Masterthesis (MA)

Schichtwechsel

Der Club am Anger, ein leerstehendes DDR-Kulturhaus in Eisenhüttenstadt, wird für eine zweijährige Zwischennutzung instand gesetzt. Im Rahmen von Schichtwechsel sind Leuchten, Raumtrenner und Hocker entstanden, die dort für zukünftige Veranstaltungen genutzt werden und so zur Wiederbelebung des Ort beitragen. Dafür wurde auf ungenutzte Materialien aus Abrisshäusern der Stadt, wie Heizungsrohre und Kugelleuchten, sowie auf weitere Bauelemente zurückgegriffen.

Der Club am Anger, ein leerstehendes DDR-Kulturhaus in Eisenhüttenstadt, wird für eine zweijährige Zwischennutzung ausgestattet. Im Rahmen von Schichtwechsel sind Leuchten, Raumtrenner und Hocker entstanden, die dort für zukünftige Veranstaltungen genutzt werden und so zur Wiederbelebung des Ortes beitragen. Die Struktur der Raumtrenner lässt sich an verschiedene Situationen anpassen, der Hocker wird in einem Workshop mit Jugendlichen entworfen und gebaut. Für Schichtwechsel wurde auf ungenutzte Materialien aus Abrisshäusern der Stadt zurückgegriffen, darunter Heizungsrohre und Kugelleuchten. Eisenhüttenstadt, einst sozialistische Vorzeigestadt, ist heute vom demografischen Wandel und Abriss geprägt. Mit der Wiederverwendung der Materialien soll die in den Dingen steckende Arbeit wertgeschätzt werden. Dadurch kann der Abwertungsdynamik, die sich unter anderem im Abriss und dem damit verbundenen Identitätsverlust materialisiert und seit dem Mauerfall bis heute anhält, etwas entgegengesetzt werden.