Der Akademische Senat der halleschen Kunsthochschule hat
Prof. Bettina Erzgräber, Rektorin seit 2022, in ihrem Amt bestätigt.

Der Akademische Senat der halleschen Kunsthochschule hat
Prof. Bettina Erzgräber, Rektorin seit 2022, in ihrem Amt bestätigt.
Am Mittwochabend, 17. Juni 2026, wurde die derzeitige Rektorin der Giebichenstein Kunsthochschule Halle, Prof. Bettina Erzgräber, vom Akademischen Senat als Rektorin wiedergewählt. Ihre zweite, wiederum vierjährige Amtszeit beginnt am 1. Oktober 2026. In Kürze werden zudem – durch Prof. Bettina Erzgräber vorgeschlagene – Prorektor*innen vom Akademischen Senat gewählt, um das neue Rektorat der BURG zu komplettieren. Die Findungskommission hatte die amtierende Rektorin im Vorfeld als einzige Kandidatin dem abstimmungsberechtigten erweiterten Senat zur Wahl vorgeschlagen.
Die 62-jährige Künstlerin und Hochschullehrerin, die an der BURG seit 2015 als Professorin für Zeichnen und bildnerisches Gestalten im Fachbereich Design tätig ist, sagt zur Wiederwahl: „Für das ausgesprochene Vertrauen durch den Akademischen Senat bedanke ich mich sehr. Dies ist auch eine Bestätigung der erfolgreichen Rektoratsarbeit der vergangenen Jahre im Team mit den Prorektor*innen Prof. Dr. Veronica Biermann, Prof. Tilo Baumgärtel und Prof. Matthias Görlich sowie Kanzlerin Linda Baasch und ihrem Nachfolger Dr. Stefan Danz. Mit der Wiederwahl ist es mir möglich, wichtige Entwicklungsprozesse der Hochschule weiterzuführen und neue Impulse für die Zukunft zu setzen. Dazu gehören die Stärkung der künstlerischen, gestalterischen und wissenschaftlichen Forschung, die Weiterentwicklung nachhaltiger Hochschulstrukturen sowie eine offene und dialogorientierte Kommunikationskultur, die den Austausch zwischen allen Statusgruppen fördert. Die BURG soll auch zukünftig ein Ort bleiben, an dem künstlerische Freiheit, kritisches Denken und gesellschaftliche Verantwortung zusammenwirken.“
Seit ihrem Amtsantritt im Jahr 2022 hat Prof. Bettina Erzgräber zahlreiche Entwicklungsprozesse innerhalb der Hochschule angestoßen und begleitet. Dazu zählen die Weiterentwicklung der Forschungsstrukturen in Kunst und Design, die Stärkung des Promotionsbereichs, die Erarbeitung des Hochschulentwicklungsplans sowie die Intensivierung hochschulinterner Austausch- und Beteiligungsformate. Darüber hinaus wurden die Themen Nachhaltigkeit, Diversität, Demokratieförderung, Antidiskriminierung und gesellschaftliche Verantwortung strategisch weiterentwickelt und stärker in der Hochschulkultur verankert. Dazu gehörten unter anderem der Ausbau von Beratungs- und Unterstützungsangeboten, die Förderung diskriminierungssensibler Strukturen sowie die Stärkung inter- und transdisziplinärer Zusammenarbeit.
Als weitere Ziele benennt die wiedergewählte Rektorin die Umsetzung des Neubaus für den Campus Kunst unweit des Areals der Unterburg. „Die Zusammenführung und Konzentration der BURG auf zwei maßgebliche Standorte wird nach langen Verhandlungen in den kommenden Jahren ihren Abschluss finden. Damit schaffen wir langfristig hervorragende Bedingungen für Studium, Lehre, Forschung und künstlerische Praxis“, betont Bettina Erzgräber.
Darüber hinaus werden unter ihrer Leitung die Themen Nachhaltigkeit, Digitalisierung, gesellschaftliche Verantwortung und die sogenannte Third Mission – der Austausch der Hochschule mit Gesellschaft, Kultur, Politik und Wirtschaft – weiter ausgebaut werden. Ein besonderes Anliegen der wiedergewählten Rektorin bleibt dabei die Stärkung von Kommunikation, Beteiligung und Hochschulkultur. „Die Herausforderungen unserer Zeit können wir nur gemeinsam bewältigen. Deshalb möchte ich die Gesprächs- und Beteiligungsformate innerhalb der Hochschule weiterentwickeln und den Austausch zwischen den unterschiedlichen Bereichen und Statusgruppen intensivieren. Eine lebendige Hochschule entsteht dort, wo Menschen miteinander ins Gespräch kommen, Verantwortung übernehmen und gemeinsam Zukunft gestalten“, so Erzgräber.
Mit der Wiederwahl von Prof. Bettina Erzgräber setzt die BURG auf Kontinuität in einer Phase wichtiger struktureller und inhaltlicher Entwicklungen. Ziel bleibt es, die Kunsthochschule als international vernetzten Ort des künstlerisch-gestalterischen Experimentierens und Forschens weiterzuentwickeln und Studierenden sowie Lehrenden und Mitarbeitenden beste Bedingungen für Studium, Lehre und Forschung zu bieten.
Vita Prof. Bettina Erzgräber
Bettina Erzgräber wurde 1964 in Saarbrücken geboren. Nach ihrer Schulzeit in Freiburg im Breisgau studierte sie von 1983 bis 1991 Kunsterziehung, Kunstgeschichte und Geschichte an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, der Universität Stuttgart und an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. Von 1991 bis 1993 folgte an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste ein Postgraduiertenstudium der Freien Bildhauerei bei Prof. Jürgen Brodwolf. Seit 2015 hat Bettina Erzgräber die Professur für Zeichnen und bildnerisches Gestalten im Fachbereich Design an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle inne, bereits im Jahr 2014 war sie als Vertretungsprofessorin an der BURG tätig. Von 2016 bis 2017 war Bettina Erzgräber Gleichstellungsbeauftragte der Hochschule, von 2017 bis 2022 war sie Dekanin des Fachbereichs Design und seit 2018 gewähltes Mitglied des Akademischen Senats der Kunsthochschule. Seit 2022 leitet sie die BURG als Rektorin.
Die Künstlerin erhielt zahlreiche Preise und Stipendien, so 1986 das Salzburg-Stipendium der Stadt Mainz, 1994 das Paris-Stipendium des Deutsch-Französischen Jugendwerks und 1995 das Stipendium der Kunststiftung Baden-Württemberg. 2004 folgte der Sonderpreis im Rahmen des elften Marler Video-Kunst-Preises und 2007 das Stipendium der Cité Internationale des Arts Paris des Landes Baden-Württemberg. Ihre Werke werden national und international ausgestellt.
Profil der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle
Die 1915 gegründete Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle bietet mit den Fachbereichen Kunst und Design ein unverwechselbares Profil mit exzellenten Ausbildungs- und Studienbedingungen an. Mit über 1.100 Studierenden zählt sie zu den größten Kunsthochschulen Deutschlands. Visionäres Denken und Gestalten werden in den 20 Studiengängen ebenso gefördert wie die Entwicklung berufspraktischer Fähigkeiten. Die Hochschule verfügt über hervorragend ausgestattete Ateliers und Werkstätten und ist mit zahlreichen Forschungseinrichtungen, Institutionen und Unternehmen vernetzt.
Die BURG bietet Bachelor-, Master-, Diplom- und Staatsexamensabschlüsse (Lehramt) an. Außerdem besteht die Möglichkeit im Fachbereich Kunst ein Meisterschülerstudium zu absolvieren. In beiden Fachbereichen verfügt die BURG über das Promotionsrecht. Die Kunsthochschule unterhält zahlreiche Kooperationen mit Partnerschulen weltweit, ist Partner*in im Cumulus-Verbund internationaler Kunst- und Designhochschulen und ebenfalls im europäischen Verband ELIA organisiert.














