Schreibtisch und Regale von Le Corbusier (2012) Arte
Der Schreibtisch LC 16 ist ein Klassiker für das Kinderzimmer und wurde von Le Corbusier für einen Wohnkomplex in der nordwestfranzösischen Gemeinde Rezé entwickelt. Der modulare Schreibtisch mit Regalaufsatz verbindet zwei Elemente, die für den Geschmack des Architekten in Sachen Inneneinrichtung typisch sind: ein Regal und einen einbeinigen Tisch.
Charlotte Perriand (2019) Arte
Charlotte Perriand war 24 Jahre jung, als Le Corbusier sie in sein Team holte und sie sogleich mit der Innenausstattung seiner Bauwerke betraute. Perriand entwickelte eine eigenständige, minimalistische Formensprache, verwendete neue, unübliche Materialien und kam dank Erfindungsreichtum und Esprit zu Lösungen, die ästhetisch bestechend, praktisch, funktional und darüber hinaus auch noch behaglich waren. Mit ihren Kreationen prägte sie massgeblich das Design des 20. Jahrhunderts.
E1027 von Eileen Gray (2014) Arte
Ein kleiner verstellbarer Beistelltisch aus Stahlrohr – heute verchromt – mit einer Tischplatte aus klarem Kristallglas. Eileen Gray entwarf den Tisch E1027 zwischen 1926 und 1929. Dieses verblüffend moderne Möbelstück offenbart den bahnbrechenden und visionären Charakter der Designerin Eileen Gray.
Jean Prouve Compas (2010) Arte
Jean Prouvés Möbelentwürfe stehen für eine perfekte Symbiose aus Ingenieurskunst und Design. Prouvé verband in seinen Entwürfen stets Funktionalität mit Ästhetik und gilt als Pionier des industriellen Möbeldesigns. Der Compas Direction Desk ist ein minimalistischer Schreibtisch, der seinen Namen von den Kompass-ähnlichen Beinen hat, die ihm eine besondere Leichtigkeit und Eleganz verleihen. Die Beine bestehen aus dünnen Stahlstreben, die an die Struktur eines technischen Instruments erinnern, und das Tischblatt aus Holz verleiht dem Ganzen Wärme.
Eames Lounge Chair (2007) Arte
1956 entstand mit dem Eames Lounge Chair eine Ikone des amerikanischen Mid Century Designs. Aufgabe war es damals, eine zeitgemäße, moderne Version des alten englischen Clubsessels zu erstellen. Dabei nutzten Charles und Ray Eames ihre Erfahrungen aus der dreidimensionalen Formholz-Technologie, die sie schon früher für die Plywood Chairs verwendeten. Der Entwurf wurde ein Meilenstein der Designgeschichte. Unterschiedlich geformte Schichtholzschalen wurden für die Schale verwendet, voluminöse Lederpolster sorgten für einen hohen Sitzkomfort.
Akari (2006) Arte
Ein Besuch in der traditionellen Chochin-Laternenwerkstatt von Oseki in Gifu im Jahr 1951 inspirierte Isamu Noguchi zu seinen ungewöhnlich geformten Lampen, bei denen die Kerzen durch elektrisches Licht ersetzt wurden. Akari-Lampen werden in Handarbeit aus sanft durchscheinendem Washi-Papier hergestellt, das aus der inneren Rinde des Maulbeerbaums gewonnen wird, indem das Papier über einen Rahmen aus Higo-Bambus gespannt wird, der in jede beliebige Form gebogen und gefaltet werden kann und an einem Metallstiel befestigt ist.
Akari-Lampen sind im wahrsten Sinne des Wortes leicht und zart. „Akari“ ist das japanische Wort für ‚Licht‘, und das Piktogramm setzt sich aus den Symbolen für die Sonne und den Mond zusammen. Noguchi selbst sagt über Akari-Lampen, dass sie sich auf magische Weise zu entfalten und auszudehnen scheinen, jenseits von allem Materiellen“.
Arco von Achille und Pier Giacomo Castiglioni (2010) Arte
Die 1962 von den Castiglioni Brüdern entworfene Stehleuchte Arco hat die Zeiten überdauert, ohne altmodisch zu werden. Ihr typischer Bogen, der Sockel aus weißem Carrara-Marmor und die funkelnde Aluminiumkugel machten sie zu einem Must-Have-Objekt des zeitgenössischen Designs. Der Film zeigt, wie ein scheinbar so einfaches Objekt mit den wesentlichen formalen Komponenten – Bogen, Rund, Kugel und Kreis – zu einem Archetypus wurde.