S.P.A.C.E — Neue Orangerie
Subversive Prozesse der Aneignung Cooperation und Ermächtigung
Dreispuriges Semsterprojekt:
- ganze Klasse entwickelt und baut die temporäre Gewächshausstruktur in vier gemeinsamen Projektphasen
- Parallel arbeitet eine kleinere Projektgruppe kontinuierlich an Planung, Materialbeschaffung, Dokumentation und späterem Betrieb
- Weiterentwicklung der künstlerischen Arbeit
Inhaltlicher Ausgangspunkt
In Zeiten, in denen Freiräume für Kunst, experimentelle Haltungen, gesellschaftliche Vielfalt und Zusammenhalt knapper und politisch angreifbarer werden, untersucht das Projekt, wie neue Räume und Potenziale aus eigener Initiative erschlossen werden können.
Der ungenutzte Raum der historischen Brückenbögen wird zum konkreten Versuchsfeld.
Aus Re-Use-Materialien wie z.B. wiederverwendeten Fenstern (Weißes Haus?) entsteht eine temporäre Gewächshausarchitektur. Sie soll keinen abgeschlossenen Idealbau darstellen, sondern zeigen, wie Studierende gemeinsam einen Raum wahrnehmen, sich aneignen, verhandeln, entwickeln, bauen und langfristig verantwortlich betreiben können.
Die politischen Verschiebungen nach rechts bildet dabei den ernst zu nehmenden Kontext.
Wir untersuchen die praktischen Bedingungen kultureller Handlungsfähigkeit:
- Welche Räume braucht freie künstlerische Arbeit und Forschung?
- Wie können Kunsthochschulen Freiräume sichern und neue schaffen?
- Welche Bedingungen existieren durch Denkmalschutz, Genehmigungen und Finanzierung?
- Was bedeutet Selbstorganisation innerhalb einer Institution?
- Wie lassen sich offene Räume schützen, ohne sie abzuschotten?
- Welche Rolle spielt Pflege, Verantwortung und Arbeit?
Das Gewächshaus wird damit zum Modellprojekt institutioneller und räumlicher Selbstermächtigung.














