Ausstellung

tagsüber bin ich woanders (hier bin ich nur nachts) – Wohnungslosigkeit und unsicheres Wohnen in Halle

Eine Ausstellung des Studiengangs Kommunikationsdesign/Fotografie vom 29. Januar bis 31. Mai 2026 im Stadtmuseum Halle

Die Ausstellung tagsüber bin ich woanders (hier bin ich nur nachts) – Wohnungslosigkeit und unsicheres Wohnen in Halle, die am 29. Januar 2026, um 18 Uhr, im Stadtmuseum Halle eröffnet wird, entstand im Austausch zwischen Studierenden des Studiengangs Kommunikationsdesign/Fotografie, wohnungslosen oder von Wohnungslosigkeit bedrohten Menschen und Beschäftigten sozialer Einrichtungen. In einer Sammlung von Fotografien, Interviews, Zeichnungen, Recherchen, Texten und Zitaten kommen sie alle vor als Fotograf*innen, Schreibende, Musiker*innen, kritische Beobachter*innen – als Personen, die ein Teil Halles sind. Die Ausstellung ist vom 29. Januar bis 31. Mai 2026 im Stadtmuseum Halle zu sehen.

Ein Mensch, der keine eigenen, sicheren vier Wände hat, ist dem öffentlichen Blick ausgeliefert. Ganz unmittelbar, wenn er auf der Straße schläft. Er ist es auch, wenn über ihn geurteilt, wenn er bewertet wird, wenn er abhängig ist von Sozialleistungen. Er muss sich offenbaren vor Ämtern, Banken und Institutionen. Menschen, die wohnungslos sind oder in prekären Verhältnissen leben, erfahren häufig gesellschaftlichen Ausschluss und Entmenschlichung. Meist erscheinen sie im öffentlichen Blick nur dann als Individuen, wenn es darum geht, nach ihrem persönlichen Verschulden zu fragen. 
Die Ausstellung versucht, sich gegen diesen Blick zu sperren. Die Gründe für Wohnungslosigkeit sind auf gesellschaftlicher Ebene zu suchen. Sicheres Wohnen als menschliches Grundbedürfnis betrifft alle. 
Die Ausstellung ist eine Initiative der Evangelischen Stadtmission Halle e. V. in Zusammenarbeit mit dem Studiengang Kommunikationsdesign/Schwerpunkt Fotografie der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle und dem Stadtmuseum Halle. 
Die Ausstellung entstand im Austausch zwischen Studierenden des Studiengangs Kommunikationsdesign/Fotografie, Betroffenen und Beschäftigten sozialer Einrichtungen. In einer Sammlung von Fotografien, Interviews, Zeichnungen, Recherchen, Texten und Zitaten kommen sie alle vor als Fotograf*innen, Schreibende, Musiker*innen, kritische Beobachter*innen – als Personen, die ein Teil Halles sind. 
Die Begegnungen fanden zwischen Oktober 2025 und Januar 2026 statt: unterwegs im Stadtraum, in der Sozialberatung, der Wärmestube, am Elisabeth-Tisch des Krankenhauses St. Elisabeth sowie beim SCHIRM-Projekt der Halleschen Jugendwerkstatt und im Haus der Wohnhilfe

Ein Projekt von Olivier Conrad, Gwendolyn Graepler, Joseph Henrici, Bada Lim, Lena Magens, Paul Melzer, Pia Passauer, Ashton Pierce, Luzi Marion Reuleaux, Lotte Sauvant, betreut von Prof. Stephanie Kiwitt, Professorin für Kommunikationsdesign/Fotografie, Marco Dirr, Künstlerischer Mitarbeiter, und Heike Hertwig, Werkstattleiterin Fotografie

tagsüber bin ich woanders (hier bin ich nur nachts) – Wohnungslosigkeit und unsicheres Wohnen in Halle 

Zeitraum: 29. Januar bis 31. Mai 2026 
Eröffnung: 29. Januar 2026, 18 Uhr
Ort: Stadtmuseum Halle, Große Märkerstraße 10, 06108 Halle (Saale) 
Öffnungszeiten: Mittwoch – Sonntag, 10 – 17 Uhr
Weitere Informationen: www.stadtmuseumhalle.de  
Social Media: Die BURG kommuniziert die Ausstellung in den sozialen Medien mit den Hashtags #BurgHalle, #Tagsüberbinichwoanders und #StadtmuseumHalle

Begleitprogramm des Stadtmuseums Halle

Sonntag, 15. Februar 2026, 15 Uhr 
(K)ein Dach über dem Kopf in Halle? – Zur Lage der Wohnungslosigkeit heute 
Gesprächsformat mit Akteur*innen aus der Wohnungslosenhilfe

Mittwoch, 22. April 2026, 16 Uhr
Leben und Sterben auf der Straße: Obdachlosigkeit in Halle
Filmvorführung mit anschließendem Gespräch mit Filmemacher Daniel Tautz

Weitere Veranstaltungen sind in Planung.