Prof. Natalie Häusler

Professorin für Malerei/Glas
Campus Kunst, Pförtnerhaus, EG, R. 107
T +49 (0)345 7751-641,

Zum Wintersemester 2022/23 übernahm Nathalie Häusler die Professur für Malerei/Glas im Fachbereich Kunst an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle.

Häusler wurde 1983 in München geboren und studierte von 2003 bis 2011 Malerei und Bildhauerei an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig. Dort war sie Meisterschülerin von Prof. Frances Scholz. Ein weiteres Studium von 2009 bis 2011 im Fachbereich Malerei am Bard College, Milton Avery Graduate School of the Arts, New York, schloss sie mit dem Master of Fine Arts ab.
Die Künstlerin und Dichterin arbeitet an der Schnittstelle zwischen Bildender Kunst und Sprache. Häusler vertritt eine zeitgenössische malerische Position, die sich durch die Ausweitung auf den Raum auszeichnet. Ihre künstlerische Arbeit speist sich hierbei sowohl aus der Auseinandersetzung mit malerischen, skulpturalen und räumlichen Fragen als auch aus dem Schreiben. Sie konzipiert auf diese Weise immersive, malerische Environments für ihre eigenen Texte, die als Stimmaufnahmen, Performances oder geschriebene Fragmente auftauchen. Die von ihr konstruierten Räume sprechen oft mehrere Sinne simultan an. Glas ist ein wiederkehrendes Material in ihrem Werk, das in verschiedenen Arbeiten immer andere Funktionen einnimmt.


Natalie Häuslers Werk wurde national und international ausgestellt, so unter anderem am Institute of Contemporary Arts ICA, London, im Bielefelder Kunstverein, bei Noplace, Oslo, in der Halle für Kunst & Medien in Graz, bei Mendes Wood, Sao Paulo, in der Municipal Gallery in Lissabon, bei Hacienda, Zürich, bei Raven Row in London, im Kunstverein Nürnberg, im Herman Nitsch Museum, Neapel, in der Kunsthalle Ravensburg, der Nurture Art Foundation, New York und dem Kunstverein Hannover.
Ihr Buch A Virus Can be on a Mussel [...] erschien 2014 bei Mousse Publishing, Mailand. Häuslers Gedichte sind unter anderem veröffentlicht im Peripheries Journal, Center for the Study of World Religions, Harvard University, Cambridge, US, MIT Press, Cambridge, US, VierSomes, Birkbeck College, Contemporary Poetics Research Centre, London, UK, und in Noon on the Moon, Sternberg Press, Berlin.
2018 war sie Stipendiatin an der Villa Aurora in Los Angeles und 2021 Artist-in-Residence im AIR 351 in Cascais, Portugal, mit einem Stipendium der Direção-Geral das Artes (DGARTES). Sie erhielt außerdem Stipendien der Hans und Charlotte Krull Stiftung und dem BAU Institute New York, für die Camargo Foundation, Cassis, Frankreich, das Berliner Senatsstipendium für die Cité Internationale des Arts, Paris, das DAAD Jahresstipendium, New York, das Bard College MFA Scholarship, New York, das Byrd Hoffman Watermill Foundation Scholarship, Long Island und den Förderpreis der Arthur Boskamp Stiftung.

Von 2019 bis 2021 unterrichtete sie die Grundklasse Zeichnung an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig. Ihre Lehre ist von einem interdisziplinären Kunstbegriff geprägt. Sie entwickelt mit ihren Studierenden eine material- und medienoffene, konzeptuelle und experimentelle Arbeitsweise und setzt sich für eine tatsächlich gelebte Interdisziplinarität ein.