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„Der Pegel – Erinnerungsobjekt zum Saalehochwasser 2013“

Am 8. Juni 2026 wurde das Kunstobjekt „Der Pegel - Erinnerungsobjekt zum Saalehochwasser 2013“ von Phillip Keidler an der Bürgerbrücke in Halle (Saale) feierlich eingeweiht. Der Burg-Absolvent erinnert mit seiner Arbeit an das Saalehochwasser von 2013 und den außergewöhnlichen Zusammenhalt der Hallenser*innen.

Am Montag, 8. Juni 2026, wurde an der Bürgerbrücke in Halle (Saale) am neuen Geh- und Radweg zwischen Halle-Saale-Schleife und Gimritzer Damm die künstlerische Arbeit von Philipp Keidler enthüllt. Der feierlichen Einweihung mit Prof. Bettina Erzgräber, Rektorin der BURG, Prof. Martin A. Büdel, Leiter des Designhauses Halle, Oberbürgermeister der Stadt Halle, Alexander Vogt sowie Prof. Dr. Armin Willingmann, Minister für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt, ging ein fünftägiger Arbeitsprozess des Künstlers voraus: Vor Ort legte Keidler die Hochwasserkurve bildhauerisch aus den Sandsteinblöcken frei und machte sie so dauerhaft im Stadtraum sichtbar.

Hervorgegangen ist Der Pegel – Erinnerungsobjekt zum Saalehochwasser 2013 aus einem Mikrowettbewerb, den der Förderverein Pro Halle e. V. gemeinsam mit dem Designhaus Halle der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle auslobte. Ziel war es, künstlerische und gestalterische Ideen für einen öffentlichen Erinnerungsort zu entwickeln – einen Ort, der nicht allein dokumentiert, sondern die Erfahrung des Hochwassers, die Solidarität der Stadtgesellschaft und die Bedeutung gemeinsamer Verantwortung sichtbar macht. 

Phillip Keidlers Arbeit Der Pegel – Erinnerungsobjekt zum Saalehochwasser 2013 markiert den Verlauf des Hochwasserstands am Gimritzer Damm zwischen dem 3. und 8. Juni 2013. Das ortsspezifische Kunstwerk erinnert an die weitreichenden Schäden, die das Hochwasser verursachte, und würdigt zugleich die außergewöhnliche Solidarität der Bevölkerung. Allein am Gimritzer Damm kamen damals mehr als 300.000 Sandsäcke zum Einsatz.

Über Philipp Keidler

In Phillip Keidlers Arbeit spielen naturwissenschaftliche Themen aus Biologie, Ökologie und Chemie eine zentrale Rolle. Die komplexen Prozesse dieser Disziplinen bilden den Ausgangspunkt für seine künstlerisch-forschende Auseinandersetzung, in der er unterschiedliche Abläufe untersucht und in neue Zusammenhänge überführt. Dadurch eröffnet er alternative Perspektiven auf Naturphänomene und macht diese in einer subjektiven Form von Wirklichkeit erfahrbar. Der Künstler schloss 2021 sein Studium der Kunstpädagogik im Fachbereich Kunst an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle ab, erhielt 2023/24 das Graduiertenstipendium Land Sachsen-Anhalt und war zuletzt 2025 in der Graduiertenausstellung graduiert ≈ präsentiert mit aktuellen Arbeiten zu sehen.