Studiengang

Promotion

Dr. phil und PhD in Arts Promotionsstudiengänge im Fachbereich Design

Im Fachbereich Design bietet die Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle zwei unterschiedliche Wege der Promotion an. 

PhD in Arts. 
Mit dem Ph.D. Abschluss besteht die Möglichkeit der weiterführenden wissenschaftlichen Qualifikation, wobei eine Ph.D.-Arbeit grundlegend aus praktisch-gestalterischen sowie schriftlichen Anteilen besteht, die aus dem PhD-Vorhaben hervorgehen. Die Zulassung zum PhD setzt einen Abschluss in einem gestalterischen Studiengang (Diplom- oder Magisterprüfung oder Masterabschluss) voraus. 

Ziel ist die Qualifizierung für eine Karriere in Forschung, Lehre und Vermittlung, insbesondere für Berufsfelder an Hochschulen, sowie im Kultur- und Wissenschaftsmanagement, im institutionellen Bildungs- und Kulturbereich oder in der kuratorischen Praxis.

Der praktisch-gestalterische Anteil der Arbeit kann beispielsweise umfassen: analoge oder digitale Printprodukte, Filme, digitale Anwendungen, Ausstellungsobjekte, Architekturobjekte, Möbel, textile Objekte, Modestücke, praktische Versuchsreihen und Vergleichbares. Die praktisch-gestalterischen Anteile der Arbeit sollen den Kenntnisstand und das Selbstverständnis der Designdisziplin erweitern.

Der schriftlich-reflektierende Anteil dient dazu, das praktisch-gestalterische Vorgehen zu beschreiben, zu kontextualisieren, zu reflektieren und nachvollziehbar zu machen. In ihm werden u.a. der aktuelle Forschungsstand des Designfeldes und relevanter theoretischer Felder dargestellt, die Problem- und Fragestellung hergeleitet, die gewählten Methoden, gestalterischen Entscheidungen und Vorgehensweisen erklärt und kritisch reflektiert, sowie die durch das praktische Vorgehen gewonnenen Erkenntnisse dokumentiert, verbalisiert und diskutiert.

 

Dr. phil. 
Eine weiterführende wissenschaftliche Qualifikation ist weiterhin mit der Promotion in einer der an der BURG unter Designwissenschaften gefassten Disziplinen (Design- und Architekturgeschichte, Designtheorie, Designanthropologie) möglich. Promotionsvorhaben zum Dr. phil können an den Masterstudiengang Design Studies der BURG oder an gleichwertige, auch an anderen Hochschulen erworbene wissenschaftliche Studienabschlüsse anschließen. 

Der Promotionsausschuss kann für Promotionskandidat*innen mit nichtwissenschaftlichen Studienabschlüssen, sofern sie ihre besondere Befähigung zu einer Promotion nachweisen konnten, ergänzende Studienauflagen verfügen (siehe § 3.2. der Promotionsordnung).

Ziel ist die Qualifizierung für eine Karriere in Forschung, Lehre und Vermittlung, insbesondere für Berufsfelder an Hochschulen, in Museen und anderen ausstellenden Institutionen sowie in den theoretisch-kritischen Feldern der Publizistik.

Der Promotionsausschuss PhD in Arts wird im Wintersemester 2026/27 konstituiert und weitere Informationen dazu hier veröffentlicht.

Eine Vorlage für die Betreuungsvereinbarung wird auch hier demnächst veröffentlicht.

Wer die formalen Voraussetzungen für die Zulassung zum Promotionsverfahren erfüllt (s. § 3 der Promotionsordnung PhD in Arts) und die Anfertigung einer PhD-Arbeit beabsichtigt, muss vor der Zulassung zum Promotionsverfahren beim Fachbereich Design einen Antrag auf Annahme als Doktorand*in stellen.

Ein Antrag auf Annahme als Doktorand*in kann jederzeit gestellt werden. 

Voraussetzung für die Annahme als Doktorand*in ist die Zusage zwei Professor*innen, das PhD-Vorhaben zu betreuen. In der Regel sollte ein*e Betreuer*in aus dem praktischen Feld und eine aus dem wissenschaftlichen Feld sein.

Die Erstbetreuende muss Professor*in am Fachbereich Design an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle sein. Die Zweitbetreuende kann auch Professor*in außerhalb des FB Designs oder der BURG sein.

Das Betreuungsverhältnis wird in einer Betreuungsvereinbarung geregelt. (Vorlage wird demnächst veröffentlicht)

Der Antrag auf Annahme als Doktorand*in muss Folgendes enthalten:

  • Thema und Exposé über die PhD-Arbeit (s. mehr Information zur Exposé unten);
  • Unterzeichnete Betreuungsvereinbarung;
  • Kopien aller Zeugnisse über die erreichten Studienabschlüsse (mit Vorlage der Originale, die Kopien verbleiben an der Hochschule);
  • Eine Erklärung darüber, ob und mit welchem Erfolg der*die Bewerber*in sich bereits an einer anderen Hochschule einem Promotionsverfahren unterzogen bzw. als Doktorand*in beworben hat;
  • Eine Erklärung des*der Bewerber*in über bestehende Vorstrafen und anhängige Ermittlungsverfahren.
  • CV inkl. Angabe über Fähigkeiten im wiss. Schreiben 

Exposé PhD in Arts

Das Exposé erklärt die Forschungsidee und die geplante Methodik des PhD-Vorhaben. Um mit möglichen Betreuer*innen ins Gespräch zu kommen, sollte ein Exposé vorliegen; dieses kann im Austausch mit Betreuer*innen überarbeitet werden.

In einem Umfang von bis zu zehn Normseiten wird die geplante PhD-Arbeit beschrieben. Neben Text können auch visuelle Materialien an dieser Stelle mit aufgeführt werden. Das Exposé sollte auf folgenden Aspekten eingehen:

  • Arbeitstitel
  • Erläuterung der Frage-/Problemstellung
  • Darstellung der Relevanz für das Fachgebiet
  • Forschungsstand (in der gewählten und ggf. benachbarten Disziplinen) - relevante Vorarbeiten (eigene und von anderen), sowohl praktisch-gestalterisch als auch wissenschaftlich
  • Geplante Methodik und Vorgehen, sowohl für praktisch-gestalterischen als auch schriftlich-reflektierenden Anteil
  • Geplante Ergebnisse / Form(en) des praktisch-gestalterischen Anteils
  • Geplante Ergebnisse / Form(en) des schriftlich-reflektierenden Anteils
  • Mögliche Form der Publikation und Dissemination der Erkenntnisse, Nachvollziehbarkeit
  • Motivation, das Vorhaben an der BURG durchzuführen

Wer die formalen Voraussetzungen für die Zulassung zum Promotionsverfahren erfüllt (s. § 3 der Promotionsordnung) und die Anfertigung einer Dissertation beabsichtigt, muss vor der Zulassung zum Promotionsverfahren beim Fachbereich Design einen Antrag auf Annahme als Doktorand*in stellen.

Ein Antrag auf Annahme als Doktorand*in kann jederzeit gestellt werden.

Voraussetzung für die Annahme als Doktorand*in ist die Zusage eines*einer Professor*in einer wissenschaftlichen Disziplin im Fachbereich Design, das Dissertationsvorhaben zu betreuen. Um darüber ins Gespräch zu kommen, ist der Betreuer*in ein mindestens 10-seitiges Exposé vorzulegen, welches in Folge auch dem Promotionsausschuss zugestellt wird.

Das Exposé sollte Folgendes enthalten:

  • Erläuterung der Frage-/Problemstellung
  • Darlegung des Forschungsinteresses und etwaiger Vorarbeiten
  • Forschungsstand (in der gewählten und ggf. benachbarten Disziplinen)
  • Forschungsbedarf, Relevanz für das Fachgebiet
  • Arbeitshypothese(n)
  • Methodik
  • Vorläufige Gliederung
  • Bibliographie
  • Zeitplan


Im nächsten Schritt müssen das Exposé und ein Curriculum Vitae dem Promotionsausschuss vorgelegt werden. Der Ausschuss tagt jedes Semester einmal.

Dem Promotionsausschuss gehören an:

  • Prof. Dr. Pablo Abend
  • Prof. Dr. Nike Bätzner
  • Prof. Dr. Veronica Biermann (Vorsitzende)
  • Prof. Dr. Sara Burkhardt
  • Prof. Matthias Görlich
  • Ina Turinsky


Der Antrag auf Annahme als Doktorand*in ist nach positiver Entscheidung durch den Promotionsausschuss unter Verwendung des entsprechenden Formblattes schriftlich an die Dekanin bzw. den Dekan des Fachbereichs Kunst zu richten.

Der Antrag muss Folgendes enthalten:

  • das Thema der geplanten Dissertation
  • Angabe des*der wissenschaftlichen Betreuer*in der Dissertation
  • Kopien aller Zeugnisse über die erreichten Studienabschlüsse (mit Vorlage der Originale, die Kopien verbleiben an der Hochschule)
  • eine Erklärung darüber, ob und mit welchem Erfolg der*die Berwerber*in sich bereits an einer anderen Hochschule einem Promotionsverfahren unterzogen bzw. als Doktorandin bzw. Doktorand beworben hat
  • eine Erklärung des*der Berwerber*in über bestehende Vorstrafen und anhängige Ermittlungsverfahren

Weitere Informationen zur Antragstellung erteilt das Studiendezernat.

Promotionsprojekte

Laufende Promotionsprojekte

  • Judith Glaser: Werte-Verhandlungen zwischen Design und Informatik. Eine Untersuchung der Gestaltung gesellschaftlich wünschenswerter Technologiekonzepte am Beispiel interdisziplinärer Lehre, betreut durch Prof. Dr. Pablo Abend und Prof. Dr. Arne Berger (Hochschule Anhalt)
  • Bianca Holtschke: Realismus – designtheoretisch gedacht. Zum Verhältnis von grafischer Darstellung und Wirklichkeit, betreut durch Prof. Dr. Matthias Götz (emeritiert)
  • Paulina Tsvetanova: Mediale Inszenierungen vielfältiger Identitätskonstruktionen in der Populärkultur, betreut von Prof. Dr. Veronica Biermann und Prof. Dr. Christina Threuter (HS Trier)
  • Mara Recklies: Philosophische Designkritik. Eine historisch-systematische Analyse, betreut von Prof. Dr. Claudia Mareis (HU)      

Abgeschlossene Promotionen