalterischen, gesellschaftlichen und technologischen Themen sich aus dem Bild des Satelliten ableiten lassen und wie daraus neue Ideen, Fragestellungen und Konzepte entwickelt werden können.

Zu Beginn des Semesters fand eine mehrtägige Exkursion nach Berlin und Braunschweig statt. Beim Besuch des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) erhielten die Studierenden Einblicke in aktuelle Forschungsprojekte und Arbeitsweisen. Besonders die projektorientierte und experimentelle Herangehensweise der Mitarbeitenden verdeutlichte, wie technische Innovationen durch iterative Prozesse, interdisziplinäre Zusammenarbeit und praktisches Erproben entstehen.

Ergänzend dazu besuchten die Studierenden verschiedene kulturelle und wissenschaftliche Institutionen in Berlin, darunter die Archenhold-Sternwarte, das Museum der Dinge, die Deutsche Kinemathek sowie den Martin-Gropius-Bau. Die Exkursion diente als Ausgangspunkt für die weitere Recherche und eröffnete unterschiedliche Perspektiven auf Themen wie Technik, Gestaltung, Sammlung, Archivierung und Zukunftsentwürfe.

Im weiteren Verlauf des Projekts erkundeten die Studierenden eigenständig Themenfelder innerhalb des breiten Spektrums des Satellitenmotivs. Durch Referate, Analysen und experimentelle Übungen wurden individuelle Interessen vertieft und gestalterische Fragestellungen entwickelt. Dabei wurde insbesondere das Zusammenspiel von Technik und Gestaltung sowie die metaphorische Bedeutung des Satelliten als Anregung für neue Denk- und Arbeitsansätze verstanden.

Ein zentraler Bestandteil des Projekts war ein Workshop mit Jan Vormann und Steffen Klaue in Berlin. Im Rahmen einer intensiven Kompaktwoche beschäftigten sich die Studierenden mit Arduino, Kinematik und experimentellen Konstruktionen. Ziel war die Entwicklung programmierter Bewegungsabläufe für einen Wetterballon, der bis in die Stratosphäre aufsteigen sollte.

Das Projekt verband theoretische Recherche, technische Experimente und gestalterische Praxis. Die Studierenden wurden dazu angeregt, komplexe technische Themen nicht nur zu analysieren, sondern als Ausgangspunkt für eigene gestalterische Positionen und innovative Lösungsansätze zu nutzen.

Projektteilnehmer

Judith Faßbender

Hannes Fromm

Julian Gottschalk

Konrad Henrici

Felix Hobrücker

Hwitae Kim

Moritz Koch

Melanie Kuth

Jakob Klug

Nele Dittmar

Hannes Weissig

Nikolai Schilasky

Moritz Schauerhammer

Marcus Schönefeld

Fei Shan

Miriam Treml

Vincent Zimmer

Lehrpersonal

Jan Bernstein, Sebastian Neitsch (Gastprofessoren)

Matthias Zänsler (Künstlerischer Mitarbeiter)

Credits

Alle Rechte an studentischen Projekten und studentischen Bildern liegen bei den jeweiligen Studierenden.

PROJEKTLEITUNG
Jan Bernstein, Sebastian Neitsch (Gastprofessoren)
Matthias Zänsler (Künstlerischer Mitarbeiter)

Einzelprojekte