Pressemitteilung

Stellungnahme der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle zu antisemitischen Flugblättern auf dem Campus

Die Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle verurteilt antisemitische Inhalte auf ihrem Campus in aller Deutlichkeit.

Auf dem Campus der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle wurden seit dem 30. April 2026 wiederholt Aushänge angebracht, die die Jüdische Gemeinde Halle diffamieren. Die Hochschule hat den Inhalt geprüft und ordnet ihn als eindeutig antisemitisch ein. Aushänge mit solchen Inhalten haben auf unserem Campus keinen Platz.

Die Aushänge bezeichnen die Jüdische Gemeinde Halle als „rassistische und zionistische Organisation" und bringen sie mit „israelischer Propaganda" in Verbindung. Diese Zuschreibungen und Angriffe gegen die Jüdische Gemeinde Halle sind inakzeptabel. Die Jüdische Gemeinde Halle ist ein wichtiger Teil der Stadtgesellschaft und wir stehen als Hochschulgemeinschaft im Austausch mit ihren Angehörigen. Sie darf nicht zur Stellvertreterin politischer Konflikte gemacht, öffentlich diffamiert oder aus dem Hochschulraum gedrängt werden.

Die Rektorin steht im Kontakt zur Leitung der Jüdischen Gemeinde Halle und informiert über die Vorkommnisse. Der bestehende Austausch zwischen Hochschule, Studierendenschaft und Gemeinde, darunter Synagogenbesuche und weitere Begegnungsformate, wird weiter gestärkt. Gerade weil sich der Aushang gegen genau diese Formen des Austauschs gerichtet hat, ist es uns wichtig, sie zu verteidigen. Die Hochschule wird Räume für respektvollen Dialog weiter sichern und ausbauen. 

Die BURG nimmt ihre Verantwortung ernst: Die Aushänge wurden fortlaufend entfernt, die Verbreitung dokumentiert und die rechtliche Prüfung der Inhalte eingeleitet. Die Hochschule bereitet aktuell die Übergabe der Unterlagen an die zuständigen Behörden vor und wird die weitere Aufklärung aktiv unterstützen.

Wir verlinken hier auch die Stellungnahmen der Jüdischen Gemeinde Halle und des Landesverbandes Jüdischer Gemeinden Sachsen-Anhalt. Sie ist ein wichtiger Bezugspunkt, um den Vorfall angemessen einzuordnen.