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Quellen

Architektur Biennale 2025

 

Das metabolistische Haus (2025)
Beitrag auf der Architektur Biennale 2025

Wie ein Prototyp für abfallfreies Wohnen Architektur als Metabolismus neu definiert

Das Metabolic Home ist ein Prototyp für abfallfreies Wohnen, der durch das Zusammenleben von Menschen, nicht-menschlichen Spezies und Maschinen das zirkuläre Leben in dicht besiedelten Städten neu definiert. Entwickelt wurde es von Areti Markopoulou, akademische Direktorin am IAAC, und Lydia Kallipoliti von der Columbia GSAPP in Zusammenarbeit mit Post-Spectacular Office.

Der Prototyp umfasst zehn miteinander verbundene Wohnbereiche – Küche, Toilette, Wohnzimmer, Schlafzimmer, Waschküche, Abstellraum, Garage, Garten, Balkon und Lichtschacht –, die jeweils zeigen, wie Stoffwechselprozesse mit dem häuslichen Alltag verflochten sind. Abfälle aus einem Bereich werden zu Ressourcen für einen anderen: Grauwasser und organische Abfälle aus der Küche versorgen Hydrokulturgärten, während KI das Mikroklima in der Waschküche reguliert und feuchte Luft durch den Lichtschacht leitet, in dem auch Myzel für den Hausgebrauch gezüchtet wird.

Die Haushaltsgegenstände des Metabolic Home werden aus den Ergebnissen menschlicher und nicht-menschlicher Aktivitäten hergestellt. Die Küchenmöbel bestehen aus Biokohleziegeln, die aus organischen Abfällen gewonnen werden; eine Bestäuberwand auf dem Balkon wird aus Myzelblöcken gebaut, die aus dem Lichtschacht gewonnen werden; Elemente des Schlafzimmers entstehen durch Kristallisations- und Biomineralisierungsprozesse; und die Garage erzeugt Biokraftstoff aus zersetzten Lebensmittelabfällen.

Der Prototyp, der auf den Forschungen von Markopoulou und Kallipoliti basiert und von Materialwissenschaften, synthetischer Biologie und Chemieingenieurwesen inspiriert ist, stellt ein konkretes Modell für die Einbettung von Stoffwechselkreisläufen in die Architektur und das städtische Leben dar.

quelle:
https://iaac.net/metabolic-home-venice-biennale/

 

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Struktur-Übersichten aus dem Projekt Metabolic Home
zum Blättern anklicken …
oder
download als pdf

 

 

Algae Sips and Java Brews (2023)
A Digestive Food Truck

Ausstellungsbeitrag auf der Shanghai Zrban Space Art Season
September – November 2023
by Lydia Kallipoliti and Hayley Eber with Didi Rapp
Video by Xiaoxiao Zhao

 





Future Food Ausstellung

 

Future Food. Essen für die Welt von morgen (2021)
Ausstellung des Deutschen Hygiene-Museums Dresden, 2021

Auf einer Reise entlang der globalen Wertschöpfungskette zeit die Ausstellung „Future Food”, dass die Zukunft der Welternährung von politischen Weichenstellungen, aber auch von persönlichen Entscheidungen abhängen wird. Neben musealen Exponaten präsentiert sie interaktive Medien, Videoinstallationen, wissenschaftliche Prototypen sowie künstlerische Positionen. Nützliches Faktenwissen vermittelt die Ausstellung in anschaulichen Wandgrafiken. Historische Dokumente und Objekte erzählen von Ideen, die ihrer Zeit weit voraus waren, und von solchen, die an den Gesetzen des Markts und den Gewohnheiten der Konsument*innen scheiterten. Bei Ihrem Rundgang durch ein Gewächshaus, ein Logistikzentrum, einen Supermarkt und an einer Festtafel können Sie sich die Frage stellen: Werden WIR es künftig besser machen?

 

 

Future food – Essen für die Welt von morgen
Anna-Lisa Dieter und Viktoria Krason (2020)
Sign. RI 3.1 Fut

Essen ist sinnlich, privat und politisch. Indem wir essen, genießen wir, zeigen der Welt, wer wir sind oder sein möchten und nehmen zugleich Einfluss auf Ökologie, Ökonomie und Klima. Die Frage, wie unser Ernährungssystem gerechter, nachhaltiger und gesünder werden kann, ist daher von enormer Bedeutung.
»Future Food. Essen für die Welt von morgen« lädt zum Nachdenken über eine der größten globalen Herausforderungen ein und erkundet die komplexen Zusammenhänge hinter den Speisen, die wir konsumieren. Auf unserem Teller liegen die wichtigsten Fragen der Gegenwart, auf die die Autorinnen und Autoren dieses Begleitbandes Antworten suchen. An der Schnittstelle zwischen Wissenschaft, Journalismus und Literatur widmen sie sich dem Essen als Totalphänomen, das Natur und Kultur, Kunst und Alltag verbindet.

Begleitband zur Ausstellung »Future Food. Essen für die Welt von morgen«, die vom 21. März 2020 bis 21. Februar 2021 im Deutschen Hygienemuseum Dresden gezeigt wird.

 





Filme

 

Auf 3sat finden sich viele Dokumentarfilme
zu unterschiedlichen Ernährungs-Themen:

–> Ernährung – mehr als Essen

–> Was wollen wir essen?

 

 

Superfood Bohnen (2024)
Film von Jasmin Lakatoš

Bohnen sind wahre Alleskönner: Sie verbinden Generationen und Kontinente, stehen für Heimat und Tradition. Sie sind gut für die Darmflora und für das Klima. Deshalb widmen sich auch Wissenschaftler der Power-Hülsenfrucht. Sie untersuchen innerhalb eines Bürgerexperiments, welche Sorten am besten mit den Klimaveränderungen in Europa klarkommen. Dafür bauen Tausende Hobbygärtner in 27 europäischen Ländern verschiedene alte Sorten der Gartenbohne an. Sie dokumentieren akribisch Wachstum, Blütezeit und Erträge.

Forscher an der Martin-Luther-Universität in Halle-Wittenberg arbeiten an einer besseren Verträglichkeit von Hülsenfrüchten zur Freude aller, die sich gern pflanzlich ernähren.

 

 

Superfood – neu gedacht
ZDF 2025

Nahrungsmittel, denen äußerst gesundheitsfördernde Kräfte zugeschrieben werden, sogenannte Superfoods, liefern zahlreiche Mikronährstoffe. Oft kommen sie von weit her. Doch auch direkt vor der Haustür entstehen Lebensmittel, die gesund und sogar nachhaltig sind.

Mit seinen 7000 Kilometern Küstenlinie ist Simons Heimat vom Meer geprägt wie kaum ein anderes Land in Europa. Dass die Alge, so reich an Vitaminen, Mineralstoffen und Omega-3-Fettsäuren, dennoch nicht oft auf dem dänischen Speiseplan steht, wollte er unbedingt ändern. Zusammen mit seinem Vater Claus gründete Simon „Dansk Tang“.

Der Klimawandel macht den deutschen Böden zu schaffen, viele altbewährte Sorten kommen mit steigenden Temperaturen und zunehmender Trockenheit nicht gut klar. Doch Urte Grauwinkel vom Projekt „Zukunftsspeisen“ aus Sachsen-Anhalt hat erkannt, dass es auf dem Acker auch Gewinner gibt: klimaresistente Hülsenfrüchte oder Körner zum Beispiel. Nährstoffreiche Sorten wie Kichererbse, Hirse und Quinoa gedeihen unter den neuen klimatischen Verhältnissen und können so die Abhängigkeit von Importen aus dem Ausland verringern.

Kuhmilch ist ein wesentlicher Bestandteil der deutschen Ernährung. Dabei wird oft übersehen, dass aus der ganz normalen Milch durch Fermentierung ein Superfood entstehen kann – der Kefir. Ein Getränk, das die Darmgesundheit fördert und das Immunsystem stärkt. Damit Kefir seine probiotischen Eigenschaften optimal entfalten kann, braucht es hochwertige Biomilch. Ein echtes Superfood aus bäuerlicher Hand!

 

 

Insekten – Nahrungsmittel der Zukunft?
3sat 2023

Eine neue EU-Verordnung erlaubt die Verwendung von Insekten in zahlreichen Lebensmitteln. Insekten punkten mit viel Protein und einer umweltfreundlicheren Produktion als Fleisch. Sind Insekten das Nahrungsmittel der Zukunft?

 

 

Algen essen – Klimaretter auf dem Teller
3sat 2023, Film von Frauke Ludwig

Algen können uns mit Proteinen, Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen versorgen, sie sind vegan und damit voll im Trend. Außerdem binden Algen CO2 und produzieren Sauerstoff.

Wie man mit Algen backen und kochen kann, soll eine neue Fortbildung zum „Algen-Sommelier“ vermitteln. Die Industrie- und Handelskammer Magdeburg bietet sie neuerdings an und vertraut bei der Lehrplan-Entwicklung auf die Expertise von Algenzüchter Jörg Ullmann.

Algen vermehren sich wie Pflanzen per Photosynthese, binden klimaschädliches CO2 und produzieren – quasi als „Abfallprodukt“ – Sauerstoff. Im Gegensatz zu Getreide und Gemüse benötigen sie dafür weniger Anbaufläche und keine Pestizide. Tier- und Umweltschutz sind für immer mehr Verbraucherinnen und Verbraucher kaufentscheidend, wenn sie zu veganen Ersatzprodukten für Fleisch, Fisch oder Käse greifen. Auch hier kommt die Alge ins Spiel.

 

 

Beherrscht uns das Mikrobiom?
Arte 2024

Wir Menschen beherbergen schätzungsweise 30 Billionen Mikroben – unser Mikrobiom. Und das hat Einfluss auf unsere Gesundheit, denn je diverser unser Mikrobiom, desto gesünder leben wir. Urbanisierung, Hygienevorschriften, veränderte Ernährungs- und Lebensweisen führen aber zu einem Artensterben unter den Mikroben. Wie können wir verlorene Mikroben wieder rekrutieren?