Ausstellung

Fachbereich Design der BURG zu Gast im Bayerischen Kunstgewerbeverein München

Vom 16. Januar bis 21. Februar 2026 zeigt die Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle ausgewählte Arbeiten von Studierenden und Absolvent*innen des Fachbereichs Design in der Galerie des Bayerischen Kunstgewerbevereins in der Müchner Innenstadt.

Die Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle präsentiert in der Ausstellung im Bayerischen Kunstgewerbeverein München vom 16. Januar bis 21. Februar 2026 aktuelle Arbeiten aus den Studiengängen des Fachbereichs Design sowie frühere Studienarbeiten, aus denen Serienprodukte hervorgegangen sind. Ergänzend wird eine kleine Auswahl an Produkten aus dem Burgshop angeboten. 
Zu entdecken sind Projekte aus den folgenden Studiengängen/-richtungen des Fachbereichs Design: Produktdesign/Keramik- und Glasdesign, Kommunikationsdesign, Visual Strategies and Stories, Textildesign, Modedesign, Design Studies, Innenarchitektur, Industriedesign, Spiel- und Lerndesign sowie Multimedia|VR-Design. Die Ausstellung vermittelt damit einen umfassenden Einblick in die gestalterische, gesellschaftliche und materielle Bandbreite des Studiums an der BURG.

Die Ausstellenden

Femi Awokoya, Philip Bellmann, Bruno Bleschke, Fritz Breuer, Elisa Bächle, David Bühler, Annabel Eckmann, Lydia Fuchs, Camille J. von Gerkan, Lena Giering, Paula Götz, Valentina Gürtler, Leon Adrian Habig, Lisa-Marie Halwax, Mika Koppelkamm, Silas Kühn, Paulina Langer, Jungwoon Lee, Leon Sebastian Leiß, Theo Lipinski, Konrad Lohöfener, Emil Löber, Gloria Magvas , Elisa Meincken, Lea Meny, Therese Mieth, Theo Möller, Hyunji Na, Jakob Nonnen, Arik Rosenkranz, Josua Roters, Stella Sachse, Elia Kim Schick, Josephine Schröder, Johannes-Elias Schönherr, Marie Teigler, Giorgi Tsutskiridze, Johannes Voelchert, Takato Wankmüller, Alina Warsinsky, Elsa Westreicher, Sophie Wochmanin.

Ausgewählte Arbeiten 

Produktdesign/Keramik- und Glasdesign 
(Studienrichtung des Studiengangs Industriedesign BA)
Projekt: Hallesche Tonerden (2025)
Design: Elisa Bächle & Fritz Breuer

Eine materialbasierte Untersuchung regionaler Tonvorkommen rund um Halle (Saale). Durch systematische Brenn- und Oberflächentests werden Herkunft, Farbigkeit und Haptik der Tone sichtbar gemacht und in keramische Objekte übersetzt.

Visual Strategies and Stories (MA)
Projekt: Auto Fiktion (2025)
Design: Jakob Nonnen

Eine fotografisch-textuelle Erzählung über Elektromobilität, Landschaft und Machtstrukturen rund um die Gigafactory in Grünheide bei Berlin – einem Naherholungsgebiet mit Seen, Wäldern und Kanälen – angesiedelt zwischen Dokumentation, Fiktion und KI-generierten Bildwelten.

Kommunikationsdesign (BA)
Visual Strategies and Stories (MA)
Humangeografie (Goethe-Universität Frankfurt am Main)
Projekt: AUFRUF ZUR VERHANDLUNG! ZWANGSRÄUMUNGEN AM AMTSGERICHT HALLE (2025)
Design: Annabel Eckmann, Elia Kim Schick, Josephine Schröder, Marie Teigler, Mika Koppelkamm, Paula Götz, Philip Bellmann

Ein kollaboratives Recherche- und Mappingprojekt zu Entmietung und Zwangsräumungen, das juristische Räume sichtbar macht und mit Informationsmaterial konkret Betroffene unterstützt. Eine Faltkarte für Betroffene in Halle, Köln und Frankfurt ist erhältlich. Das Projekt ist eine Kooperation mit Dr. Sarah Klosterkamp von der Goethe-Universität Frankfurt am Main. 

Textildesign 
(Studienrichtung des Studiengangs Mode- und Textildesign BA)
Projekt: unfolded – a self supporting textile (2025)
Design: Lena Giering

Die Arbeit besteht aus einem experimentellen Textil, das sich ohne zusätzliche Trägerstrukturen aus einem flächigen Jacquardgewebe in einen selbsttragenden, dreidimensionalen Körper entfaltet.

Modedesign
(Studienrichtung des Studiengangs Mode- und Textildesign BA)
Projekt: Kini, Kitsch & Krypto (2025)
Design: Leon Sebastian Leiß

Eine Modearbeit, die König Ludwig II. aus queerer Perspektive neu liest und historische Auslassungen mithilfe von Material, Druck und textilem Eingriff sichtbar macht.

Design Studies (MA)
Projekt: Schriftmalerei in Kinshasa. Schichten und Spuren einer Praxis (2025)
Design: Elsa Westreicher

eine forschungsbasierte Arbeit zur Schriftmalerei in Kinshasa, die die eurozentrische Designgeschichten hinterfragt und typografische Praxis als kulturelles Wissenssystem liest.

Innenarchitektur (BA)
Projekt: Blow Me Up (2014)
Design: Theo Möller

Das aufblasbare Leuchtenobjekt ist flexibel im Raum einsetzbar. Es zeigt exemplarisch, wie aus studentischen Entwürfen marktfähige Serienprodukte entstehen.

Industriedesign
(Studienrichtung des Studiengangs Industriedesign BA)
Projekt: Pressure Made (2019)
Design: Johannes Voelchert

Ein experimentelles Fertigungsverfahren, bei dem Schuhe direkt am Fuß aus thermoplastischem Material gesprüht werden – Grundlage der späteren LightSpray™-Technologie von der Schweizer Sportbekleidungsmarke On.

Spiel- und Lerndesign 
(Studienrichtung des Studiengangs Industriedesign BA)
Projekt: Piepl (2025)
Design: Alina Warsinsky, Lydia Fuchs & Stella Sachse

Ein modulares Kinderspielzeug aus sortenreinem Polypropylen, das reparierbar, recycelbar und auf freies, fantasievolles Spielen ausgelegt ist.

Multimedia|VR-Design (BA)
Projekt: BUMMLER (2026)
Design: Lea Meny & Paulina Langer

Die narrative VR-Arbeit zeigt den Alltag eines langjährigen Wärters eines Wasserkraftwerks in Thüringen. Zwischen Routinen, Landschaft und schleichender Veränderung erzählt BUMMLER von Arbeit, Vergänglichkeit und dem Festhalten an vertrauten Orten in einer ungewissen Zukunft.

 

Wir laden herzlich zur Ausstellungseröffnung in den Bayerischen Kunstgewerbeverein nach München ein:
Donnerstag, 15. Januar 2026, 18 bis 20 Uhr

Einführung
Prof. Klaus Michel
Dekan Fachbereich Design, Professor für Innenarchitektur/Mobile Einrichtungen
 

Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle

Mit über 20 Studiengängen in Kunst und Design zählt die 1915 gegründete Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle zu den größten Kunsthochschulen Deutschlands. Sie bietet für über 1.100 Studierende Bachelor-, Master-, Diplom- und Staatsexamensabschlüsse (Lehramt) an. Im Fachbereich Kunst besteht die Möglichkeit, ein Meisterschüler*innenstudium zu absolvieren. Eine Promotion ist in beiden Fachbereichen möglich. Die Kunsthochschule kooperiert weltweit mit zahlreichen Partnerhochschulen. Neben den Ateliers und den modern ausgestatteten Werkstätten, verfügt die BURG über eine eigene Bibliothek samt Materialsammlung sowie über eine eigene Kindertagesstätte. Die überregional wirkende Burg Galerie im Volkspark zeigt Ausstellungen mit Arbeiten von Studierenden und Lehrenden. Am Campus Design gibt es mit dem Designhaus Halle zudem ein Zentrum für die Existenzgründung nach dem Studium.

Galerie des Bayerischen Kunstgewerbevereins München

Die Galerie wurde 1992 gegründet, um den Stellenwert der Angewandten Kunst im zeitgenössischen künstlerischen Schaffen sichtbar zu machen. Mit jährlich acht Ausstellungen bietet sie ein Forum für die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Positionen und Strömungen des aktuellen Kunsthandwerks. Ein Höhepunkt des Jahres ist die Mitgliederausstellung, die in einer umfassenden Schau die neuesten Arbeiten der Vereinsmitglieder präsentiert.

 

Über den Bayerischen Kunstgewerbeverein München 

Der Bayerische Kunstgewerbeverein wurde 1851 mit dem Ziel gegründet, die Ausbildung im Handwerk zu verbessern und die Qualität kunsthandwerklichen Schaffens zu fördern. Handwerkstradition und gute Gestaltung sollten der industriellen Fertigung als Vorbild dienen. Der Verein erlebte früh großen Zulauf. Zu den vielfältigen Aktivitäten zählten die Organisation eigener Ausstellungen und die erfolgreiche Teilnahme an den Weltausstellungen in London, Wien, Paris und Chicago. 1878 konnte das neue Vereinshaus in der Pfandhausstraße, heute Pacellistraße, mit einer ständigen Verkaufs- und Ausstellungshalle bezogen werden. Zunächst vom Historismus geprägt, geriet das Kunsthandwerk um 1900 durch neue Strömungen wie den Jugendstil in einen Spannungsbogen zwischen Tradition und Fortschritt. Nach dem Wiederaufbau des im Zweiten Weltkrieg zerstörten Vereinshauses widmete sich der BKV erneut der Förderung des Kunsthandwerks in Bayern. Von 1851 bis 1932 gab der Verein die Zeitschrift Kunst und Handwerk heraus; seit 1992 knüpft er mit einer eigenen Katalog- und Schriftenreihe daran an, die inzwischen über 80 Titel umfasst.
 

Die BURG zu Gast im Bayerischen Kunstgewerbeverein München

Zeitraum: 16. Januar bis 21. Februar 2026 
Eröffnung: Donnerstag. 15. Januar 2026, 18 bis 20 Uhr
Ort: Bayerischer Kunstgewerbeverein, Pacellistraße 6-8, 80333 München
Öffnungszeiten: Montag bis Samstag, 10 bis 18 Uhr
Konzept und Ausstellungskoordination: Philipp Witte
Weitere Informationen: https://www.bayerischer-kunstgewerbeverein.de/ 
Social Media: Die BURG kommuniziert die Ausstellung in den sozialen Medien mit den Hashtags #BurgHalle, #FachbereichDesign und #BayerischerKunstgewerbeverein