Die Jury prämierte ihre Diplomarbeiten im Rahmen der Diplomausstellung "eingetaucht/aufgetaucht".

Die Jury prämierte ihre Diplomarbeiten im Rahmen der Diplomausstellung "eingetaucht/aufgetaucht".
Die Absolvent*innen der Zeitbasierten Künste Vanessa Kahl und Paul Kobert erhielten beide eine Anerkennungen von der Fachjury des Kunstpreises der Stiftung der Saalesparkasse. Die Anerkennungen sind jeweils mit 500 Euro dotiert. Die Verleihung fand am Mittwochabend, 4. Februar 2026, 18 Uhr, im Volkspark Halle statt.
Die Arbeiten der Preisträger*innen sowie die Werke von weiteren 37 Absolvent*innen des Fachbereichs Kunst sind in der Ausstellung eingetaucht/aufgetaucht – Diplome der Kunst 2026 in den Räumen der Burg Galerie im Volkspark und in der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt vom 05.02. - 01.03.26 zu sehen.
Die Jury vergab eine Anerkennung an Vanessa Kahl für ihre Arbeit PLAY. In zwei vertikalen Videoprojektionen erzählt die Künstlerin darin vom gemeinschaftlichen Spiel der Kindheit, das von jungen Erwachsenen repräsentiert wird. In tänzerischen und szenischen Aufnahmen sehen wir eine Gruppe von etwa neun Menschen, die teils aus der Vogelperspektive, teils vom Boden aus beim kindlichen Spielen gefilmt wurden. Auf magische Weise wirken diese Menschen wie ein gemeinsamer Körper und scheinen im Spiel die Möglichkeit menschlicher Schwarmintelligenz zu erforschen. Nach dem Betrachten von Vanessa Kahls Arbeit verbleibt ein angenehmes Gefühl idealisierter Leichtigkeit des Kindseins.
Vanessa Kahl, geboren 1998, lebt und arbeitet in Leipzig. Seit 2018 studierte sie bei den Zeitbasierten Künsten bei Prof. Michaela Schweiger und schloss ihr Diplom im Januar 2026 ab. In ihrer künstlerischen Praxis liegt ihr Fokus auf Prozessen des Miteinanders, des Zeigens und Wahrnehmens, häufig in kollaborativen und interdisziplinären Arbeitszusammenhängen. Ihre Arbeiten wurden in Performances und Ausstellungen unter anderem in Leipzig, Halle, Weimar und Braunschweig gezeigt.
Die Arbeit von Vanessa Kahl ist in der Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt ausgestellt.
Zudem erhielt Paul Kobert eine Anerkennung für seine Arbeit Toskana oder Provence. Die raumgreifende Fotoinstallation hat die Jury nachhaltig beeindruckt. Sie verbindet Fotografien unterschiedlicher Formate zu einem installativen Arrangement. Mit einem präzisen, reflektierten Blick durch die Kamera hält der Künstler architektonische und urbane Fragmente fest, die aus ihrem ursprünglichen Kontext gelöst erscheinen und teilweise mit beinahe portraithafter Genauigkeit untersucht werden. Treppenaufgänge, Straßenabsperrungen und eine im Bau befindliche, monumentale Brücke wirken dabei nahezu wesenhaft. Die Macht der vom Menschen überformten Umgebung ebenso wie ihre eigentümliche dinghafte Selbstgenügsamkeit schärfen den Blick auf die Welt und laden dazu ein, Paul Koberts fotografischer Wahrnehmung zu folgen.
Paul Kobert, geboren 1993 in Mühlacker, lebt und arbeitet in Leipzig. Bevor er ein Studium der Zeitbasierten Künste bei Prof. Michaela Schweiger begann, absolvierte er ein Gartenbaustudium. Sein Diplom schloss er 2026 an der BURG ab.
Die Arbeit von Paul Kobert wird in der Burg Galerie im Volkspark gezeigt.
Weitere Informationen:
Volkspark Halle, Schleifweg 8a, 06114 Halle (Saale)
Kunststiftung des Landes Sachsen-Anhalt, Neuwerk 11, 06108 Halle (Saale)
Mi–So, 14–19 Uhr





