Literatur


Commons und gemeinsame Orte

StadtTeilen

 

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Floris Bernhardt / Nada Bretfeld / Josefine Buzwan-Morell / u.v.a.
StadtTeilen
Neue Praktiken gemeinschaftlicher Nutzung urbaner Räume
transcript, 2024

Praktiken des Teilens stellen Möglichkeiten dar, Stadt alternativ zu gestalten, und sind zugleich komplexe Aushandlungsprozesse. Kann der Schulhof abends von der Nachbarschaft genutzt werden? Oder hat die Hausgemeinschaft Interesse an einem gemeinsamen Garten und Veranstaltungsraum? Offen ist, was solidarische und widerständige Praxen des Teilens begünstigt und welche architektonischen Interventionen die Teilbarkeit von öffentlichem Raum erleichtern.

Auf der Grundlage empirischer Studien in drei deutschen Städten und einem Praxislabor werden Praktiken des Teilens, ihre Bedingungen, Potenziale und Grenzen untersucht. Die Autor*innen liefern Denkanstöße für Politik, Verwaltung, Wissenschaft, Initiativen und Wohnungsunternehmen.
 


The Great Good Place – Ray Oldenburg
 

Ray Oldenburg
The Great Good Place
Paragon House, New York 1989
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Cafés, Kneipen, Friseurläden, Buchläden – Oldenburg nennt sie „Dritte Orte“: Räume jenseits von Zuhause und Arbeit, die das soziale Leben einer Gemeinschaft tragen. Sein Buch von 1989 ist das Grundlagenwerk zum Thema. Es beschreibt, was solche Orte auszeichnet – Zugänglichkeit, Geselligkeit, Gleichheit –, warum sie für eine funktionierende Demokratie unverzichtbar sind, und warum sie in modernen Städten zunehmend verschwinden. Ein Schlüsseltext für das Verständnis dessen, was die Saline werden könnte.
 


Co-producing Urban Spaces

 

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Juliana Canedo
Co-producing Urban Spaces
Collaborative Methods Towards an Insurgent Urbanism
transcript, 2025

How can collaborative methods of planning and design act as tools to develop insurgent urbanism? Juliana Canedo analyses practices that arise from the protagonism of marginalized communities and the accumulative knowledge of academic and non-academic actors. This approach sees architects, urbanists, and other city-building professionals as co-producers of space that contribute to transforming society by co-developing experiences through the interaction with a complex set of actors aiming to create mutual learning environments. From a methodological perspective based on transdisciplinary experiences, she provides tools that can be used in interdisciplinary fields of study.

 


Macht-der-Commons

 

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Silke Helfrich / David Bollier
Frei, fair und lebendig. Die Macht der Commons
transcript, 2019
Büro Englich

Dieses Buch soll Mut machen. Es vereint ein beziehungsreiches Denken mit einer neuen Art zu handeln. Das Ziel: eine freie, faire und lebendige Gesellschaft. Helfrich und Bollier legen überkommene Denkmuster frei und entwerfen ein Programm für ein gelingendes Miteinander, ein anderes Politikverständnis und ein sorgendes Wirtschaften. Im Mittelpunkt stehen Commons-Praktiken – wie wir in Verschiedenheit gemeinsame Ziele verfolgen können.

 


ARCH+ 232 An Atlas of Commoning
 

ARCH+ (Hg.)
ARCH+ 232 – An Atlas of Commoning. Orte des Gemeinschaffens
ARCH+ Verlag, 07/2018
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25 Fallstudien städtischer Gemeingüter aus aller Welt: vom Prinzessinnengarten Berlin bis zum Granby Workshop Liverpool, von Genossenschaftsprojekten in Zürich bis zu kollektiven Stadtfarmen in Nairobi. Der Atlas zeigt, wie Menschen Räume, Ressourcen und Wissen gemeinschaftlich organisieren – jenseits von Markt und Staat. Ein bildstarkes Kompendium für alle, die mit der Saline einen Ort des Gemeinschaffens entwickeln wollen.

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Kollaboration und urbane Praxis

 

ARCH+ (Hg.)
ARCH+ 258 – Urbane Praxis
ARCH+ Verlag, 12/2024
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ARCH+ 258 Urbane Praxis

 

Urbane Praxis als kollektive Gestaltungsaufgabe: Das Heft versammelt aktuelle Positionen und Projekte an der Schnittstelle von Architektur, Stadtplanung und gesellschaftlichem Engagement. Im Mittelpunkt stehen Kollektive und Initiativen, die Räume jenseits kommerzieller Logik entwickeln – und dabei neue Formen des Zusammenlebens und der Teilhabe erproben.

 


SHIFT – Architecture in Times of Radical Change
 

Santiago Bogani / Igo Kommers Wender / Isabella Moretti / Florencia Rodriguez (Hg.)
SHIFT. Architecture in Times of Radical Change
Park Books, Zürich 2026
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Das Begleitbuch zur Chicago Architecture Biennial 2025 stellt eine grundlegende Frage: Was ist Architektur in Zeiten des radikalen Wandels noch wert – und was kann sie leisten? Der Band versammelt kollektive Gespräche, visuelle Essays und Manifeste von Praktikerinnen unterschiedlicher Tätigkeitsfelder. Diskutiert werden der Zustand der Architekturausbildung, die Herausforderungen der materiellen Kultur, die Zukunft des Wohnens und das Ausstellungsformat als Instrument des Wandels. Ein vielstimmiges Buch, das keine Antworten verspricht, sondern Denkbewegungen in Gang setzt.

 


Concéntrico – Urban Innovation Laboratory
 

Nick Axel / Javier Peña Ibáñez (Hg.)
Concéntrico. Urban Innovation Laboratory
Park Books, Zürich 2025
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Zehn Jahre Concéntrico – das Design- und Architektur-Festival im spanischen Logroño, das seit 2015 als innovatives Labor für die Suche nach neuen Wegen der Gemeinschaftsstärkung durch Architektur und Design arbeitet. Der Band bildet in höchst visueller Form den internationalen Diskurs ab, der über die Festivalausgaben entstanden ist: 80 Architektinnen, Designerinnen und Künstlerinnen aus 20 Ländern setzen sich mit drängenden urbanen Fragen auseinander – von Identität und kulturellem Erbe über Zeitweiligkeit und Kollektivität bis zu Ökologie, Spiel und Wohnlichkeit. Mit temporären Installationen, die den öffentlichen Raum einer mittelgroßen Stadt neu bespielen.

 


Make City – Francesca Ferguson
 

Francesca Ferguson (Hg.)
Make City. A Compendium of Urban Alternatives
JOVIS, Berlin 2019
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Städte sind heute weltweit explodierenden Immobilienpreisen, den Folgen des Klimawandels und einem scheinbar unaufhörlichen Wachstum unterworfen. Make City versammelt unterschiedliche Perspektiven auf den urbanen Wandel und lässt Akteure aus Architektur, Stadtplanung, Landschaftsgestaltung, Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft zu Wort kommen. Die Kreislaufwirtschaft beginnt in der Stadt: Lokale Produktion – von Nahrungsmitteln, Rohstoffen und Räumen – ist der zentrale Ansatz, um die veralteten Handlungsmuster eines linear ausgerichteten Wirtschaftssystems zu durchbrechen. Das Buch zeigt Alternativen: neue Architekturen, Typologien, Materialflüsse, integrative und gemeinschaftliche Planung, basierend auf den Grundgedanken der Wiederverwendung, der Verdichtung und Optimierung bestehender Strukturen.

 


Spatial Commons – Dagmar Pelger
 

Dagmar Pelger
Spatial Commons. On the Communalization of Urban Spaces
adocs, Hamburg 2025
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Was haben Freiflächen in der Stadt mit Gewerbe- und Wohnräumen gemeinsam? Wenn die Stadt als Gemeingut begriffen wird, können Erholungs-, Handels- und Wohnräume alle als Commons verstanden werden. Dagmar Pelger untersucht das vielschichtige und widersprüchliche Potenzial des Commons-Begriffs anhand kartografischer Erkundungen konkreter Orte in Berlin. Der interdisziplinäre Prozess des Mappings macht Typen, Prozesse und Regeln des Commoning als räumliche Praxis sichtbar und zeigt unterschiedliche Wege auf, die Stadt als räumliches Commons zu gestalten. Das Buch klärt konzeptionelle Begriffe und präsentiert praktische Methoden zur Beschreibung urbaner Räume – für Stadtforscherinnen, Architektinnen und alle, die an nutzungsorientierten Prozessen der Raumaneignung interessiert sind.

 


Détour de France – Collectif Etc
 

Collectif Etc / Édith Hallauer (Hg.)
Détour de France. An Education Off The Beaten Path
Les Éditions Hyperville, 2015
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Im November 2011 brach Collectif Etc – ein Zusammenschluss von zwölf Absolventinnen der Architektur und Grafikdesign – für ein Jahr auf Fahrrädern zu einer Tour de France auf. Die Gruppe wollte die Realität der Stadt aus nächster Nähe erkunden und sich einmischen. Quer durch Frankreich begegnete das Kollektiv einer Vielzahl von urbanen Experimentatorinnen: Architektinnen, Stadtplanerinnen, Soziologinnen, Kollektive, Vereine und Bewohnerinnen, die auf unorthodoxe Weise in Städten, auf dem Land und dazwischen arbeiten. Mit jeder Station entwickelte Collectif Etc durch praktisches Tun – Sägen, Bohren, Malen, Zeichnen, Kochen – eine neue Art, den eigenen Beruf zu praktizieren. Das Buch ist Reisebericht, Methodenreflexion und Manifest zugleich: ein Plädoyer dafür, Stadtveränderung von unten und von innen zu denken.

 


Assemble: Building Collective – Aaron Betsky
 

Aaron Betsky
Assemble: Building Collective
Thames & Hudson, London 2025
Sign. PE 1/23 Bet

Das Londoner Architekturbüro Assemble hat seit seiner Gründung die Definition einer erfolgreichen jungen Praxis grundlegend verändert: durch temporäre, kleinteilige, gemeinschaftsbasierte Projekte, die häufig bestehende Orte und Materialien neu nutzen. Diese lang erwartete Monografie versammelt mehr als ein Jahrzehnt ihrer wegweisenden Arbeit — nahezu vierzig Projekte, dokumentiert durch Fotografien, Zeichnungen und Texte, die auf umfangreichen Interviews mit den Partnern und den Archiven des Kollektivs basieren. Von Granby Four Streets — einem gemeinschaftsgeleiteten Projekt zur Neubelebung eines verfallenen Wohnviertels in Liverpool — bis zur Renovierung eines Bahndepots in Arles reicht die Bandbreite. Aaron Betsky zeigt, wie Assembles spielerischer und subversiver Ansatz ein neues Modell progressiver Architektur geprägt hat, das die konventionelle Praxis bis heute herausfordert.

 


Collective Processes – Natalie Donat-Cattin
 

Natalie Donat-Cattin
Collective Processes. Counterpractices in European Architecture
Birkhäuser, Basel 2022
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Horizontal organisierte Kollektive mit alternativen Ansätzen zur Architekturplanung entstehen zunehmend als Gegenmodell zum hierarchisch organisierten Büro. Donat-Cattin porträtiert 16 renommierte europäische Kollektive in Interviews: Assemble, raumlabor, ConstructLab, Collectif Etc, orizzontale, Zuloark u.a. – allesamt Gruppen, die an der Schnittstelle von partizipativem Entwerfen, temporärer Architektur und Gemeinschaftsräumen arbeiten. Der erste umfassende Überblicksband seiner Art.

 


Convivial Ground – ConstructLab
 

ConstructLab / Joanne Pouzenc / Alex Römer / Peter Zuiderwijk (Hg.)
Convivial Ground. Stories from Collaborative Spatial Practices
JOVIS, Berlin 2023
Sign. PG 1 Con

Das transdisziplinäre Entwurfs- und Baunetzwerk ConstructLab arbeitet an der Schnittstelle von Architektur, Sozialraum und kollaborativer Praxis. Ausgehend von Ivan Illichs Verständnis von Konvivialität reflektieren Essays, Gespräche, Geschichten und Bilder die Besonderheiten kollaborativer Praktiken als situationsbezogene Experimente – und ihre mögliche Rolle bei der Schaffung konvivialer Gesellschaften. Shortlist „Schönste Deutsche Bücher 2024″.

 


Polylemma
 

Raumlabor, Andrea Hofmann, Axel Timm + weitere (Hg.)
Polylemma
JOVIS, Berlin 2023
Sign. PG 1 Pol

Seit 25 Jahren arbeitet das Architekturkollektiv raumlaborberlin daran, neue Handlungsräume zu erschließen, andere Wege in der kooperativen Stadtentwicklung zu gehen und Orte der Begegnung zu schaffen. Gemeinsam mit Expert*innen unterschiedlicher Disziplinen erproben sie Formen der urbanen Praxis, der Beteiligung und der gemeinsamen Raumproduktion. Polylemma erzählt von dieser Arbeit: Die neun Mitglieder besuchen die Orte ihres Wirkens, sie treffen auf langjährige Mitstreiter*innen und Kritiker*innen, zerlegen ihre eigene Wirkungsmechanik und reflektieren die Werkzeuge und Methoden ihrer forschenden Praxis. Strategien zum gemeinsamen Lernen, experimentellen Bauen oder radikalen Recycling werden anhand zahlreicher Projekte diskutiert. Polylemma fordert dazu auf, Raum offen zu denken. Wie wollen wir in Zukunft zusammenleben? Ein Plädoyer für die Stadt als Handlungsraum.

 


Building the City Together – raumlabor
 

raumlabor Berlin (Markus Bader / Jan Liesegang)
Building the City Together
ZK/U press, Berlin 2015
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Dokumentation der Osthang Summer School, kuratiert von raumlabor berlin. Acht eingeladene Kollektive – darunter Atelier Bow-Wow, ConstructLab, orizzontale und Collectif Etc – konzipierten und realisierten gemeinsam mit Teilnehmenden temporäre Strukturen. Das Buch enthält Interviews und Texte zu drei Aspekten partizipativer Projekte im urbanen Kontext: Experimentelle Architektur, Commoning sowie inkrementelle Stadtplanung.

 


Partizipation macht Architektur – Susanne Hofmann
 

Susanne Hofmann / die Baupiloten
Partizipation macht Architektur. Die Baupiloten – Methode und Projekte
JOVIS, Berlin 2014
Sign. PC 5 Par

Wie kann erfolgreiche Partizipation in Architektur und Gestaltung aussehen? Hofmann und die Baupiloten haben eine Methode entwickelt, bei der die Kommunikation über Atmosphären im Mittelpunkt steht. Das Buch präsentiert realisierte Projekte und eine große Bandbreite an Beteiligungsformaten – aufbereitet als praktische Spielanleitungen, offen für die eigene Anwendung. Ein konkretes Methodenbuch für die Planung und Durchführung eigener Workshops.

 

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Selber machen

Commonisten

 

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Andrea Baier / Christa Müller / Karin Werner
Stadt der Commonisten. Neue urbane Räume des Do it yourself
transcript, 2013
Sign. PG 1 Bai

Eine neue Generation von Do-it-yourself-Aktivistinnen nutzt die postfordistische Stadt als Labor für soziale, politische, ökologische und ästhetische Experimente. Ob im Gemeinschaftsgarten oder im FabLab, ob in Offenen Werkstätten oder bei Tausch-Events – überall hinterfragen die Protagonistinnen das Verhältnis von Konsum und Produktion. Der Bildband kombiniert visuelle Streifzüge durch neue urbane Räume des Selbermachens mit Zeitdiagnosen.

 


welt reparieren

 

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Andrea Baier
Die Welt reparieren. Open Source und Selbermachen als postkapitalistische Praxis
transcript, 2016
Sign. RH 7 Wel

Weltweit entstehen immer mehr Initiativen des Selbermachens, in denen eine Vielfalt von Anliegen kollektiv bearbeitet wird. In diesen – jenseits von Markt und Staat angesiedelten – kollaborativen Zusammenhängen wird ein basisdemokratisches Verständnis von Zusammenleben und Urbanität erprobt. Dabei entstehen faszinierende neue Formen des gemeinsamen Produzierens, Reparierens und Tauschens, die die industrielle Logik des 20. Jahrhunderts herausfordern und auf den Kopf stellen.

 


DIY_Stadtanleitung

 

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Daniel Dutkowski / Markus Steinbichler (Hg.)
Do It Yourself. Stadtanleitung
Gebietsbetreuung Stadterneuerung GB*6/14/15 / Magistrat der Stadt Wien, Wien 2016 (2. Aufl.)

Open Access (PDF)

Die Stadt gehört denen, die sie bespielen. Die „DIY Stadtanleitung“ der Wiener Gebietsbetreuung Stadterneuerung versammelt rund 25 konkrete Anleitungen für die aktive Mitgestaltung des öffentlichen Raums — von der Baumscheibenbepflanzung über Parklets und temporäre Sitzmöbel bis hin zu Nachbarschaftsgärten, Straßenfesten und Zwischennutzung leerstehender Lokale. Jede Anleitung beschreibt Materialien und praktische Tipps. Gerahmt werden sie von kurzen Essays zu DIY-Urbanism, Sharing Economy und dem Recht auf Stadt. Ein praxisnahes Handbuch, das zeigt, wie sich Bürgerinnen und Bürger den öffentlichen Raum in kleinen, konkreten Schritten zurückerobern können — und damit auch ein Reservoir an Formaten und Objekten, die für die Saline unmittelbar denkbar sind.

 


nomadic 1

 

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nomadic 2

 

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Victor Papanek / James Hennessey
Nomadic Furniture 1 + 2
Pantheon Books, New York 1973 / 1974
Mediathek (PDF)

Victor Papanek und James Hennessey machten sich Mitte der 1970er Jahre auf den Weg, die Welt zu verändern – indem sie Menschen befähigten, ihre eigenen preiswerten Einrichtungsgegenstände herzustellen. In ihrer Vision von Wohndesign ist alles leicht, faltbar, aufblasbar, zerlegbar, stapelbar oder wegwerfbar. Einfache Anleitungen für Betten, Stühle, Sofas und Tische aus preiswerten und wiederverwerteten Materialien. Für die Saline: ein direktes Reservoir für temporäre Ausstattung.

 

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Gesellschaft & Transformation

Transformative Regionen

 

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Andreas Willisch / Eleonore Harmel / Anna Eckert (Hg.)
Transformative Regionen. Neue Handlungsräume jenseits von Land und Stadt
transcript, 2024
Open Access

Wie entstehen neue Handlungsräume in Regionen, die zwischen urbanem und ländlichem Wandel stehen? Der Band versammelt Beiträge zu Transformationsdesign, Raumplanung, Nachhaltigkeit und Zukunftsgestaltung – und fragt, welche Orte und Akteure den Wandel tragen können. Mit Bezügen zu Mitteldeutschland und Sachsen-Anhalt thematisch nahe am Kontext der Saline.

 


Wie gestalten wir Gesellschaft

 

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Iris Ebert / Sebastian Rahn / Christoph Rodatz (Hg.)
Wie gestalten wir Gesellschaft? Interdependenzen zwischen Design und dem Feld des Sozialen
transcript, 2024
Open Access

Die „Gestaltung von Gesellschaft“ wird zunehmend zum Anspruch unterschiedlicher Designausrichtungen wie Social Design oder Public Interest Design. Hieraus ergeben sich vielfältige Überschneidungen mit anderen Disziplinen – insbesondere der Sozialen Arbeit. Mit der Überzeugung, voneinander lernen zu können, beleuchten die Beiträge die Bedingungen, Formen und potenziellen Folgen einer kollaborativen Gesellschaftsgestaltung.

 


uncertain

 
Biele
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Marius Förster / Saskia Herbert (Hg.)
un:certain futures – Rollen des Designs in gesellschaftlichen Transformationsprozessen
transcript, 2018
Sign. RC 1 Cer

Welche Rolle spielt Design in gesellschaftlichen Transformationsprozessen? Können Zukünfte und soziale Wirklichkeiten nachhaltig gestaltet werden – oder handelt es sich bei den Wirkungen gestalterischer Eingriffe um mehr oder weniger zufällige Reaktionen eigensinnig evolvierender sozialer Systeme? Im Aufspannen eines komplexen Netzes von Beiträgen aus Theorie und Praxis wird Design außerhalb disziplinärer Engmaschigkeit gedacht und nimmt soziale, ökologische, politische und ökonomische Herausforderungen ernst.

 


FUTURZWEI Zukunftsalmanach – Harald Welzer
 

Harald Welzer / Dana Giesecke / Luise Tremel (Hg.)
FUTURZWEI Zukunftsalmanach 2017/18. Themenschwerpunkt Stadt
Fischer, Frankfurt 2018
Sign. FF 1/23 Fut

Alternativlos? Gibt es nicht. Der dritte FUTURZWEI-Zukunftsalmanach erzählt in über 50 Geschichten von gelebten Gegenentwürfen zur Leitkultur des Wachstums und der Verschwendung. Der Themenschwerpunkt Stadt widmet sich Entwicklungen jenseits hierarchischer Stadtplanung: alternative Wohnprojekte, gleichberechtigte Nutzung des öffentlichen Raums, dezentrale Energieversorgung – und zeigt, wie sich Handlungsspielräume nutzen lassen.

 


Social design – Partizipation und Empowerment
 

Museum für Gestaltung Zürich (Hg.)
Social design – Partizipation und Empowerment
Lars Müller Publishers, 2018
Sign. RC 1 Soc

Social Design ist Gestaltung für die Gesellschaft und mit der Gesellschaft. Als soziale Innovation und auf der Basis von Dialog und Partizipation setzt Social Design auf eine neue Vernetzung von Individuum, Zivilgesellschaft, Staat und Wirtschaft. Der Band stellt rund 27 internationale Projekte aus den Bereichen urbaner Raum, Wohnen, Bildung, Arbeit, Produktion und Migration vor – gerahmt von drei Forschungsbeiträgen zur Geschichte und Zukunft des Social Design.

 


Social Design – Claudia Banz
 

Claudia Banz (Hg.)
Social Design – Gestalten für die Transformation der Gesellschaft
transcript, 2016
Sign. RC 1 Soc

Kann man Gesellschaft durch Gestaltung transformieren? Welche Möglichkeiten besitzen Designerinnen und welche Verantwortung tragen sie? Wie verändert sich das Verständnis von Designinhalten und -aufgaben? Die Beiträge bieten aus transdisziplinärer Perspektive erstmals einen komplexen Einblick in die Historie und Praxis des Social Designs und untersuchen sein transformatives Potenzial.

 

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Spekulatives Entwerfen / Experiment

Behaviorology – Atelier Bow-Wow
 

Atelier Bow-Wow (Yoshiharu Tsukamoto / Momoyo Kaijima)
Behaviorology
Rizzoli, New York 2010
anschaffen

Atelier Bow-Wow hat ihr Konzept der „Behaviorology“ entwickelt: Architektur als Teil eines allumfassenden Netzwerks urbaner Aktivitäten, in dem Objekte, Menschen, Nachbarhäuser, Wetterbedingungen und der Ort selbst das Design aktiv beeinflussen. Ihr Ansatz untersucht, wie Raum und Verhalten sich gegenseitig bedingen – eine Denkweise, die für die Gestaltung von Begegnungsräumen wie der Saline unmittelbar produktiv werden kann.

 


speculative everything

 

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Anthony Dunne / Fiona Raby
Speculative Everything. Design, Fiction and Social Dreaming
MIT Press, Cambridge 2013
Sign. RC 1 Dun

Heute konzentrieren sich Designer oft darauf, Technologie einfach benutzbar, attraktiv und konsumierbar zu machen. Dunne und Raby schlagen eine andere Art des Designs vor: Design als Werkzeug, das nicht nur Dinge, sondern Ideen erzeugt – als Mittel, um mögliche Zukünfte zu imaginieren. Nicht Vorhersagen oder Trend-Extrapolation, sondern „What if“-Fragen, die Debatten eröffnen darüber, welche Zukunft wir wollen (und welche nicht). Ein Grundlagentext für alle drei Schwerpunktfelder des Projekts.

 


Prototyping-Society

 

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Sascha Dickel
Prototyping Society. Zur vorauseilenden Technologisierung der Zukunft
transcript, 2019
Sign. RH 1 Dic

Prototypen wandern aus den Werkstätten in die Gesellschaft. Die Produktion und Rezeption dieser Artefakte verwandelt sich von einer exklusiven Expertentätigkeit zu einer öffentlichen sozialen Praxis: Prototypen werden in öffentlich zugänglichen Makerspaces hergestellt und in urbanen Eventformaten zelebriert. Dickel zeigt, dass damit auch eine neue Form der Kritik einhergehen kann – Wege, in einer technologisch verbauten Welt alternative Zukünfte zu entwerfen.

 


Experimentieren

 

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Séverine Marguin / Henrike Rabe / Wolfgang Schäffner / Friedrich Schmidgall (Hg.)
Experimentieren. Einblicke in Praktiken und Versuchsaufbauten zwischen Wissenschaft und Gestaltung
transcript, 2019
Sign. HG 5 Exp

Forschen und Gestalten sind experimentelle Vorgehensweisen, die darauf ausgerichtet sind, etwas Neues, noch nicht Existierendes hervorzubringen. Beide führen an einen Nullpunkt des Wissens. Forscherinnen aus 23 Wissenschafts- und Gestaltungsdisziplinen berichten in diesem Band über ihr Experimentieren und geben Einblicke in ihre Praktiken und Versuchsaufbauten – eine Bestandsaufnahme zeitgenössischer Experimentalkulturen im Spannungsfeld zwischen Wissenschaft und Gestaltung.

 

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Industriekultur / Gedächtnis / Erbe

Integrität und kulturelles Erbe

 

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Sophie Stackmann
Integrität und kulturelles Erbe. Das Bedürfnis nach Unversehrtheit und Eindeutigkeit in den Denkmalwissenschaften
transcript, 2022
Open Access

Obwohl ein Erbe der Vergangenheit niemals vollständig Teil der Gegenwart sein kann, gibt es das allgegenwärtige Bedürfnis nach einer materiellen oder ideellen Kohärenz von Erbe – beispielsweise, um eine Identität zu definieren. Aus diesem Paradoxon entsteht ein permanenter Konflikt zwischen der Vieldeutigkeit kulturellen Erbes und einer Sehnsucht nach Eindeutigkeit, Kontrolle und Ganzheit. Stackmann untersucht erstmals systematisch das Integritätsverständnis in Diskursen um Denkmalschutz, kulturelles Erbe und Welterbe.

 


Politiken des Erbens in urbanen Räumen

 

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Johanna Blokker / Carmen Enss / Stephanie Herold (Eds.)
Politiken des Erbens in urbanen Räumen
transcript, 2021
Open Access

In der Denkmaltheorie bzw. in den internationalen Heritage Studies verschiebt sich die Aufmerksamkeit sukzessive vom kulturellen Erbe als materieller Hinterlassenschaft hin zum kulturellen Erben als sozialem und politischem Prozess. Insbesondere Städte als räumliche und gesellschaftliche Gefüge bilden dabei eine Art Mikrokosmos, in dem sich Prozesse des Erbens deutlich artikulieren. Der Denkmaltheoretiker Gerhard Vinken hat in zahlreichen Beiträgen entscheidende intellektuelle Impulse zu dieser Entwicklung im Feld gegeben. Der Band versammelt Antworten namhafter Wissenschaftler*innen und Nachwuchsforscher*innen auf Gerhard Vinkens Anregungen.

 


Industriekultur Quo Vadis – Helmuth Albrecht
 

Helmuth Albrecht (Hg.)
Industriekultur Quo Vadis? Stand und Perspektiven der Industriekultur und Industriedenkmalpflege in Deutschland
Mitteldeutscher Verlag, Halle 2025
Sign. PO 0 Ind

Tagungsband zur Konferenz an der TU Bergakademie Freiberg, März 2024. Der Band versammelt aktuelle Positionen zur Zukunft der Industriekultur und Industriedenkmalpflege in Deutschland – mit Blick auf Fragen der Erhaltung, Nutzung und Vermittlung industriellen Erbes. Erschienen im Mitteldeutschen Verlag Halle, in unmittelbarer regionaler Nachbarschaft zur Saline.

 


Transformationen Industriekultur Sachsen-Anhalt
 

Jan Kellershohn / Christina Katharina May / John Palatini (Hg.)
Transformationen. Industriekultur in Sachsen-Anhalt
Mitteldeutscher Verlag, Halle 2026
Sign. GD 1.1 Sachsen-Anhalt

Tagungsband zur Konferenz in Merseburg, November 2023, organisiert vom Landesheimatbund Sachsen-Anhalt und dem Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie. Der Band beleuchtet die Transformation industriekultureller Orte in Sachsen-Anhalt – mit direktem regionalem Bezug zur Saline Halle und zum SALTSA-Projekt.

 


FUTUR 21 – kunst industrie kultur
 

Nada Schroer / Patrick Blümel (Hg.)
FUTUR 21 – kunst industrie kultur
Wienand Verlag, Köln 2022
Sign. IN 8.3 Fut

Ein Projekt der Landschaftsverbände Rheinland und Westfalen-Lippe: Wie kann Kunst die Zukunft von Industriedenkmälern mitgestalten? Der Band dokumentiert die Konferenz IC4 Future und das Festival FUTUR 21 – mit künstlerischen Arbeiten, die dauerhaft oder temporär an Industriestandorten in Nordrhein-Westfalen entstanden. Ein Bildband über Nutzungsänderung, Deindustrialisierung und die Frage, was aus den großen Anlagen der Industriemoderne werden kann.

 


Industriefotografie – Drobe / Palatini / Vödisch
 

Christian Drobe / John Palatini / Ortrun Vödisch (Hg.)
Industriefotografie. Visuelle Überlieferungen von Arbeit und Technik
Mitteldeutscher Verlag, Halle 2026
bestellt

Der dritte Band der Reihe „Beiträge zur Industriekultur Sachsen-Anhalts“ widmet sich der fotografischen Überlieferung industrieller Arbeit und Technik. Wie wird industrielles Gedächtnis durch Bilder bewahrt und vermittelt? Der Band eröffnet eine visuelle Dimension der Industriekultur, die für das Saline-Projekt – zwischen Dokumentation und spekulativem Entwurf – unmittelbar relevant ist.

 

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