Mit The Gallery as a Stage #2_Acting/Reacting verwandelt sich die Burg Galerie im Volkspark vom 16. April bis 31. Mai 2026 in einen experimentellen Bühnenraum. Die Ausstellung bricht bewusst mit der bisherigen Wahrnehmung der Burg Galerie: Sämtliche Räume erhalten neue Funktionen und eröffnen ungewohnte Möglichkeiten für Interaktionen und Auftritte. Im Zentrum steht eine eigens aufgebaute Bühnensituation im großen Galerieraum, die den Ort zum performativen Experimentierfeld macht. Nach einem Open Call an der BURG wurden von einer hochschulinternen Jury 27 Bewerbungen für die Realisierung ausgewählt. Über einen Zeitraum von sechs Wochen nutzen mehr als 100 Studierende, Alumni und Lehrende die Galerie als Raum für Performances, Lectures, Aktionen, Installationen und intensiven Austausch. Die Burg Galerie wird damit selbst zur Akteurin: als Bühne, Labor und sozialer Treffpunkt zugleich.
Auch zwischen den Veranstaltungen bleibt die Ausstellung erlebbar: Besucher*innen sind eingeladen, Bühne, Backstage-Bereich, Kostüm, Maske, Fundus sowie Licht und Sound aus künstlerischer Perspektive zu entdecken. Zahlreiche Interventionen prägen den Raum, darunter ein rankendes Deckenelement, das die Bühne in einen lebendigen Organismus verwandelt. Requisiten warten auf ihre Aktivierung: etwa Mito, eine überdimensionale Puppe, oder im Raum schwebende Körbe für eine partizipative Koch-Aktion zur Finissage. Darüber hinaus eröffnen sich vielfältige Beteiligungsmöglichkeiten: An Schminktischen kann Schmuck betrachtet werden, Besucher*innen können Sitzplatz-Patenschaften übernehmen oder im Film eine zeitgenössische Interpretation des Pierrots erleben, jener ikonischen Figur des Theaters.
The Gallery as a Stage #2_Acting/Reacting versteht sich als Raum, in dem Kunst nicht nur präsentiert, sondern gemeinsam erlebt wird. Bei den vielen Performances, die zur Aufführung kommen, wird der kollektiv geteilte Zeitraum auch zur Erfahrung einer gemeinsamen „Passage“. Wir laden die Besuchenden herzlich ein, Teil dieses Experiments zu werden.
So geht es bei BCC: ruckizucki um die gemeinsame Herstellung von Live-Publikationen. Diese sind ähnlich wie ein Live-Ticker: berichtet wird möglichst nah am Jetzt. Es wird dokumentiert, was vor Ort passiert, was das Publikum beisteuert, wird untergemischt. Besuchende werden zu Akteur*innen, Interessierte zu Voyeur*innen, Sammelnde zu Produzent*innen. Alles wird gedruckt und herausgegeben – die entstehenden Hefte können vom Publikum mitgenommen werden.
Mito hingegen ist eine überlebensgroße Puppe, die in Kooperation mit dem Puppentheater Halle entstanden ist und die, getragen von ihrer Schöpferin Brianna Blug, zur Museumsnacht den Volkspark erkunden möchte. Kleine und große Besucher*innen können erfahren, wie Mito entstanden ist und welche Pläne sie hat. Vor und nach dem Lauf kann Mito in der Galerie besucht werden.
In der multimedialen Lesung Deus ex Machina Manuel setzt sich Alva Berlich mit der Kinetik des Erzählens auseinander und nutzt dafür den Fahrstuhl als Vehikel. Der Fahrstuhl mit seiner eigens verborgenen Bühnentechnik kann als eine uneinsehbare Bühne des Alltags verstanden werden, er ist Backstage schlechthin und bündelt und konzentriert auf kleinstem Raum das Öffentliche und das Intime.
Teilnehmende:
- All of the Above (Otto/Germershausen)
- BCC: ruckizucki (Anna Darmstädter, Carlin Hefer, Maxim Himmelspach, Patrick Neugebauer, Rebecca Püls, Pia Ritzer, Richard Rothfeld, Clara Scheffler, Phlorian Wagner)
- Alva Berlich
- Clara Behr
- Brianna Blug (in Kollaboration mit dem Puppentheater Halle)
- Bühnen der Existenz (Paula Barth/Anastasia Patapkina; Clara Berlich; Lena Kron; Sophia Scherer; Michael Schroller; Nut Srisuwan; Prof. Dr. Marita Tatari, Professorin für Kunstphilosophie und Kulturtheorie; Elena Ylva Veit/Simone Jahnkow)
- Volker Buchwald
- Simon Gärtner
- GIGA 8, ein episodischer Modefilm mit Gigi Spelsberg.
Projektteilnehmer*innen der BURG: Inanna Natalie Annoh, Frieder Paul Bassfeld, Lea Rosa Casparek, Henriette Gröger, Raffael Jakob Harrer, Mira Lu Haselow, Sophie Kerschbaumer, Malgorzata Leszcyriska, Mattis Melchior Meretz, Magdalena Jocic, Gent Törber.
Projektteilnehmer*innen der UdK Berlin: Subin Ahn, Mika Baum, Carolyn Beyer, Philipp Conrads, Sofie Fink, Felix von der Goltz, Sergey Kuchin, Leara Manhaes Reis, Elsa Maria Molinari, Elvis Perales, Anja Rudzinski, Gala Rummenhöller, Tobias Scholze, Justus Siebrecht, Jereon Wijne, Yechan Yung.
Studienrichtung Modedesign der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle (Prof. Lars Paschke/Dana Elmi Sarabi) sowie Visuelle Kommunikation Klasse Bewegtbild Universität der Künste Berlin (Prof. Stini Röhrs/Pauline Pyras) - Rouven Guder
- Rouven Guder/Ina Panknin/Antonia Roziewski
- Elena Jung
- Genesis Kahveci (HGB Leipzig)
- Kohllaboration (Katharina Bäuml, Viv Donner, Moegi Morikawa, Anna Pürschel, Christin Radischat)
- Malin Kienle (mit Lucy Maxime Bikar und Hannah Adomßent)
- Klangobjekte (Constantin Carstens, Maximilian Jahn, Samuel Kok, Milan Logar, Sophia Scherer, Michael Schroller, Maria Winkler)
- Lokale Skandale (Nils Jäger mit Hanner Frerich, Rahel Gebhardt, Nele Lippert, José Madrigal Despaigne, Carolin Rüllich, Helen Stolzenberg, Rosa Suhrbier, Louis Voelkel)
- Caroline Palm/Maria Winkler
- Ina Panknin
- Clara Rudolf/Rahel Wagner
- Carolin Rüllich/Ines Wassermann
- Luri Schmidt
- Kaja Semmler
- Jooyeon Shin
- Michelle Sorin
- Phlorian Wagner
- Wear We Meet, SCHMUCK HALLE (Katharina Briksi, Leonie Damm, Nora Heuschmann, Stella Holtfreter, Maren Kaden, Cathleen Kämpfe, Samuel Maßmann, Larissa Thiel, Fru Zirbes. Geleitet von Prof. Dr. Yuka Oyama, Dorothea Heisig und Jakob Klug)
Weitere Beteiligte
- Prof. Tilo Baumgärtel, Professor für Malerei an der BURG
- Prof. Dr. Veronica Biermann, Professorin für Design- und Architekturgeschichte an der BURG
- Natalia Peña & Christopher Utpadel, edugrapes – Studio für performatives Lernen
The Gallery as a Stage: #2_Sound – Acting/Reacting
Ausstellungsdauer: 16. April bis 31. Mai 2026
Eröffnung: Mittwoch, 15. April 2026, 18 Uhr
Presserundgang: Mittwoch, 15. April 2026, 11 Uhr
Ort: Burg Galerie im Volkspark, Schleifweg 8a, 06114 Halle (Saale)
Temporär geänderte Öffnungszeiten: Montag bis Sonntag, 15 bis 20 Uhr
Eintritt: Der Eintritt ist kostenfrei.
Kuratorinnen: Dr. Jule Reuter, Kuratorin der Burg Galerie am Volkspark, in Zusammenarbeit mit Luise von Cossart, Kuratorische Assistenz
Weitere Informationen: www.burg-halle.de/galerie
Social Media: Die BURG kommuniziert die Ausstellung in den sozialen Medien mit den Hashtags #BurgHalle und #2_ActingReacting
Programm
Spielstart
Mittwoch, 15. April 2025, 18 Uhr
Begrüßung
Prof. Bettina Erzgräber, Rektorin der BURG
Einführung
Prof. Tilo Baumgärtel, Prorektor der BURG
Dr. Jule Reuter, Kuratorin Burg Galerie im Volkspark
Im Anschluss finden folgende Live-Aktionen statt:
- VIP (Very Intransparent Place). Von All of the Above (Otto/Germershausen)
- Live-Publikation. Aktion von BCC: ruckizucki
- Infostand von Malin Kienle mit Lucy Maxime Bikar und Hannah Adomßent *
- Wunderkammer der Dinge von Ina Panknin *
- Ab 21 Uhr: Playable Images v1.01. Live-Set mit Volker Buchwald
Dienstag, 21. April 2026, 19 Uhr
GIGA 8, ein episodischer Modefilm mit Gigi Spelsberg. Anschließend Gespräch mit Teilnehmenden des Semesterprojektes und mit Dana Elmi Sarabi, Künstlerische Mitarbeiterin Modedesign.
Mittwoch, 22. April 2026, 18 Uhr und 19.30 Uhr
Human dolphin communication and their aftermath. Ein tragisches Theaterstück von und mit Rouven Guder, Ina Panknin und Antonia Roziewski
HumanGPT. Eine Performance mit Simon Gärtner
Dienstag, 28. April 2026, 19 Uhr
Bühnen der Existenz (Teil 1) mit Sophia Scherer, Clara Belrich, Nut Srisuwan und Lena Kron
Mittwoch, 29. April 2026, 15-20 Uhr
Re: voices. Performance mit Caroline Palm und Maria Winkler und weiteren Performenden
Dienstag, 5. Mai 2026, 16 Uhr und 19 Uhr
Checke. Performance mit All of the Above (Otto/Germershausen)
Mashup Media. Theater und bildende Kunst. Projekte von Sebastian Hartmann, Dresden, und Prof. Prof. Tilo Baumgärtel
Infostand von Malin Kienle ist geöffnet. *
Mittwoch, 6. Mai 2026, 18 Uhr
Königin Christina von Schweden oder How to Queer a Queen. Lecture von Prof. Dr. Veronica Biermann
Donnerstag, 7. Mai 2026, 15–17 Uhr
Präsentation des Seminars Don’t Look at Me — Handlung, Körper und Macht in der performativen Vermittlung im Ausstellungskontext durch die Studierenden und edugrapes (Natalia Peña & Christopher Utpadel).
Siehe: www.burg-halle.de/dont-look-at-me
Museumsnacht Halle & Leipzig
Sonntag, 9. Mai 2026, 15-23 Uhr
- 15–16 Uhr
Mito. Ein Puppenlauf mit Brianna Blug (in Kollaboration mit dem Puppentheater Halle) - 15–23 Uhr
Live-Publikation. Aktion von BCC: ruckizucki - 21–21.30 Uhr
Reflexion. Performance mit Carolin Rüllich und Ines Wassermann - 21.30–22 Uhr
Playable Images v1.01. Live-Set mit Volker Buchwald
Dienstag, 12. Mai 2026, 19 Uhr
shiver, scream, dream. Ein performatives DJ-Set mit Clara Behr
Mittwoch, 13. Mai 2026, 18 Uhr
Lokales Skandalmaterial. Performance mit Nils Jäger und Hanner Frerich, Rahel Gebhardt, Nele Lippert, José Madrigal Despaigne, Carolin Rüllich, Helen Stolzenberg, Rosa Suhrbier, Louis Voelkel
Dienstag, 19. Mai 2026, 19 Uhr
Ohr-Land-Oh. Performance mit Luri Schmidt
Mittwoch, 20. Mai 2026, 18 Uhr
Deus ex Machina Manual. Multimediale Lesung mit Alva Berlich
Dienstag, 26. Mai 2026, 19 Uhr
Bühnen der Existenz (Teil 2). Mit Prof. Dr. Marita Tatari, Elenea Ylva Veit und Simone Jahnkow, Michael Schroller, Sophia Scherer, Paula Barth und Anastasia Patapkina
Mittwoch, 27. Mai 2026, 19 Uhr
Klangobjekte. Konzert mit Constantin Carstens, Maximilian Jahn, Samuel Kok, Milan Logar, Sophia Scherer, Michael Schroller und Maria Winkler
Finissage
Sonntag, 31. Mai 2026, 16-20 Uhr
- Kohllaboration. Partizipative Kochaktion mit Katharina Bäuml, Viv Donner, Moegi Morikawa, Anna Pürschel, Christin Radischat
- Live-Publikation. Aktion von BCC: ruckizucki
- Infostand von Malin Kienle und Wunderkammer der Dinge von Ina Panknin sind geöffnet.*
* Infostand von Malin Kienle und Wunderkammer der Dinge von Ina Panknin werden spontan auch an anderen Tagen geöffnet.
Führungen
Außerdem jeweils Sonntag, 15 Uhr (außer 31.5.2026)
Führung mit Studierende der kunstpädagogischen Studiengänge sowie des Masters Kunstwissenschaften. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung nicht erforderlich.