Zehn Absolvent*innen der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle stellen vom 5. bis 20. September 2026 auf dem Gelände der Spinnerei Leipzig aus. Die Eröffnung der Ausstellung findet parallel zum Herbstrundgang der Spinnereigalerien statt.

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Zehn Absolvent*innen der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle stellen vom 5. bis 20. September 2026 auf dem Gelände der Spinnerei Leipzig aus. Die Eröffnung der Ausstellung findet parallel zum Herbstrundgang der Spinnereigalerien statt.
Vom 5. bis 20. September 2026 präsentiert die Ausstellung From Now On zehn künstlerische Positionen von Absolvent*innen der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle. Die gezeigten Arbeiten treten miteinander in Dialog und zeichnen ein vielschichtiges Bild künstlerischer Ausdrucksformen und Arbeitsweisen.
FROM NOW ON markiert den Übergang vom Studium in die künstlerische Praxis als Moment der Neuverortung. Aus der gemeinsamen Erfahrung des Studiums heraus nähert sich die Ausstellung einem „Von nun an“, das weniger als linearer Abschluss denn als Schwellenmoment lesbar wird. Sie versammelt zehn Positionen von Absolvent*innen der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle, die an der Schnittstelle zwischen Studium und Alumni-Status ihre künstlerische Praxis der Öffentlichkeit präsentieren.
Das Künstlerinnenduo Witte Böhm sowie Nina Hach, Louisa Kaftan, Paul Kobert, Johanna Koepe, Trami Nguyen, Roger Paulino, Carmen Voigt, phlorian wagner und Chungwoo Yoo zeigen aktuellen Arbeiten und eröffnen Einblicke in ihre jeweiligen künstlerischen Positionen.
Die Ausstellung vermittelt einen Eindruck der Vielfalt an inhaltlichen und technischen Ansätzen und erzeugt im Zusammenspiel der Präsentation neue Verknüpfungen und Dialoge.
Das Künstlerinnenduo Witte Böhm, bestehend aus Marie Witte und Friederike Böhm, entwickelt Arbeiten aus den Dingen des Alltags und der gebauten Umwelt. In FLIESEN² untersuchen die Künstlerinnen die gefliesten Fassaden westdeutscher Städte als Zeitzeugnisse der Nachkriegszeit und legen mithilfe kulturhistorischer und fotografischer Recherchen deren verborgene Bedeutungsschichten frei.
Die Ölmalereien von Nina Hach verdichten sich zu erzählerischen Bildräumen. Sehnsüchte, Schmerz und Herzklopfen werden darin zu einem Kosmos aus Übersetzungen des Lebens und seiner Verzerrungen.
Louisa Kaftan erforscht in ihren bildhauerischen Arbeiten das Zusammenspiel von Material, Körperlichkeit und Raum. Indem sie Materialien aus ihrem ursprünglichen Kontext löst, macht sie deren skulpturale Qualitäten in neuen Zusammenhängen erfahrbar.
In seinen Fotografien untersucht Paul Kobert den urbanen Alltag und den Moment, in dem Vertrautes neu erscheint. Durch ihre installative Anordnung verbinden sich die Arbeiten zu eigenständigen räumlichen Erzählungen.
Johanna Koepe verbindet Steingut und recycelte Zellulose zu einer eigenständigen bildhauerischen Formensprache. Ihre körperbezogenen Plastiken erforschen die Beziehungen von Fragmenten sowie das Spannungsfeld zwischen Stabilität und Beweglichkeit.
Trami Nguyen versteht Archivierung als ästhetische und politische Praxis. Ausgehend von ihrer Familiengeschichte macht sie in Installationen, Videos und Objekten Erinnerungen und Geschichten sichtbar, die, insbesondere mit Blick auf die vietnamesische Diaspora, in den Archiven der weißen Mehrheitsgesellschaft oft keinen Platz finden.
Das grafische Werk von Roger Paulino verbindet kunsthistorische Bildtraditionen mit persönlichen Erfahrungen von Herkunft, Migration, Zugehörigkeit und dem Leben als Mensch mit Behinderung. Aus Archivmaterialien und mit Feuer bearbeitetem Holz entwickelt er Arbeiten über die Insel Madeira als Ort familiärer Erinnerung und einer durch Besiedlung und Zerstörung geprägten Landschaft.
Die Arbeiten von Carmen Voigt bewegen sich zwischen Zeichnung und Skulptur und erkunden die offenen Möglichkeiten des Erzählens. Ihre Objekte entwickeln eigenständige narrative Bezüge und entfalten ihre Wirkung aus der Ambivalenz möglicher Assoziationen.
phlorian wagner untersucht in seiner künstlerischen Arbeit die Materialität von Medien und die Beziehungen zwischen Raum, Zeit und Körperlichkeit. Buch und Schrift dienen ihm als Ausgangspunkte, um Prozesse der Übersetzung zwischen zwei- und dreidimensionalen Medien sichtbar zu machen.
In seinen keramischen Arbeiten verbindet Chungwoo Yoo gesellschaftliche Konflikte mit den inneren Spannungen des Individuums. Seine skulptural überzeichneten Figuren machen Instabilität und emotionale Grenzerfahrungen sichtbar und reflektieren das Verhältnis von Individuum und Gesellschaft.
FROM NOW ON gehört zu einer Ausstellungsreihe der BURG, in der die Hochschule bemerkenswerte Positionen von Absolvent*innen einer breiteren Öffentlichkeit vorstellt.
Freitag, 4. September 2026, 19 Uhr
Eröffnung
Grußworte von Prof. Tilo Baumgärtel und Elise Möller
Sonntag, 6. September 2026, 13 – 15 Uhr
Kunstauktion in Kooperation mit dem studentischen Zusammenschluss burgauktion
Spendenaktion an ein Demokratieförderprojekt in Sachsen-Anhalt mit Kunstwerken aller Künstler*innen. Weitere Informationen unter @burgauktion .
Samstag, 19. September 2026, 15 Uhr
Tandem-Führung
Tandem-Führung mit den Künstler*innen phlorian wagner und Johanna Koepe





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5. bis 20. September 2026
Freitag, 4. September 2026, 19 Uhr
UG 14, Spinnerei Leipzig, Spinnereistr. 7, 04179 Leipzig
Donnerstag bis Sonntag, 12 bis 18 Uhr
Der Eintritt ist kostenfrei. Eine Anmeldung nicht erforderlich.
Elise Möller
Prof. Tilo Baumgärtel