Auszeichnung

Philsoo Heo erhält den 1. Preis des sechsten internationalen Keramikpreises Siegburg

Philsoo Heo, Absolvent des Meisterstudiums bei Prof. Martin Neubert, wurde mit dem Internationalen Keramikpreis Siegburg ausgezeichnet. Die Ausstellung mit den Arbeiten findet noch bis zum 12. April 2026 im Stadtmuseum Siegburg statt.

Der Burg-Absolvent der Studienrichtung Keramik, Philsoo Heo, ist mit dem 1. Preis des sechsten internationalen Keramikpreises Siegburg ausgezeichnet worden und setzte sich damit gegen 335 Bewerbungen aus über 23 Nationen durch.

Die Jury würdigt Philsoo Heos Werk Die Berührung der Unwissenheit für seine eindrucksvolle Verbindung von Naturmetapher, gesellschaftlicher Reflexion und keramischer Experimentierfreude. Die Arbeiten machen die Spannung zwischen Stabilität und Wandel, Unwissenheit und Erkenntnis sichtbar und übersetzen die komplexen Erfahrungen einer globalisierten Gegenwart in eine kraftvolle, organische Formensprache. Besonders überzeugend ist der sensible Umgang mit Material und Glasur, durch den Prozesse von Zeit, Transformation und Vergänglichkeit auf poetische Weise erfahrbar werden.

Über den Siegburger Keramikpreis

Der Internationale Keramikpreis Siegburg ist aktuellen keramischen Strömungen gewidmet und würdigt Keramiken von hoher handwerklicher Qualität und mit besonderem gestalterischem Anspruch. Der Preis wird alle zwei Jahre ausgeschrieben und bietet alle Freiheiten zwischen Gefäß und freier Kunst.

Die Ausstellung im Stadtmuseum Siegburg zeigt die ausgezeichneten Arbeiten der Preisträger*innen und der ausgewählten Teilnehmer*innen noch bis 12. April 2026 und bildet eine faszinierende Vielfalt von Keramikkunst ab. 

Philsoo Heo

Philsoo Heo hat 2024 sein Meisterstudium in der Keramikklasse bei Prof. Martin Neubert an der BURG begonnen und im Januar 2026 erfolgreich abgeschlossen. Mit seinen Arbeiten konnte der Künstler in der Vergangenheit schon mehrere renommierte Preise gewinnen, so erhielt er im Jahr 2024 nicht nur den BkV Preis für junges Kunsthandwerk, sondern auch den Apolline Preis auf der Grassimesse.

,,Durch meine Werke möchte ich Unruhe, Erschöpfung und Konflikte in Liebe, Hoffnung, Heilung und Einsicht transformieren. In meinen keramischen Arbeiten stelle ich Holz dar, das voller Wunden ist, um Gefühle der Unruhe und Leere auszudrücken. Formen, Texturen, Farben und die zufälligen Prozesse beim Brennen sind organisch und spiegeln Veränderungen in Verständnis und Empathie wider. So offenbaren meine Werke die unvermeidlichen Wahrheiten, denen Menschen und Gesellschaft gegenüberstehen, und machen gleichzeitig die Kraft und die Möglichkeiten von Wandel sichtbar."