Susann Paduch studierte an der Bauhaus-Universität Weimar und an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle. Anschließend war sie als künstlerische Mitarbeiterin an der Professur „Material und Umwelt“ der Bauhaus-Universität Weimar tätig und setzte diese Arbeit in der Studienrichtung Produktdesign/Keramik- und Glasdesign an der BURG bis 2024 fort.
In ihrer selbstständigen gestalterischen Praxis überträgt sie ihre handwerklich geprägte Beziehung zu Material und Prozess in Produkte, die diese Phänomene für Nutzende erfahrbar machen. Dieser Transfer zeigt sich sowohl in keramischen Objekten, die sie in ihrer Werkstatt erforscht und realisiert, als auch in der Entwicklung kommunizierender Prozess- und Materialkonzepte in standortbezogener Architektur sowie in partizipativen Workshopformaten.
Ihr Entwurfsverständnis spiegelt sich in ihrer Lehrhaltung wider. Sie verbindet handwerklich-praktische mit konzeptuell-methodischen Ansätzen und begleitet Studierende dabei, Fragestellungen aus der Auseinandersetzung mit Material, Kontext und eigener Wahrnehmung zu entwickeln. Entwurfsprozesse versteht sie als Suchbewegungen, in denen Reflexion und Umsetzung einander wechselseitig schärfen und zu einer eigenständigen gestalterischen Position führen. Dabei fördert sie ein differenziertes Verständnis für material- und prozessbezogene Eigenschaften und ermutigt dazu, diese nicht nur funktional, sondern auch in ihrer wahrnehmungs- und bedeutungsstiftenden Dimension in den Entwurf einzubeziehen.










