Dr. Johannes Stahl
Kultur Beratung

Wenn ich hier auf laufende oder abgeschlossene Arbeiten hinweise, dann treibt mich nicht nur
das Mitteilungsbedürfnis, sondern auch der Wunsch nach Anregungen und Austausch. Ohne solche
Hilfen von außen funktionieren technische Entwicklungen selten, kulturelle aber nie.

Hier kommt also die Liste (und hier sind eine ganze Reihe älterer Projekte):

Für den Katalog von Johannes Traub habe ich einen Beitrag geschrieben, in dem es um seine vielschichtigen Landschaften geht - und natürlich um Prozesse des Malerischen.

Johannes Traub: Hang, 2020, Öl auf Acryl auf Papier, kaschiert; 49,5 x 59,5 cm
Die Streifzüge durch Neu-Ulm finden nach pandemiebedingter Pause eine Fortsetzung. Vom Edwin Scharf Museum ausgehend, werden Uschi Huber und Oliver Gather bei öffentlichen Spaziergängen dem Stadtbild neue Aspekte abgewinnen.
Radverkehrsinsel, Neu-Ulm
Gemeinsam mit dem Fotografen Jürgen Domes war angedacht, dass wir uns dem rätselhaft-offenen Stadtraum in Halle annähern, der unter dem Namen "Brunos Warte" im Plan zu finden ist. Leider ist zum direkten Wechselspiel nicht gekommen: Jürgen ist vor kurzem unerwartet gestorben. Seine seelenvollen Bilder und mein Text erscheinen nun im von T.O. Immisch und  Siegfried von der Heide herausgegebenen Band "Im Freien".
Brunos Warte
Was tun, wenn ein pandemiebedingt mehrfach verschobenes Symposium zu Landschaften eingeschränkt zum Arbeitstreffen wird und es im Renaissanceschloss Kannawurf noch richtig kalt ist? Ich habe meinen Vortrag nach draußen verlegt und die Stichpunkte anhand von Elementen des Gebäudes erläutert. Mein Bildmaterial kann ja immer noch in der Dokumentation Verwendung finden.
Landschaftsschutzgebiet
Die Arbeit des Düsseldorfer Künstlers Wolfgang Spanier kenne und schätze ich bereits seit langem. Jetzt erscheint ein Text zu seinen neueren Fotos.
(c) Wolfgang Spanier
Ein Seminar im Sommersemester an der Uni in Bochum, gemeinsam mit Denise Winter: den Zeitumständen entsprechend beschäftigen wir uns mit Spaziergängen. Noch ist offen, welche Form es findet und ob am Ende so etwas wie Editionen stehen.
WALK
Zu den künstlerischen Aktionen während des Kölner Stadtlabors 2017 und 2018 entsteht eine Publikation. Dazu werde ich Dokumentationen, Feedbacks und weiterführende Betrachtungen zusammentragen.
Kölner Ringe
Längst hat Takako Saito eine eigene Homepage verdient. Sie hat viele Schachspiele geschaffen und mit den Formen und Regeln gespielt. Eine Steilvorlage für einen Parcours, der dieses reiche künstlerische Werk im Netz vermittelt: Zandra Harms hat die Grundidee technisch und gestalterisch ans Laufen gebracht. Das Land NRW förderte. Hier ist das Ergebnis.
Homepage Takako Saito
In Filderstadt entsteht ein Museum, das dem künstlerischen Siebdruck gewidmet ist. Luitpold Domberger hat Anfang der 1950er Jahre diese spannende Drucktechnik in Deutschland eingeführt, sein Sohn Michael Domberger hat das Unternehmen weiter zum Weltruhm geführt. Ihre Sammlung erlesener Siebdrucke wurde 2009 vom Land Baden-Württemberg erworden. Bis zur im Herbst 2021 vorgesehenen Eröffnung steht für mich noch eine intensive kuratorische Zeit an.
Probesieb
Am Ende hat das Seminar in Bonn und im Internet doch noch zu wirklich erfreulichen Resultaten geführt. In den Schaufenstern der AiB hängen nun Poster, in denen die Studierenden ihre Aspekte des Themas "The Making and Use of Space" in Form bringen. Dabei spielen für diese "Poster Section" mitunter die erlebten belastenden Situationen der Quarantäne eine Rolle. Meine Kollegin Carolin Wübbelt hat die Plakate überzeugend in Szene gesetzt.
Poster im Schaufenster der AiB, Foto und Inszenierung Carolin Wübbelt

Als ich morgens aus dem Haus trat, sah ich neben dem Eingang ein Gebilde aus Plastik. Ein Nachbarskind hat es wohl hergestellt. Ich denke dass dieses Kind wahrscheinlich ein Bild gesehen hat, das in letzter Zeit häufiger über den Fernsehmonitor flimmerte. Das Problem der Pandemie ist mit dem Herstellen dieser gewissermaßen magischen Plastik nicht aus der Welt, aber man gewinnt jetzt vielleicht langsam klarere Vorstellungen.

Virus?
Das Seminar zum Frühjahrssemester an der AiB hat einen seltsamen Verlauf genommen. Während bis Mitte März wie üblich zahlreiche gemeinsame Exkursionen und Zeichnungen vor Ort stattfanden, zwang die Coronakrise zu einem radikalen Umdenken. Die Studierenden sitzen nun an Ost- und Westküste der USA oder in Ägypten, ich an Köln, alle an Rechnern. Themen sind jetzt eher diese spezielle Situation, das häuslich umgebende Ambiente, die Bewältigung der Quaratäne inklusive der Langeweile. Am Ende steht nicht ein gemeinsamer Rundgang durch Bonn, sondern Poster, welche diese erlebten Unterschiede zum Thema machen. skizze aus dem seminar
Mit den Ufern des Rheins bei Bad Godesberg beschäftigt sich ein Projekt der Kölner Architektin Stephanie Brandt für die Penn State University und die Akademie für internationale Bildung Bonn. Ich soll dazu Impulse aus Kultur und Geschichte beisteuern, auf Aussichten und Eindrücke hinweisen. Das geht am besten bei einer gemeinsamen Radtour. Headsets kommen zum Einsatz.
Godesberg, Rheinufer
An der Université Bordeaux fragten mich Studierende nach den Umständen des Kuratierens. Sie hatten mich dazu eingeladen, als die erfolgreiche Ausstellung von Takako Saito am CAPC Bordeaux in ihre letzte Runde ging. Dazu griff ich auch auf ältere Briefwechsel mit Künstlerinnen und Künstlern zurück. Anmerkung einer Künstlerin