Vom 24. bis 26. September 2026 findet an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) die internationale Tagung „Eingriffskraft unter Druck“ in Kooperation mit der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle und der University of Chicago statt.

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Vom 24. bis 26. September 2026 findet an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) die internationale Tagung „Eingriffskraft unter Druck“ in Kooperation mit der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle und der University of Chicago statt.
Im Zentrum der dreitägigen Konferenz steht eine drängende kulturpolitische und philosophische Fragestellung: Wer verfügt über die Anwendung künstlerischer Arbeiten und wozu werden die Künste benutzt? Veranstaltet in Kooperation mit der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle und der University of Chicago, beleuchtet die Tagung an der ZHdK ein zeitgenössisches Spannungsfeld: Sowohl durch veränderte kulturpolitische und staatliche Steuerungsmodelle als auch durch ökonomische und gesellschaftliche Erwartungen wird immer direkter über die Zwecke und Effekte künstlerischer Praktiken verfügt. Das Titelwort „Eingriffskraft“ beschreibt dabei die Ambition von Kunstschaffenden, mit ihren Arbeiten in soziale und gesellschaftliche Situationen einzugreifen. Demgegenüber steht ein wachsender, externer Verfügungs- und Instrumentalisierungsdruck. Dabei geht es explizit nicht um eine einfache Rückkehr zu einem traditionellen, autonomen Kunstbegriff, sondern um die Frage, wie Künstler*innen auf diese Rahmenbedingungen reagieren und eigene Wirkungsabsichten positionieren können.
Im Zentrum der Tagung steht die Frage, inwiefern das Herstellen eines Kunstwerks oder die Durchführung einer künstlerischen Aktion als Handlung verstanden werden kann. Was setzt einen künstlerischen Prozess in Gang? Welche Rolle spielen Absichten und Intentionen – und wie verhalten sich diese zu den Wirkungen, die Kunst in gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Zusammenhängen entfaltet? Vor dem Hintergrund gegenwärtiger gesellschaftlicher und ökonomischer Spannungen rückt insbesondere die Eingriffskraft der Künste in den Fokus. Welche Formen von Responsivität können künstlerische Praktiken entwickeln? Wie reagieren Künstler*innen auf gesellschaftliche Bedingungen und Veränderungen? Und wo entfaltet Kunst Wirkung, die sich nicht auf die ursprünglichen Intentionen ihrer Urheberinnen zurückführen lässt?
Die Tagung führt kunsthistorische, soziologische, philosophische sowie juristische Perspektiven zusammen. Neben geschichtlichen Positionen vom Mittelalter bis zum 20. Jahrhundert werden moralische und aktivistische Positionierungen der Gegenwart diskutiert. Ein zentraler theoretischer Fokus liegt auf der Frage, wie in der Philosophie und der ästhetischen Theorie der komplexe Zusammenhang zwischen den konkreten Wirkungsabsichten der Kunstschaffenden und den nachträglichen Wirkungszuschreibungen fassbar wird.
Bereits am 23. September 2026 kommen Masterstudierende der Kunstwissenschaften der BURG und Studierende des Minor Critical Thinking der ZHdK zu einem vorbereitenden Workshop in Zürich zusammen. Dort setzen sie sich mit zentralen Fragestellungen der Tagung auseinander und bereiten gemeinsam die anschließenden Diskussionen vor.
Das vollständige Programm und das Tagungsplakat finden Sie auf der offiziellen Tagungswebsite: https://www.eingriffskraft-tagung.ch.
Die Tagung wird von der Artistic Action Study Group der Zürcher Hochschule der Künste (FSP Ästhetik) veranstaltet, in Kooperation mit dem Lehrgebiet Philosophie der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle und dem German Department der University of Chicago. Von Seiten der BURG wird die Kooperation von Prof. Dr. Marita Tatari geleitet. Die Tagung setzt damit die Kooperation der drei Institutionen fort: Zuletzt fand vom 8. bis 10. Mai 2025 der gemeinsame Workshop „Künstlerisches Handeln zwischen Macht und Ohnmacht“ an der BURG statt. Mehr Infos unter: https://www.burg-halle.de/veranstaltung/e/kuenstlerisches-handeln-macht-ohnmacht.
Tagung: 24. bis 26. September 2026
Ort: Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK), Toni-Areal, Pfingstweidstraße 96, Zürich, Schweiz
Organisation: Enrico Hörster, Vera Schamal, Susanne Schmetkamp und Judith Siegmund.
Gestaltung: Alicia Godel
Weitere Informationen: https://www.eingriffskraft-tagung.ch
Social Media: Die BURG kommuniziert die Ausstellung in den sozialen Medien mit den Hashtags #BurgHalle und #EingriffskraftunterDruck
Dr. Vera Schamal, Forschungsschwerpunkt Ästhetik der ZHdK
E-Mail: hc.kdhz@lamahcs.arev












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24. bis 26. September 2026
Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK)
Toni-Areal, Pfingstweidstraße 96, Zürich, Schweiz