Zu Beginn der Vorübung erhalten die Studierenden einen kurzen Vortrag über die Bedeutung von Syntax und Semantik in Bezug auf gestalterische Operationen.
Syntaktik ist hergeleitet aus dem Begriff Syntax (Lehre vom Satzbau als Teilgebiet der Grammatik) und wird im Design für die Beschreibung von Gestalt und Struktur verwendet.
Im Unterschied dazu beschäftigt sich Semantik mit der Bedeutung von Zeichen. Im Design untersucht Semantik die Bedeutung und den Anzeichencharakter von Objekten und deren Teilen. Ein aus mehreren Teile zusammengefügter Gegenstand ist hinsichtlich der Beziehungen zwischen seinen Bauteilen einem aus Wörtern gebildeten Satz vergleichbar.
Die Unterscheidung und Benennung der einzelnen Bauteile macht ein Nachdenken und Reden über Konstruktion und Gestalt möglich.
Zeichnerische Variationen und Manipulationen


Eine Leiter ist strukturell einfach aufgebaut – in der ursprünglichsten Form aus zwei Holmen, die durch Sprossen miteinander verbunden sind.
Diese klare Struktur bietet die Basis für gestalterische Variationen, für Veränderungen in Proportion oder Rhythmus, in Materialität oder Erscheinung, für die Ergänzung mit weiteren Elementen, für das Erfinden von Zusatzfunktionen oder auch für andere Nutzungen oder Umnutzungen, die von der Leiter-Struktur profitieren.
Die Studierenden sammeln gemeinsam Begriffe für mögliche Operationen an Leiterstrukturen – zum Beispiel: stauchen, dehnen, skalieren, verzerren, verrunden usw. … Dann werden diese Begriffe verlost und von den Studierenden zeichnerisch an einer piktografischen Leiterstruktur angewendet.
Die Ergebnisse werden präsentiert und kommentiert.







