Einrichtung

Burg Galerie

Öffentlicher Ausstellungsraum

16.4. ‒ 31.5.2026: The Gallery as a Stage: #2_Acting/Reacting

Für den zweiten Teil der Reihe The Gallery as a Stage: #2_Acting/Reacting wollen wir bewusst mit der bisherigen Wahrnehmung der Galerie brechen und allen Räumen andere Funktionen geben, um neue Formen der Interaktion und Präsentation anzuregen.
Dafür nehmen wir den Titel wörtlich und bauen im größeren Galerieraum eine von Prof. Tilo Baumgärtel konzipierte Bühnensituation, die anderen Räume können Backstage, Fundus, Maske und vieles mehr werden. 
Nach einem OPEN CALL für Studierende und Alumni der BURG wurden von einer hochschulinternen Jury aus 41 Bewerbungen 27 Vorschläge ausgewählt.

Die Eröffnung findet am 15. April 2026 statt.

Teilnehmende:

  • All of the Above (Tom Germershausen/Gesine Otto)
  • BCC: ruckizucki (Anna Darmstädter, Carlin Hefer, Maxim Himmelspach, Patrick Neugebauer, Rebecca Püls, Pia Ritzer, Richard Rothfeld, Clara Scheffler, Phlorian Wagner)
  • Alva Berlich
  • Clara Behr
  • Brianna Leonie Blug
  • Bühnen der Existenz (Paula Barth, Clara Berlich, Lena Kron, Sophia Scherer, Michael Schroller, Nut Srisuwan, Prof. Dr. Marita Tatari, Elena Ylva Veit/Simone Jahnkow)
  • Volker Buchwald
  • Simon Gärtner
  • GIGA 8, ein episodischer Modefilm mit Gigi Spelsberg (Projektteilnehmer*innen der BURG: Inanna Natalie Annoh, Frieder Paul Bassfeld, Lea Rosa Casparek, Henriette Gröger, Raffael Jakob Harrer, Mira Lu Haselow, Sophie Kerschbaumer, Malgorzata Leszcyriska, Mattis Melchior Meretz, Magdalena Jocic, Gent Törber
    Projektteilnehmer*innen der UdK Berlin: Subin Ahn, Mika Baum, Carolyn Beyer, Philipp Conrads, Sofie Fink, Felix von der Goltz, Sergey Kuchin, Leara Manhaes Reis, Elsa Maria Molinari, Elvis Perales, Anja Rudzinski, Gala Rummenhöller, Tobias Scholze, Justus Siebrecht, Jereon Wijne, Yechan Yung); Studienrichtung Modedesign Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle (Prof. Lars Paschke / Dana Elmi Sarabi) und Visuelle Kommunikation Klasse Bewegtbild Universität der Künste Berlin (Prof. Stini Röhrs / Pauline Pyras)
  • Rouven Guder
  • Rouven Guder/Ina Panknin/Antonia Roziewski
  • Elena Jung
  • Genesis Kahreci (HGB Leipzig)
  • Kohllaboration (Katharina Bäuml, Viv Donner, Moegi Morikawa, Anna Pürschel, Christin Radischat)
  • Malin Kienle (mit Lucy Maxime Bikar und Hannah Adomßent)
  • Klangobjekte (Constantin Carstens, Maximilian Jahn, Samuel Kok, Milan Logar, Sophia Scherer, Michael Schroller, Maria Winkler)
  • Lokale Skandale (Nils Jaeger mit Hanner Frerich, Rahel Gebhardt, Nele Lippert, José Madrigal Despaigne, Caro Rüllich, Helen Stolzenberg, Rosa Suhrbier, Louis Voelkel)
  • Caroline Palm/Maria Winkler
  • Ina Panknin
  • Clara Rudolf/Rahel Wagner
  • Carolin Rüllich/Ines Wassermann
  • Henrike Luise “Luri” Schmidt
  • Kaja Semmler
  • Jooyeon Shin
  • Michelle Sorin
  • Phlorian Wagner
  • Wear We Meet, SCHMUCK HALLE (Katharina Briksi, Leonie Damm, Nora Heuschmann, Maren Kaden, Cathleen Kämpfe, Samuel Maßmann, Hannah Suda, Larissa Thiel)

Weitere Beteiligte bei „The Gallery as a Stage #2“:

  • Prof. Dr. Nike Bätzner
  • Prof. Tilo Baumgärtel und Sebastian Hartmann
  • Prof. Dr. Veronica Biermann
     

 9.5. 2026: Museumsnacht Halle & Leipzig

Auch in diesem Jahr ist die Burg Galerie Teil der Museumsnacht Halle/Leipzig.

Programm

15 – 16 Uhr
Mito von Brianna Leonie Blug
Mito ist eine überlebensgroße Puppe, die den Volkspark erkunden möchte. Ihre Erfinderin trägt die Puppe selbst. Kleine und große Besucher*innen können erfahren, wie Mito entstanden ist und welche Pläne sie hat.

15 – 23 Uhr
Live-Publikation, Aktion von BCC: ruckizucki (Anna Darmstädter, Clara Scheffler, Phlorian Wagner und weitere)
Eine Live-Publikation ist ähnlich wie ein Live-Ticker: berichtet wird möglichst nah am Jetzt. Es wird dokumentiert, was vor Ort passiert, was das Publikum beisteuert, wird untergemischt. Besuchende werden zu Akteur*innen, Interessierte zu Voyeur*innen, Sammelnde zu Produzent*innen. Alles wird gedruckt und herausgegeben – die entstehenden Hefte können vom Publikum mitgenommen werden.

21 – 21.30 Uhr
Reflektion, Performance mit Carolin Rüllich und Ines Wassermann 

Das Licht ist aus. Schwarzes Loch an. Gefühlte Unendlichkeit. Mit Taschenlampen begeben sich die Performerinnen auf die Suche nach versteckten Versprechen in den Winkeln des Volksparks. Schatten, Lichtreflexe und Geräusche stellen alle vor eine Herausforderung: Wie begegnen wir dem Unbekannten, dem Hier und Jetzt?

21.30 – 22 Uhr
Playable Images v1.01, Live-Set mit Volker Buchwald

Geplant ist ein Live-Set zwischen explorativem Sound und einprägsamem Rhythmus. Geleitet von dynamischen und reaktiven Bildern, entsteht derweil aus Musik und Projektion eine ineinandergreifende audiovisuelle Erzählung.

18.7.  ‒ 9.8.2026: Take Off 2026 – Meisterschüler*innen der BURG

Mit Take Off 2026 setzt die BURG ihre im August 2021 begonnene Ausstellungsreihe fort und zeigt die Abschlussarbeiten der Meisterschüler*innen parallel zur Jahresausstellung Mitte Juli 2026.

 

14.10. ‒ 8.11.2026: Jeder Stoff ist ein kleiner Raum (AT)

Semesterprojekt von Prof. Bettina Göttke-Krogmann (Professorin für Textildesign)

 

(Stand: 17. Dezember 2025)

Veranstaltungen - Archiv

Formate der Kunstvermittlung

Die Burg Galerie im Volkspark sieht neben der Konzeption und Realisierung von Ausstellungen ihre Aufgabe darin, die Ausstellungsideen und die gezeigten zeitgenössischen Positionen aus Kunst und Design einem breiten Publikum auf vielfältige Weise zu vermitteln.

Dazu wird ein umfangreiches künstlerisches Begleitprogramm entwickelt, das verschiedene Möglichkeiten des Zugangs zur zeitgenössischen Kunst ermöglicht. So werden beispielsweise in Gesprächen mit den Künstler*innen vor ihren Werken Aspekte künstlerischen Arbeitens untersucht, Entstehungskontexte beleuchtet, Werkzusammenhänge befragt und thematische Auseinandersetzungen vorgestellt. Das Programm erweitert sich mit seinen Formaten ständig, auch indem die Wünsche und Vorstellungen der Ausstellenden sowie der Besucher*innen berücksichtigt werden.

Die folgenden drei Schwerpunkte I. Aktionen von Künstlerinnen und Künstlern, II. Dialogische Kunstvermittlung und III. Diskursive Veranstaltungen haben sich in den letzten Jahren kunstvermittelnder Praxis herauskristallisiert und bewährt.

I. Aktionen von Künstlerinnen und Künstlern


Der künstlerische Werkbegriff ist in ständigem Wandel. Oft arbeiten Künstlerinnen und Künstler nicht nur mit unterschiedlichen Medien, sondern sie setzen sich auch mit anderen Bereichen der Kunst wie Theater, Literatur, Musik, mit Unterhaltungs- und Populärkultur oder auch mit gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Fragen auseinander.
Künstlerische Arbeiten wie Performances, aber auch Auftritte wie Lectures oder Lesungen erweitern das Spektrum der Begegnung zwischen Akteur*in und Publikum. Es werden in diesen Foren auch Fragen nach den Existenzbedingungen von Künstler*innen und Designer*innen, nach der Rolle von künstlerischen Netzwerken und gemeinsamen Aktionen diskutiert.

  • Performances
  • Lectures von Studierenden und Gastkünstler*innen
  • Lesungen
  • Workshops
  • Aktionen/Internventionen

II. Dialogische Kunstvermittlung 


Neben den Akteur*innen kommen auch die Besucher*innen zu Wort. Unter dem Stichwort „Dialogische Kunstvermittlung“ fassen wir verschiedene Ansätze zusammen. Künstler*innengespräche und Führungen gehen stärker von der fachlichen Expertise der Vermittler*innen aus. Im kunstpädagogischen Studiengang werden hingegen Ideen für partizipatorische Formen des Austausches entwickelt und in den Ausstellungen gemeinsam mit den Besucher*innen realisiert. Dazu gehören auch Einblicke in die Lehre.

  • Künstler*innengespräche vor den Arbeiten
  • Führungen (mit Kurator*innen, Professor*innen u.a.)
  • Führungen mit Studierenden (jeden Sonntag um 15 Uhr)
  • Einblicke in die Lehre
  • Experimentelle Formate

III. Diskursive Veranstaltungen 


Ein bis zwei Mal im Jahr organisieren wir größere diskursive Veranstaltungen zu relevanten Fragen in Kunst und Design. Das können wissenschaftlich-künstlerische Symposien sein oder Podiumsgespräche mit Vertreter*innen verschiedener künstlerischer Bereiche. Besonders interessieren uns in diesem Zusammenhang die Art des Vortragens und des Gedankenaustausches, sie kann in Form einer Kontroverse oder als kreative Kurzform wie beim Slam oder Pecha Kucha realisiert werden.

  • Symposien
  • (Podiums-)Gespräche
  • Vorträge/Impulsreferate
  • Audio- und Filmvorführungen mit Diskussion
  • Katalogpräsentationen

IV. Digitale Veranstaltungen

Aufgrund der Corona-Pandemie hat auch die Burg Galerie neue Formate der Kunstvermittlung ausprobiert und entwickelt. Wegen der veränderten Rahmenbedingungen wurden etablierte Formate wie Künstler*innengespäche via Livestream ins Digitale transferiert. Daraus ergaben sich neue Fragestellungen. Parallel dazu wurden andere Wege gesucht und erste Ideen umgesetzt, die das Digitale mitdenken.

Fragen, die sich neu stellen und auf die wir Antworten suchen, sind:

  • Was braucht es, damit eine sinnliche Erfahrung möglich wird, wenn es heißt: dabei zu sein, ohne physisch anwesend zu sein?
  • Was bedeutet es, nicht mehr direkt vor dem Kunstwerk zu stehen?
  • Wie können dialogische Formen im digitalen Raum umgesetzt werden?
  • Wie lassen sich künstlerische Prozesse und Umgang mit Material in digitalen Workshops vermitteln?

Zur Galerie

Die Burg Galerie im Volkspark ist eine Plattform der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle, um Ausstellen als Praxis und die unterschiedlichen Formen der Vermittlung zu lehren, zu erproben und die Ergebnisse zu zeigen. Die Galerie stellt Arbeiten und Produktionen von Fachklassen, Studienrichtungen und des Graduiertenförderungsprogramms des Landes Sachsen-Anhalt sowie relevante Entwicklungen im Feld der unterschiedlichen Lehrgebiete vor. Auch die künstlerische Arbeit und Forschung der Lehrenden wird sichtbar gemacht. Vorgestellt werden ebenfalls die Ergebnisse nationaler und internationaler Austauschprogramme mit anderen Hochschulen.

Die Hochschulgalerie ist zudem ein Ort des Diskurses, an dem aktuelle Entwicklungen in Kunst, Design und Gesellschaft reflektiert und in Themenausstellungen, oft unter Einbeziehung externer künstlerischer Positionen, verhandelt werden.
Eine besondere Rolle in der Galeriearbeit spielt die Vermittlung. Es werden regelmäßig Begleitveranstaltungen, Gespräche mit Künstlerinnen und Künstlern sowie innovative Führungsformate – teilweise entwickelt und umgesetzt in Kooperation mit dem Studiengang Kunstpädagogik – angeboten. 

Der Besuch der Ausstellungen ist kostenfrei.

Ausstellungsräume

Zwei miteinander verbundene Räume (195 qm und 150 qm) im Erdgeschoss des Volkspark-Gebäudes im Schleifweg 8a in Halle bieten vielfältige Möglichkeiten. Optional werden zwei kleine Lagerräume zusätzlich genutzt.

Zum Gebäude ‘Volkspark Halle’

Der 1907 von der halleschen Arbeiterschaft erbaute Volkspark ist eines der größten und prominentesten Volkshäuser in Mitteldeutschland. Hoch über dem Ufer der Saale gelegen, prägt er bis heute auf eindrucksvolle Weise die Silhouette der Stadt Halle. Nach wechselvoller Geschichte wurde der Volkspark 1998 der SPD als der ursprünglichen Eigentümerin zurückgegeben. Heute leitet ein Verein den Volkspark. Seit 2000 betreibt die Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle ihre Hochschulgalerie im Erdgeschoss des Gebäudes.