Im kommenden Wintersemester feiern wir das Unorthodoxe, Unkonventionelle und Eigenwillige und beschäftigen uns mit dem Themenkomplex »Style, Subkultur und Identität«. Wir untersuchen dabei, wie visuelle Codes entstehen und wie sie zwischen Nische, Elite-, Pop- und Subkulturen wandern, rekombiniert und angeeignet werden. Zudem fragen wir, was Subkulturen ausmacht, wie sich Menschen und Gruppen über ihren Style ausdrücken und wie Identitäten oder Räume durch Aneignung und Umdeutung gestaltet werden können.
Dabei bewegen wir uns gezielt zwischen den beiden Bereichen Typografie und Schriftgestaltung.
Wir nähern uns all diesen Fragen über eine Serie von Methoden, die Recherche, Sammlung sowie Gestaltung miteinander verbinden und uns gemeinsam ins Machen bringen:
- Entdecken und Sammeln
Visuelle Fundstücke, Objekte, Zeichen, Sprache, Codes, Kleidung, Gesten, Musik, Geschichten und alltägliche Artefakte suchen. - Beobachten und Befragen
Field Trips, Interviews und Recherchen in alltäglichen und subkulturellen Kontexten im Gespräch mit Zeitzeug*innen, Expert*innen oder in Archiven durchführen. - Ordnen und Kategorisieren
Archive anlegen, systematisieren und Verbindungen herstellen und sichtbar machen. - Auswählen und Erzählen
Materialien kuratieren, editieren und in neue Zusammenhänge übersetzen. - Bootlegging, Remixen und Aneignen
Materialien kopieren, zitieren, zerlegen, kombinieren, aneignen, umdeuten und neu interpretieren. - Machen und Gestalten
Entwerfen, experimentieren und improvisieren, um durch das Machen neue gestalterische Lösungen und Ausdrucksformen zu entwickeln.
Dabei entstehen eigenständige Gestaltungsbibliotheken. - Übersetzen und Produzieren
Die Ergebnisse durch unterschiedliche Drucktechniken umsetzen:
vom Offsetdruck über Risografie und Siebdruck bis hin zu anderen experimentellen Verfahren. - AG Typedesign
Für alle Type-Design Interessierte gründen wir die AG Typedesign, um uns mit allen möglichen schriftgestalterischen Fragen zu beschäftigen.
Struktur
- Introwoche plus Exkursion: 5. bis 9. Oktober (Einführungswoche)
- jeden Montag, 14:30 bis 18/19 Uhr: Masterkolloquium
- jeden Dienstag, 9:30 bis 18 Uhr und Mittwoch 10:30 bis 16 Uhr: Schwerpunktprogramm und Konsultationen, mögliche Programmpunkte folgen
- Mittwochs liegt der Schwerpunkt auf BA- und MA-Abschlüssen
Donnerstags: freies Arbeiten am Projekt - Projektwochen: 26. bis 30. Oktober (3. Semesterwoche)
und 11. bis 15. Januar (12. Semesterwoche),
diese sind ganzwöchentlich für die Schwerpunkte vorgesehen - Exkursionen, Gastvorträge und Workshops
Bücher, Texte
The subcultural, as a code, becomes incorporated or assimilated into mainstream culture through commodities where any subversive power is lost.
[...] Any attempt to understand design as somehow fixed in a hierarchy of cultural spaces (high or good design versus low or kitsch design) or in a historical linearity of precedent and influence (originators and impostors) seems futile. Design should know that its place is not fixed, that design resides in all spaces. The traffic in signs that design produces circulates among these spaces, negotiating the differences of multiple positions of social and cultural identities.
Andrew Blauvelt: In and Around: Cultures of Design and the Design of Cultures
In the complexity of this social code, hair functions as a key ‘ethnic signifier’ because, compared with bodily shape or facial features, it can be changed more easily by cultural practices such as straightening. Caught on the cusp between self and society, nature and culture, the malleability of hair makes it a sensitive area of expression.
Kobena Mercer: Black Hair Style Politics
- Kobena Mercer: Black Hair / Style Politics
- Andrew Blauvelt: Emigre: In and Around: Cultures of Design and the Design of Cultures, Part 2
- Dick Hebdige: Subculture: the Meaning of Style
- Sojin Kim und Somi Kim: Typecast – Meaning, Culture and Identity
- Stuart Hall: Resistance through Rituals: Youth subcultures in post-war Britain:
Youth subcultures in post-war Britain - Thomas Frank: The Conquest of Cool: Business Culture, Counterculture, and the Rise of Hip Consumerism
- Zein Karam: Subcultures aren’t dead, they’re just not where you’re looking
Subcultures aren’t dead, they're just not where you're looking - Greil Marcus: Lipstick Traces
Bachelor Kommunikationsdesign
Mit den bisher erlernten Kompetenzen wird im Modul Komplexes Gestalten projektorientiert unter einem spezifischen Thema gearbeitet. Die Studierenden führen dabei eigenständig alle Schritte von der Recherche über die Konzeptentwicklung und den Entwurf bis hin zur Gestaltung und abschließenden Präsentation durch.
Master Visual Strategies and Stories
Im Master Modul Komplexes Gestalten wird im Rahmen einer projektorientierten Auseinandersetzung anhand eines künstlerisch-gestalterischen Entwicklungsvorhabens die individuelle fachliche Befähigung vertieft und im Reibungsfeld einer gesellschaftlichen/professionellen Anwendung diskutiert.
Unter Anwendung von Methoden künstlerischer Forschung sollen eigenständige künstlerisch-gestalterische Lösungsansatze entwickelt und inhaltliche, methodische und medienspezifische Fragestellungen vertieft werden.









