Prof. Lizza May David ist seit dem 1. April 2026 neu berufene Professorin für Bildnerische Grundlagen/Malerei im Fachbereich Kunst an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle. David, geboren1975 in Quezon City, Philippinen, studierte Freie Malerei, Grafik und Objektkunst an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg bei Prof. Rolf-Gunter Dienst sowie Visuelle Kommunikation/Medienkunst bei Prof. Maria Vedder an der Universität der Künste Berlin. 2008 schloss sie ebenda das Meisterschüler*innenstudium ab. Als Fellow der Graduiertenschule der Universität der Künste Berlin (2015–2016) untersuchte sie unter dem Titel Ornamental Echoes Malerei als Sensorium für soziale Veränderungen. Von 2013 bis 2026 war sie zudem Lehrbeauftragte an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee für Freie Kunst/Bildhauerei. Im Wintersemester 2025/26 betreute sie die Klasse für Freie Malerei und Kunsterziehung an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg.
Ihre Arbeiten wurden in zahlreichen internationalen Ausstellungen gezeigt, darunter im Haus der Kulturen der Welt in Berlin, bei der Wiesbaden Biennale, im Savvy Contemporary Berlin, in der ifa-Galerie Stuttgart sowie in der Ateneo Art Gallery und der Galleria Duemila in Manila, Philippinen.
Davids künstlerische Praxis verhandelt archivbasierte Forschung und die daraus hervorgehenden Übersetzungsstrategien im Spannungsfeld abstrakter und figurativer Malerei. Im Zentrum ihrer Arbeit steht die Auseinandersetzung mit philippinischer Erinnerungskultur und visueller Bildproduktion, die sie in transnationalen und interdisziplinären Kollaborationen untersucht. Bereits in früheren Videoarbeiten beschäftigte sie sich mit Themen wie Arbeitsmigration, Erinnerung und Sprache, die bis heute ihre malerische Praxis prägen.
Prof. Willy Dumaz und Prof. Raja Kristina Köbke wurden gemeinsam zum 1. April 2026 als Professor*innen für Spiel- und Lerndesign im Fachbereich Design an die Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle berufen. Beide Designer*innen verbinden in ihrer Arbeit Gestaltung, Spiel, Lernen und gesellschaftliche Teilhabe und bringen umfassende Erfahrungen aus den Bereichen Ausstellungsdesign, Spielraumgestaltung, Bildungsarbeit und partizipative Prozesse mit.
Willy Dumaz, geboren 1984 im französischen Chambray-lès-Tours, absolvierte sein Bachelor- und Masterstudium im Bereich Spiel- und Lerndesign an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle. Ein Auslandssemester führte ihn währenddessen an die Designhochschule in Havanna, Kuba. Als Mitgründer des Büro für Sinn und Unsinn realisiert er seit 2012 Projekte für Museen, Bildungseinrichtungen und Unternehmen, darunter das Alice – Museum für Kinder Berlin, das GRASSI Museum Leipzig und die Stiftung Bauhaus Dessau. Mehrere seiner Arbeiten wurden international ausgezeichnet, darunter die interaktive Ausstellung Susi und Wir, die 2023 den Children in Museums Award erhielt. Von 2013 bis 2025 lehrte Willy Dumaz an zahlreichen Hochschulen im In- und Ausland und begleitete Studierende bei der Entwicklung spielerischer Formate und experimenteller Lerntools. Er entwickelt interaktive Ausstellungen und Lernspiele, die komplexe Themen durch spielerische Erfahrungen zugänglich machen. Sein Ansatz verbindet Narration, systemisches Denken und partizipative Gestaltung, um persönliche und gesellschaftliche Lernprozesse anzuregen.
Raja Kristina Köbke, geboren 1982 in Bochum, studierte zunächst Anglistik und Kunstgeschichte an der Ruhr-Universität Bochum, bevor sie ihr Studium im Spiel- und Lerndesign an der BURG absolvierte. Nach einem Erasmusstudium am Strate Collègedes Designers in Paris und mehreren Arbeitsaufenthalten für Gestaltungs- und Planungsprojekte im osteuropäischen Raum, arbeitete sie in verschiedenen Planungsbüros in Stuttgart und Leipzig im Bereich Spielraumplanung und Ausstellungsgestaltung. Seit 2013 ist sie freiberuflich als Spielraumplanerin tätig und entwickelt Konzepte für öffentliche Räume, die soziale Interaktion und generationenübergreifende Nutzung fördern. Neben ihrer gestalterischen Praxis arbeitet Köbke als Bildungsreferentin für nachhaltige Entwicklung sowie als Moderatorin von Beteiligungsprozessen mit Kindern und Jugendlichen. Von 2017 bis 2021 war sie bereits als Künstlerische Mitarbeiterin in der Studienrichtung Spiel- und Lerndesign an der BURG tätig.
Der gemeinsame Lehransatz in der Spiel- und Lerndesignprofessur ist experimentell, partizipativ und interdisziplinär geprägt. Im Zentrum stehen Gestaltung als forschender Prozess sowie die Verbindung von spielerischen Methoden, gesellschaftlicher Reflexion und kollaborativem Arbeiten. Studierende werden dazu angeregt, eigenständige gestalterische Positionen zu entwickeln und Design als Werkzeug für Austausch und gesellschaftliche Teilhabe zu verstehen. Seit dem Wintersemester 2025/26 waren Willy Dumaz und Raja Kristina Köbke bereits gemeinsam als Vertretungsprofessor*innen für Spiel- und Lerndesign an der BURG tätig.
Prof. Robert Laser hat zum 1. April 2026 die Professur für Innenarchitektur/
Raumkomposition im Fachbereich Design an der Burg Giebichenstein übernommen. Seit 2022 war er bereits als Vertretungsprofessor im Studiengang Innenarchitektur tätig. Geboren 1970 In Halle/Saale, studierte Laser ab 1990 Architektur an der Bauhaus-Universität Weimar. Im Rahmen des Studiums absolvierte er einen Auslandsaufenthalt an der Escuela Técnica Superior de Arquitectura de Madrid (ETSA) bei Prof. A. Miró, bevor er 1997 sein Studium mit einem Diplom im Fach Architektur und Städtebau abschloss. Im Anschluss begann er seine selbstständige Tätigkeit als Architekt im Netzwerk arch42 und arbeitete u.a. als freier Projektleiter bei bhss-architekten und war dort an zahlreichen Projekten sowie an erfolgreichen Wettbewerbsverfahren beteiligt. 2010 gründete er gemeinsam mit Stefan Blässe das Architekturbüro bla° (Blässe Laser Architekten PartGmbB), dessen geschäftsführender Partner er seitdem ist. Das Büro widmet sich in seinen Hoch- und Umbauprojekten insbesondere dem teilhabenden Wohnen, neuen Arbeitswelten sowie dem Weiterbauen im regional strukturschwachen Raum. Ziel ist es, die tektonische Kulturlandschaft als Resonanz- und Lebensraum zu verstehen. Dabei werden gewohnte Standards hinterfragt und das Detail als Träger handwerklicher Kultur gelesen. Robert Laser ist Mitglied des BDA, der Architektenkammer Sachsen und regelmäßig als Referent bei Vorträgen eingeladen. Darüber hinaus veröffentlicht er Texte und Kritiken, unter anderem zu Fachthemen und Vorträgen, beispielsweise in Zeitschriften wie der Bauwelt. Sein architektonisches Profil verbindet ein fundiertes ingenieurtechnisches Verständnis mit einer eigenständigen, forschenden Entwurfshaltung. Im Zentrum steht die Entwicklung und Anwendung eigener Methodiken des intuitiven Entwerfens, bei dem „Regel und Augenmaß“ sowie das Prinzip von „Aufnahme und Erinnern“ eine zentrale Rolle für die Erzeugung atmosphärischer Raumqualitäten spielen. Ergänzend dazu untersucht er im Rahmen seiner Forschung – unter Bezug auf den Resonanzbegriff Hartmut Rosas – die Beziehung zwischen Raum, Nutzer*innenschaft und Gestaltenden sowie die Bedeutung von Intimität und Subjektivität im Entwurfsprozess. Seine Arbeit wird durch ein ausgeprägtes Naturstudium, verschiedene Aufnahmetechniken sowie Formen des bildlichen Denkens und Schreibens erweitert. Diese Ansätze versteht er zugleich als Lehrprinzipien, die er in der akademischen Lehre vermittelt und weiterentwickelt.