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Systemisch diskriminierungskritische Beratung für Studierende

Studierende können sich im Fall von Diskriminierung, Rassismus, Grenzverletzungen und belastenden Erfahrungen an der Hochschule an die externe systemische Beraterin Elisabeth Kupzok wenden.

Diskriminierung, Rassismus, Grenzverletzungen oder belastende Erfahrungen an der Hochschule können verunsichern, traurig, wütend oder erschöpft machen. Damit sollte niemand allein sein. Dieses Angebot nimmt Anliegen ernst, stärkt, unterstützt und sucht gemeinsam nach Wegen — so, wie es gebraucht wird.

Was angeboten wird

  • Niederschwellige systemische Beratung in einem sicheren, vertraulichen Rahmen.
  • Diskriminierungskritische Perspektive: Es wird nicht nur auf einzelne Vorfälle geschaut, sondern auch auf strukturelle Zusammenhänge und Machtverhältnisse.
  • Traumasensible Begleitung: Tempo und Form der Beratung richten sich nach den Bedürfnissen der Ratsuchenden; das Teilen von Informationen bleibt freiwillig.
  • Praktische Unterstützung: Informationen zu Optionen (informelle Klärung, interne Meldungen, formale Verfahren, externe Beratungsstellen) und Begleitung beim nächsten Schritt, wenn gewünscht.

Für wen das Angebot gedacht ist

Das Angebot richtet sich an alle Studierenden der Hochschule, die von Diskriminierung betroffen sind, ganz gleich auf welche Diskriminierungsebene sich die Diskriminierung bezieht; intersektionale Erfahrungen und Mehrfachdiskriminierungen einbezogen.

Ablauf einer Beratung:

  • Kontaktaufnahme:  über die Kontaktadresse / Kontaktformular. Bei Rückrufwunsch gerne mit Angabe der Telefonnummer. Antwort zum weiteren Vorgehen erfolgt zeitnah (meist innerhalb von 3 Tagen)
  • Erstgespräch: An einem geschützten Ort (nach Absprache), vertraulich und ohne Druck; es wird geklärt, welche Unterstützung sinnvoll ist.
  • Weiteres Vorgehen: Auf Wunsch weitere Prozessbegleitung, begleiteter und gehaltener Raum zum Sortieren / Fühlen / Kraft tanken, Begleitung zu Gesprächen, Vermittlung an externe Fachstellen (rechtlich, psychologisch, psychosozial) oder Unterstützung beim Ausfüllen von Meldungen.

Die Beratungen können bei Bedarf auch telefonisch und oder per Videocall erfolgen.

Vertraulichkeit und Selbstbestimmung

Alle Angaben werden vertraulich behandelt. Beratung ist freiwillig und kann anonym erfolgen. Die Kontrolle über das Vorgehen bleibt bei den Ratsuchenden. Auf Wunsch kann eine Vertrauensperson hinzugezogen werden. Die Beratung arbeitet parteilich zugunsten der Ratsuchenden und unterstützt bei Bedarf solidarisch und ressourcenorientiert. Grenzen durch rechtliche Pflichten oder institutionelle Rahmen werden transparent kommuniziert

Warum melden?

Frühzeitiges Melden schützt nicht nur individuell, sondern macht Strukturen sichtbar und kann Veränderungen anstoßen. Auch bei Unsicherheit, ob ein Vorfall „schlimm genug“ ist, lohnt sich ein Gespräch. 

Ansprechperson

Elisabeth Kupzok (sie/ihr)
Systemische Beraterin / Einzel- Paar und Familientherapeutin, systemische Körpertherapeutin, traumapädagogische Fachkraft, langjährige Arbeit in der Diskriminierungssensiblen Arbeit.

Zu meiner Person: Mein zentrales Anliegen ist, einen diskriminierungssensiblen, BIPoC‑ und queerfreundlichen Raum zu öffnen. Als weiße Person, die das bei der Geburt zugeschriebene Pronomen sie / ihr verwendet, ohne unmittelbare Erfahrung mit Behinderung, mit akademischem Zugang und deutschem Pass, übernehme ich die Verantwortung, die eigenen Privilegien bewusst zu benennen und die Arbeit kontinuierlich machtkritisch zu reflektieren. Diese Reflexion umfasst Supervision, Fortbildungen und die Bereitschaft, Rückmeldungen aufzunehmen sowie bei Bedarf an passende Fachstellen weiterzuvermitteln.