Trailer zum Projekt
Saline als Insel zwischen Gestern und Morgen
Design-Strategien zur Entwicklung eines dritten Ortes
Welche Einrichtungen und Angebote benötigt ein Ort, damit sich alle willkommen fühlen?
Und was können Designer*innen dazu beitragen, einen solchen Ort zu entwickeln?
Die Saline Halle gehört zu den bedeutenden Industriedenkmäler Mitteldeutschlands – ein 22.000 m² großes Areal zwischen Alt- und Neustadt, bis 1964 Ort der Salzproduktion, heute Standort des Salinemuseum und zum grossen Teil leer und im Übergang.
Als Teil der EU-Initiative des „New European Bauhaus” wird im Rahmen des Projekts SALTSA, moderiert von science2public, derzeit gemeinsam mit Bürger*innen, Institutionen und lokalen Akteuren ein Konzept entwickelt, das die Saline zu einem offenen Bildungs-, Begegnungs- und Erfahrungsraum transformieren soll – zu einem dritten Ort, der jenseits kommerzieller Logik Gemeinschaft ermöglicht.
Wir wollen diesen Prozess gestalterisch begleiten – als Mit-Denkende, die Fragen stellen, Szenarien entwickeln, Nutzungskonzepte erdenken, Interventionen probieren und Räume vorstellbar machen – mit den Werkzeugen des Designs und strategischen Konzepten.
Mögliche Handlungsfelder für Projekte:
Saline als Begegnungs- und Kommunikationsraum
– welche Ausstattungen, temporären oder dauerhaften Installationen braucht ein Ort, der zum gemeinsamen Denken und Handeln in Transformationsprozessen einlädt? Wie und wofür können die Freiflächen und das stadträumliche Umfeld attraktiv genutzt werden? Welche Interventionen, Objekte, Strukturen und Medien können Begegnung unterstützen und Gemeinschaft stiften.
Saline als Beteiligungsraum
– welche Veranstaltungsformate sind vorstellbar, die von den räumlichen und geschichtlichen Gegebenheiten ausgehen, die zum Mitmachen einladen, die beispielsweise mit dem arbeiten, was vor-Ort ist und den Ort und seine Materialien selbst als Werkstoff begreifen (Ziegel, Holz, Sole, Salz). Welche neuen Bilder und Narrative sind an diesem Ort vorstellbar?
Saline als Gedächtnis- und Zukunftsraum
– wie machen wir Geschichte produktiv und inspirierend, ohne zu musealisieren? Wie mögliche Zukünfte vorstellbar, um sie zu diskutieren? Mit welchen Objekten, Installationen und Szenarien, lässt sich der Bogen spannen vom industriellen Erbe bis zum spekulativen Entwerfen wünschenswerter Zukünfte?
Die individuellen Projekte entstehen innerhalb eines gemeinsamen Kontexts, den wir zu Beginn des Semesters erkunden: durch Begehungen und Gespräche mit Akteuren vor Ort, Reportagen zu vergleichbaren Orten und Initiativen sowie Workshops zu Materialisierung, Visualisierung und spekulativem Entwerfen.
input:
– Begehungen des Saline-Areals
– Gespräche mit SALTSA-Akteuren
– Reportagen zu Transformationsorten / Initiativen
– Recherchen zu Themenfeldern des Projekts
– Workshop zu Materialisierung, Visualisierung und spekulativem Entwerfen
output:
– Entwürfe in Modellen, Installationen, Szenarien
– individuelle Dokumentation in Film und Print
– Präsentation im Kontext des SALTSA-Prozesses
Teilnehmer_innen:
Moderation:
Prof. Guido Englich, Sascha Henken, Vincent Zimmer
Studiengang BA Industriedesign und MA Industrial Design
Wintersemester 2026/27
Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle