Workshop: Reine Formsache? Zum Verhältnis von Form und Ideologie vor und nach 1933

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Workshop: Reine Formsache? Zum Verhältnis von Form und Ideologie vor und nach 1933
Workshop an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle und im GRASSI Museum für Angewandte Kunst, Leipzig
29./30. Januar 2026
Konzeption und Organisation: Christina Brinkmann (Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle) und Amelie Ochs (Universität Bremen) in Kooperation mit dem GRASSI Museum für Angewandte Kunst
Donnerstag, 29. Januar 2026
Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle
Workshop mit Paul Betts, Christina Brinkmann, Nanne Buurman, Zofia Durda, Mira Anneli Naß, Maria Neumann, Amelie Ochs, Tabea Schmid, Johanna Söhnigen und Rainer Schmitz sowie Elsa Westreicher
Der erste Workshoptag zielt auf einen Austausch zu Dis-/Kontinuitäten in Kunsthandwerk- und Designdiskursen vor und nach 1933. Anhand von ausgewählten Primär- und Sekundärtexten soll das Verhältnis von Form und Ideologie erneut befragt und diskutiert werden. Neben historischen Quellen wie Zeitschriftenartikel, Korrespondenzen und Konzeptpapiere für Ausstellungsvorhaben der 1910er bis 1940er Jahre sind theoretische Bestimmungen, wissenschaftliche Kontextualisierungen und Essays auch aus der Zeit nach 1945 von Interesse, die sich mit Form- und Gestaltungsfragen auseinandersetzen. Wie wurden mehr oder weniger klare ideologische Setzungen vorgenommen? Wie schrieben sich Antisemitismus, Nationalismus, Rassismus, Reinheits- und Einheitsvorstellungen in Formdiskurse ein? Inwiefern wurden Kunsthandwerk und Kunstgewerbe politisch motiviert voneinander abgegrenzt? Wie wurden Design und Politik miteinander verknotet? Inwiefern wurde Design eine erzieherische Funktion zugesprochen?
Freitag, 30. Januar 2026
GRASSI Museum für Angewandte Kunst
Pfeilerhalle, Johannisplatz 5–11, 04103 Leipzig
Der zweite Workshoptag widmet sich aus einer praktischen Perspektive dem Sammeln, Ausstellen und Vermitteln von kunsthandwerklichen und Design-Objekten aus der NS-Zeit und greift dabei Fragen zum Verhältnis von Form und Ideologie auf.
Vorträge
12.00–12.30 Uhr Anke Blümm (Universität Erfurt): Bauhaus und Nationalsozialismus, Weimar 2024
12.30–13.00 Uhr Aleksandra Paradowska (Uniwersytet Artystyczny im. Magdaleny Abakanowicz w Poznaniu): Allmachtsphantasien. Architektur und Alltag unter deutscher Besatzung / Iluzje Wszechwładzy. Architektura i codzienność pod okupacją niemiecką, Poznań 2024/2025
13.00–13.30 Uhr Klara Němečková (Staatliche Kunstsammlungen Dresden): tba
13.30–14.00 Uhr Diskussion
Mittagspause
15.00–17.00 Uhr Podiumsdiskussion: Reines Exponat? Perspektiven zur Ausstellungspraxis von Kunsthandwerk und Design der NS-Zeit
Begrüßung: Olaf Thormann (GRASSI Museum für angewandte Kunst Leipzig)
Einführung: Christina Brinkmann und Amelie Ochs
mit Sabine Epple (GRASSI Museum für Angewandte Kunst), Jens-Uwe Fischer (Universität Kassel), Michal Friedlander (Jüdisches Museum Berlin), Xenia Riemann-Tyroller (Neue Sammlung München), Stefanie Seeberg (GRASSI Museum für Angewandte Kunst)
Moderation: Christian Fuhrmeister (Zentralinstitut für Kunstgeschichte, München)
Die Podiumsdiskussion ist öffentlich und kostenfrei zugänglich. Für eine Teilnahme am Vortragsteil bitten wir um vorherige Anmeldung unter christina-brinkmann@burg-halle.de



















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