Beim vom Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung ausgelobten Wettbewerb gingen vier der fünf Preise an Burg-Absolvent*innen. Ihre Konzepte vereinen Wandgestaltung, erzählerische Elemente und spielerische Partizipation auf einzigartige Weise.

Beim vom Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung ausgelobten Wettbewerb gingen vier der fünf Preise an Burg-Absolvent*innen. Ihre Konzepte vereinen Wandgestaltung, erzählerische Elemente und spielerische Partizipation auf einzigartige Weise.
Beim Kunst-am-Bau-Wettbewerb für die Kindertagesstätte Ortlerweg in Berlin waren Absolventinnen der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle außergewöhnlich erfolgreich: Vier der insgesamt fünf ausgezeichneten Preisträger*innen sind Absolventinnen der BURG. Vergeben wurden drei Preise, darunter zwei Teamarbeiten.
Der Wettbewerb zeichnete sich durch eine ungewöhnliche Aufgabenstellung aus: Gesucht war nicht allein eine Wandarbeit, sondern ein ganzheitliches Konzept, das Kunst am Bau mit einem Kinderbuch im weitesten Sinne verbindet. Architektur, Pädagogik und künstlerische Praxis sollten gleichermaßen berücksichtigt werden.
Den ersten Preis erhielten Julia Klenovsky, Burg-Absolventin des Studiengangs Kommunikationsdesign und aktuell Masterstudentin in Visual Strategies und Stories und Tanja Schröder, Absolventin und Meisterschülerin der Studienrichtung Buchkunst, mit der Wandarbeit und dem Bilderbuch „RiTZE – über das kleine Leben zwischen Bordsteinkante und Beton“. Ihre Arbeit verbindet zeichnerische Wandgestaltung mit einer poetischen Erzählung und richtet den Blick auf das Alltägliche im urbanen Raum aus der Perspektive von Kindern.
Der zweite Preis ging an Friederike von Hellermann, Künstlerische Mitarbeiterin der Studienrichtung Grafik an der BURG, und Julia Rückert, Alumna der Studienrichtung Keramik. Ihr Entwurf umfasst die Wandarbeit „Mosaik des Wachsens“ sowie das Lege-Spiel „ORTLER“. Ausgangspunkt ist eine unregelmäßige geometrische Grundform, die sich als wachsende Struktur durch das Treppenhaus zieht und zugleich als offenes Spielmaterial in den Händen der Kinder weitergeführt wird. Ordnung und Umordnung, Wandel und Vielfalt werden so räumlich wie spielerisch erfahrbar.
Der Wettbewerb zeigt eindrucksvoll, wie stark die an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle entwickelte Verbindung von freier Kunst, Gestaltung und gesellschaftlichem Kontext in aktuellen Kunst-am-Bau-Projekten wirksam wird. Die ausgezeichneten Arbeiten stehen exemplarisch für einen erweiterten Begriff von Kunst im öffentlichen Raum – sinnlich, partizipativ und pädagogisch offen.

























