Jour Fixe digital: Swoosh Lieu zu Gast

Am Dienstag, 18. Mai 2021, um 18 Uhr, ist das queerfeministische Performance-Kollektiv Swoosh Lieu, vertreten durch Rosa Wernecke, zu Gast im digitalen Jour Fixe und stellt das aktuelle Projekt „A Room of Our Own“ vor. Dieser Jour Fixe ist Teil einer Veranstaltungsreihe des Projektes Fem Power.

Videostill aus „A Room of Our Own“ von Swoosh Lieu

A Room of Our Own, das aktuelle Projekt des queerfeministischen Kollektivs Swoosh Lieu, ist eine audiovisuelle Bearbeitung der Thesen von Virginia Woolf. Swoosh Lieu fragt danach, wie die Räume aussehen müssen, in denen wir uns emanzipieren und selbstverwirklichen können und mit welchen Mitteln wir uns diese Räume erzählen und vorstellen müssen, um sie tatsächlich auch entstehen zu lassen. Die Kamera bewegt sich anhand dieser Fragen und in Zeiten des Lockdowns durch den leeren Theaterraum, erkundet Plätze und Perspektiven, Sichtbarkeiten und Lautstärken, Zugänge und Begrenzungen.

Swoosh Lieu wurde 2009 am Institut für Angewandte Theaterwissenschaften in Gießen von Johanna Castell, Katharina Pelosi und Rosa Wernecke gegründet. Seitdem arbeitet das Kollektiv kontinuierlich in unterschiedlichen Konstellationen und Kooperationen. Swoosh Lieu sind Theatermaschinistinnen, Spezialistinnen der Gewerke, Agentinnen der Mittel des Theaters, Forscherinnen an den Rändern der Form. Das queerfeministische Kollektiv schafft temporäre Räume und Bilder in Echtzeit und thematisiert gleichzeitig ihre Herstellung. Durch diese Form der performativen Praxis öffnen sie den Raum des Theaters für gesellschaftspolitische Analogien, die aber stets mit seinen Mitteln verhandelt und erfahrbar gemacht werden. Beständig arbeiten sie an der Konstruktion einer Maschine, die Bilder und Narrative produziert und demontiert. Ihre Bauteile sind Raum, Licht, Ton, Video. Ihr Bauplan besteht aus Repräsentationspolitiken, politischen Fragestellungen und audiovisuellen Set-Ups, die während die Maschine läuft kontinuierlich und aus einer queerfeministischen Perspektive immer wieder modifiziert werden. Die Theatermaschine ist ein utopischer Wahrnehmungsraum, unsere Vorstellungskraft eine Befreiungsmaschine. Sie will eigene Assoziationen und Narrationen wecken, anstatt fertige Wahrheiten zu präsentieren. Die Maschine wird immer wieder überholt, um die Grundannahmen des Theaters in Frage zu stellen.Die Maschinistinnen arbeiten gleichberechtigt und komponieren hierarchiefrei abseits von männlich konnotiertem Schöpfertum. Sie schreddern die Fricklergesten des männlichen Techniknerds und schrauben an basisdemokratischen Arbeitsmethoden als kontinuierliche Überprüfung der eigenen Expertise innerhalb einer Situation des Solidarischen und Gemeinschaftlichen.

Mehr Infos: www.swooshlieu.com/projekte/video/a-room-of-our-own

Die Veranstaltung findet am Dienstag, 18. Mai, um 18 Uhr, digital statt. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung nicht erforderlich. Die genaue Internetadresse wird in Kürze veröffentlicht.

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Swoosh Lieu

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