Video-Workshop 03.2026
mit Julius Borkowski
Zweirad, Johannes, Rüssel und Rosi
Diese Titel erschienen am Ende einer intensiven und kreativen Woche auf der Leinwand, als im Hochschulkino das Licht erlosch. Mit den drei Filmen „Zweirad“, „Johannes“ und „Rüssel und Rosi“ fand der Videoworkshop des Studiengangs Industriedesign auch in diesem Jahr seinen gelungenen Abschluss. Acht Studierende stellten sich in drei Gruppen der Herausforderung „Ein Wort – Ein Film“ und zeigten eindrucksvoll, wie viel sich innerhalb einer Woche realisieren lässt.
Für die Meisten begann die Woche ohne große Vorerfahrung im Bereich Film und so startete der Workshop mit einem umfassenden Theorieinput. Kamera- und Tontechnik, Bildaufbau sowie das bewusste Spiel mit Licht und Schatten standen auf dem Programm. Doch Theorie blieb nicht lange abstrakt. Schon bald hielten die Teilnehmenden die Technik selbst in den Händen und drehten ihre ersten Aufnahmen. Diese waren nicht immer perfekt und genau das war der Plan. Unterbelichtete Bilder, unscharfe Sequenzen und ein falscher Weißabgleich boten die ideale Grundlage, um zu lernen und mögliche Fehler beim eigentlichen Filmdreh zu vermeiden.
Der zweite Tag stand ganz im Zeichen des Interviews und der Drehplanung. Die neu erlernten Kenntnisse in Licht und Ton wurden direkt praktisch umgesetzt. Ideen nahmen Form an, Notizbuch-Seiten füllten sich und langsam entstand aus ersten Gedanken ein klarer Plan für die eigenen Filmprojekte. Schließlich sollten die Studierenden bereits am darauffolgenden Tag ihre Geschichte visuell umsetzen. Bereits früh am Mittwochmorgen machten sich die Teams bei bestem Wetter an die Arbeit.
Gedreht wurde an ganz unterschiedlichen Orten. Der Kinderbauernhof in Stichelsdorf bot mit seinen Tieren eine lebendige Klangkulisse. Der Fahrradladen Reason Bikes in Halle gewährte Einblicke in seine Geschichte und den Alltag des Geschäftsführers. Auch die Keramikwerkstatt von Johannes Nagel wurde zur Bühne für einen der Filme.
Der Keramikkünstler wurde bei der Vorbereitung einer Ausstellung begleitet, während Undine Günther über die Tierhaltung auf ihrem Hof sprach. Die Geräusche von grunzenden Schweinen, gackernden Hühnern und zwitscherten Vögeln fanden ihren Weg in die Filme und verliehen ihnen eine besondere Atmosphäre. Ebenso erzählte Nils Grundmann von der Entstehung seines Geschäfts und der Geschichte hinter dem Namen „Reason Bikes“.
Mit vollen Speicherkarten kehrten die Teams am Donnerstag zurück. Nach einer kurzen Einführung in den Schnitt begann die intensive Phase der Nachbearbeitung. Aus unzähligen Minuten Rohmaterial entstanden Schnitt für Schnitt drei eigenständige Filme.
Die Filme
Der Höhepunkt ließ nicht lange auf sich warten. Im abgedunkelten Hochschulkino wurden die fertigen Werke schließlich auf großer Leinwand und mit tollem Sound präsentiert. Ein würdiger Abschluss für eine Woche voller Soundprobleme, heißen Laptops und beeindruckenden Fortschritten.
Zweirad (2026)
Hannes Winter
Anton Elgleb
Nils Kern
Rüssel und Rosi (2026)
Leonie Thom
Lara Henrotte
Frederick Ostertag
Johannes (2026)
Paul Leonard Roth
Arno Steeb