Ausstellung

Werkschau Mode 2026 – Studierende der BURG präsentieren ihre Kollektionen in einer Werkschau zur Jahresausstellung im Sparkassen-Eisdom in Halle (Saale)

Die Werkschau der Studienrichtung Modedesign findet am Freitag, 17. Juli 2026, um 19.30 Uhr erstmals in der Eishockeyarena in Halle (Saale) statt. Vor rund 3.000 Gästen verwandelt sie den weitläufigen Stadionraum in eine Bühne für Mode, Film, Performance und räumliche Inszenierungen.

Die Studienrichtung Modedesign der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle präsentiert unter der Leitung von Prof. Evelyn Sitter und Prof. Lars Paschke die Projekt- und Abschlussarbeiten des Bachelorstudiengangs Modedesign sowie des Masterstudiengangs Conceptual Fashion Design. Die einstündige Inszenierung findet zum Auftakt der Jahresausstellung am Freitag, 17. Juli 2026, um 19.30 Uhr erstmals im Sparkassen-Eisdom in der Selkestraße 1 in Halle (Saale) statt. Der neue Veranstaltungsort eröffnet neue räumliche und inszenatorische Möglichkeiten für die Präsentation der Kollektionen.

Die diesjährigen Projekte bewegen sich zwischen historischer Recherche, künstlerischem Experiment, filmischer Narration und kollektiver Praxis. Dabei wird Mode nicht als isoliertes Objekt verstanden, sondern als kulturelles Medium, das Fragen von Identität, Erinnerung, Gemeinschaft und gesellschaftlicher Realität verhandelt.

So untersuchen Studierende in transhistorischen Designexperimenten die Übertragung historischer Kleidungsformen in die Gegenwart und erforschen die kulturellen Verflechtungen textiler Muster. Andere entwickeln Kollektionen aus experimentellen Untersuchungen von Form, Farbe, Textur und Maßstab und setzen sich dabei mit den Arbeiten widerständiger Positionen der internationalen Modegeschichte auseinander. Wieder andere Projekte widmen sich neuen Modellen kollektiver Autor*innenschaft und Zusammenarbeit. In gemeinschaftlich entwickelten Kollektionen und einem eigens gegründeten Label werden alternative Formen des Arbeitens, Produzierens und Gestaltens erprobt und in erweiterte Formate wie einen Pop-up-Store und ein Zine überführt. Mit dem episodischen Filmprojekt GIGA 8, entstanden in Kooperation mit der Bewegtbildklasse der Universität der Künste Berlin, erweitert die Studienrichtung Modedesign darüber hinaus ihr Arbeitsfeld in den Bereich filmischer und performativer Erzählformen.

Auch die Abschlussarbeiten verstehen Mode als Ausgangspunkt für weiterreichende Fragestellungen. Sie beschäftigen sich mit Kindheitserinnerungen und kultureller Herkunft, mit Schutz und Verletzlichkeit, mit handwerklicher Selbstwirksamkeit, inneren Konflikten, Körperbildern, Scheitern oder Formen zeitgenössischer Selbstinszenierung. Persönliche Erfahrungen werden dabei nicht autobiografisch ausgestellt, sondern als Ausgangspunkt genutzt, um größere gesellschaftliche, kulturelle und ästhetische Zusammenhänge sichtbar zu machen.

Die Werkschau Mode 2026 versammelt Arbeiten, die sich gegen einfache Antworten stellen. Sie begreifen Mode als kulturelles Gedächtnis, als Werkzeug der Selbstermächtigung, als kollektive Praxis und als Raum für Spekulation. Zwischen handwerklicher Präzision, performativer Inszenierung, gestalterischer Forschung und experimenteller Formfindung entsteht ein vielstimmiges Bild dessen, was Mode heute sein kann.

Kartenerwerb

Der öffentliche Kartenverkauf für die Werkschau Mode beginnt am 2. Juli 2026, 14 Uhr unter www.burg-halle.de/karten-werkschau. Buchung und Bezahlung erfolgen erstmals über ein Ticketsystem, das direkt an den Veranstaltungsort, den Sparkassen-Eisdom, angebunden ist. Pro Person können maximal vier Karten erworben werden. 
Die Eintrittspreise betragen 25 Euro bzw. 14 Euro (ermäßigt) für einen Sitzplatz sowie 10 Euro für einen Stehplatz. Restkarten sind, sofern verfügbar, am 17. Juli 2026 ab 18.30 Uhr an der Abendkasse erhältlich. Der Verkauf erfolgt nur solange der Vorrat reicht.
Ort: Sparkassen-Eisdom, Selkestraße 1, 06122 Halle (Saale). Der Einlass zur Modenschau beginnt um 18.30 Uhr.

Es findet in diesem Jahre keine Live-Übertragung der Modenschau auf einer Videowand in den Außenraum statt. Im Anschluss lädt die Hochschule ab 21 Uhr zu Musik und Tanz auf den Campus Design, Neuwerk 7, 06108 Halle (Saale) ein.

Einblicke in die Designprojekte

form over function, 2. Studienjahr, Wintersemester 2025/26
Prof. Lars Paschke, Carla Herrig

In diesem Projekt setzten sich Studierende mit transhistorischen Designmethoden auseinander, die historische Bekleidungskontexte in zeitgenössische Formen übertragen. Ausgangspunkt waren die Analyse und das Replizieren historischer Vorlagen und zwar Herrenhemden, Damenhauben und Weißzeug des 19. Jahrhunderts. Im Fokus standen dabei Fragen nach Form, Funktion, Konstruktion und kultureller Bedeutung der Kleidungsstücke sowie deren Schnittführung, Verarbeitung und volumengebende Elemente. Auf Grundlage der historischen Repliken entwickelten Studierende experimentelle Entwürfe, die charakteristische Formen, Proportionen und Details neu interpretieren und in einen zeitgenössischen Gestaltungskontext überführen.


Patterns behind Patterns, 2. Studienjahr, Sommersemester 2026
Nanyi Li, Mariama de Brito Henn, unterstützt von Prof. Evelyn Sitter

Das Projekt fragt: Was ist sichtbar in einem Muster und was bleibt unsichtbar? Durch die Auseinandersetzung mit Textilmustern (Boteh-Muster, Waxprint, Chinoiserie-Muster) sowie mit armenischer Kultur im Rahmen eines Kulturaustausch-Projekts mit Halles Partnerstadt Gyumri untersuchten die Studierenden, wie Muster durch Handel, Migration, kulturellen Austausch und koloniale Machtverhältnisse geprägt und verändert wurden. Gleichzeitig reflektierten sie ihre eigene Position innerhalb dieser Beziehungen. Daraus entstanden individuelle künstlerische Textilsiebdrucke und jeweils ein Outfit.


Stoff und Story: Ein episodischer Modefilm, ab 3. Studienjahr BA, MA, Wintersemester 2025/26
Prof. Lars Paschke, Dana Elmi Sarabi
Eine Kooperation mit der Bewegtbildklasse (Prof. Stini Röhrs, Universität der Künste Berlin)

Dieses Projekt erforscht neue Formen des Geschichtenerzählens an der Schnittstelle von Film und Mode. Das Resultat ist GIGA 8 – ein experimenteller, episodischer Modefilm, der von Studierenden beider Studiengänge an der BURG und der UdK in engem interdisziplinären Austausch entstanden ist. Im Mittelpunkt steht die Schauspielerin und das Model Gigi Spelsberg, zugleich reale Person, performative Figur und Projektionsfläche für gesellschaftliche Fragen. Ihre Lebenserfahrung bildet die Grundlage für die Konzeption der Themen, die im gesamten Film behandelt werden. GIGA 8 versteht Mode als gelebte und performative Praxis. Das Projekt lädt dazu ein, die Grenzen zwischen Bild und Realität sowie zwischen Autor*innenschaft und Darstellung zu überdenken und zu reflektieren, wie wir Identität heute konstruieren und wahrnehmen.

xx – xcited xhausted, ab 3. Studienjahr BA, MA, Wintersemester 2025/26
Prof. Evelyn Sitter, Nanyi Li

Mode gestalten kann das Aufregendste und Anstrengendste sein. In diesem Projekt setzten sich Studierende mit aktuellen Fragestellungen im System Modedesign auseinander und erforschten, wie ein Modeprojekt bereits im Studium kollektiv organisiert werden kann. Die gemeinsam entwickelte Kollektion erzählt von Leistungsdruck, Identitätsverlust, Geniekult und Wahnsinn, aber auch von Schutz, Fürsorge und Regeneration. Ausgangspunkt ist der Verlust des Selbst in einem leistungsorientierten System, sichtbar gemacht durch verfremdete Blazerformen, übersteigerte Schulterproportionen und einengende Silhouetten. Die Belastung verdichtet sich zu Erschöpfung, Realitätsverschiebungen und Realitätsstürzen. Figuren und Stoffe brennen und brennen aus, verkohlen und transformieren; es entstehen expressive, dämonische Silhouetten – schuppenartig und befiedert. Im letzten Kapitel rückt die Regeneration des erschöpften Körpers in den Mittelpunkt: Wärme, Gewichtung und natürliche Materialien schaffen Entlastung und Geborgenheit und formulieren eine neue, fürsorgliche und feministische Interpretation von Workwear.


Exit through the Flagship, ab 3. Studienjahr BA, MA, Sommersemester 2026
Prof. Evelyn Sitter, Dana Elmi Sarabi,
Workshop mit Lehrbeauftragter Verena Michels

Das Projekt Exit through the Flagship baut auf dem Projekt XX aus dem Wintersemester 2025/26 auf. Gemeinsam formulierten die Studierenden eine spekulative Antwort auf die kritische Perspektive des letzten Semesters, die das disruptive Potenzial von Heilung und Ruhe – rest as resistance – in den Mittelpunkt stellt. Zusammen untersuchten sie alternative Formen des Arbeitens im Modedesign-Studium und darüber hinaus. Die kollektive Praxis des vergangenen Semesters wurde erweitert und mit dem Ziel einer kommerzialisierten Kollektion ausgebaut. So entstand das Label „rest12“ mit Kleidungsstücken, Accessoires und einem Zine, die im Pop-up-Shop erworben werden können.


SHAPE, COLOUR, TEXTURE, SCALE !!!!!, ab 3. Studienjahr BA, MA, Sommersemester 2026
Prof. Lars Paschke, Carla Herrig

Im diesem Projekt erforschten Studierende Mode als Experimentierfeld für Form, Farbe, Oberfläche und Maßstab. Ausgangspunkt waren Materialstudien, Improvisationen und formale Experimente, aus denen individuelle Kollektionen entwickelt wurden. Im Fokus standen die bewusste Überzeichnung von Silhouetten, das Verschieben von Proportionen sowie die Erprobung ungewöhnlicher Farb- und Materialkonstellationen.
Ergänzt wurde die Entwurfsarbeit durch einen integrierten Strickkurs von Carla Herrig sowie Exkursionen nach Apolda und Antwerpen. Zwischen handwerklicher Praxis, Textilgeschichte und zeitgenössischer Modekultur entstanden vielfältige Zugänge zu Fragen von gestalterischer Haltung. In Auseinandersetzung mit widerständigen historischen Positionen, darunter Sabine von Oettingen, Tamás Király, Miguel Adrover und Marina Yee, entwickelten die Studierenden eigenständige Arbeiten, die Mode als Medium künstlerischer Forschung und als Raum für formale Radikalität verstehen.


Absolvent*innen

Die Studierenden setzten sich mit vielseitigen Themen auseinander, die ein breites Spektrum verschiedenster Sichtweisen aufzeigen. 

Bachelorabschluss, BA

 

Lea Baz – NEED A RIDE?
Betreuung: Prof. Lars Paschke

Die Kollektion erzählt von einem inszenierten Rennen gegen das eigene Selbst. Unterschiedliche Fahrstile werden zu Ausdrucksformen wechselnder Emotionen und Persönlichkeiten. Inspiriert von der Rallye-Ikone Michèle Mouton verbindet die Kollektion Elemente klassischer Motorsportbekleidung mit Drapagen und Dekonstruktionen. Das Hahnentrittmuster, das seit den 1960er Jahren als stilprägendes Element der Automobilindustrie gilt, wird in der Kollektion mittels verschiedener Techniken wie Rollendruck, Lasercuts und Applikationen genutzt, um die Vielschichtigkeit persönlicher Identität sichtbar zu machen. So vereint die Kollektion experimentelle Gestaltung mit dem Anspruch an Tragbarkeit und Eleganz.


Lea Rosa Casparek – When the Sun Hits (In Between Days)
Betreuung: Prof. Lars Paschke

Die Bachelorkollektion richtet denn Blick auf Momente des Glücks, etwa das Spüren des Fahrtwinds im Gesicht beim Heruntersausen eines mit dem Fahrrad mühsam bewältigten Hügels oder das befreiende Gefühl des Loslassens beim Tanzen ohne Hemmungen. Als Bekleidungsreferenzen dienen das Hemd und der Trenchcoat. Die klassischen und vertrauten Silhouetten werden mit verschiedenen Volumina erweitert. Karo-, Streifen- und Uni-Stoffen stehen schillernden Textilien gegenüber. So entsteht ein Spannungsfeld zwischen Festhalten und Loslassen, Stillstand und Bewegung.


Helena Cremer – reclaiming failure
Betreuung: Prof. Lars Paschke

Die Kollektion begreift das Scheitern als gestalterische Strategie der Widerständigkeit. Normen und Erwartungen werden unterwandert, indem klassische, formelle Kleidung durch gezieltes Stören aus ihrer gewohnten Ordnung gebracht wird. Momente der Irritation und Unterbrechung sind sowohl Grundlage der Schnittgestaltung als auch der Überlagerung traditioneller textiler Muster mit Siebdruck. So wird diese Haltung in eine visuelle und materielle Form übersetzt.gelöst wird. 


Jaehee Kwon – Schuroop (It’s rainy, but…)
Betreuung: Prof. Lars Paschke

Schuroop – ein altkoreanisches Wort für Regenschirm – steht symbolisch für Schutz, Fürsorge und elterliche Liebe. Ausgangspunkt der Kollektion ist eine Kindheitserinnerung an einen plötzlichen Sommerregen im ländlichen Yeongwol und die schützende Geste des Vaters. Der Regen wird dabei zum Sinnbild unerwarteter Lebenssituationen, die spontanes Handeln erfordern. Alltägliche Bewegungen des Schützens, Zusammenziehens und Umhüllens übersetzen sich in weite Silhouetten und fließende Formen. Transparente Stoffe, reflektierende Oberflächen und farbige Akzente greifen die Atmosphäre eines Regentages sowie Erinnerungen an die Kindheit auf. Die Kollektion macht Momente von Schutz, Verletzlichkeit und Anpassungsfähigkeit sinnlich erfahrbar.


David Langenhagen – it´s not that deep, eine eskapistische Antwort auf _
Betreuung: Prof. Evelyn Sitter

Das Schwimmbecken hüllt das Ausgeliefertsein in ein profanes Idyll. Zugleich fungiert es als Metapher für Anpassungsfähigkeit und Widerstand. David Langenhagen überführt diesen vielschichtigen Ort und die ihn umgebenden Rituale in die Mode, um sie in den Alltag zu tragen. Hoffnung wird dabei zu einer jederzeit abrufbaren Ressource, der Olivenzweig zur Zigarette. Die Kollektion umhüllt ihre Träger*innen mit gedruckten Kacheltexturen und dekonstruierter Bademode. Sie erzählt von der Begegnung von Körper und Wasseroberfläche, von abgestreifter Kleidung und beiläufig übergeworfenen Handtüchern.


Imung Lin  – 乡愁 XIANGCHOU
Betreuung: Prof. Lars Paschke

Die Kollektion Xiangchou nimmt die Kindheitswohnung der Designerin in Shanghai als Ausgangspunkt und untersucht die Frage, wie ein Zuhause bewahrt werden kann, wenn sein physischer Ort verschwindet. Die Wohnung ist von zwei historischen Epochen geprägt: den 1920er- und 1930er-Jahren, die durch kulturellen Austausch, koloniale Einflüsse und soziale Ungleichheit gekennzeichnet waren, sowie der Zeit nach 1949, die von ideologischer Kontrolle und eingeschränkten Ausdrucksmöglichkeiten bestimmt wurde. So wird die Wohnung zu einem Ort, an dem sich unterschiedliche historische Erfahrungen überlagern und begegnen. In Xiangchou nutzt Imung Lin diesen Raum als Ausgangspunkt für eine Auseinandersetzung mit der Frage, wie Kultur unter wechselnden politischen und gesellschaftlichen Bedingungen fortbesteht, sich verändert und weitergetragen wird.


Mattis Melchior Meretz – woodwork
Betreuung: Prof. Lars Paschke

Auf der Suche nach handwerklicher Selbstwirksamkeit in einer digital geprägten Gegenwart überträgt diese Arbeit die Konstruktionsprinzipien der Tischlerei ins Textile. Form- und kraftschlüssige Holzverbindungen wie Zinken, Dübel und Zapfen werden dekonstruiert und durch präzise Schnittgestaltung als textile Steckelemente neu interpretiert. Filz- und Lederverstärkungen erzeugen stabile Flächen, die mit der Weichheit des Stoffes in einen spannungsvollen Dialog treten. Die Kollektion versteht sich als spielerische Annäherung an das Handwerk und bringt dessen Präzision, Materialkenntnis und konstruktive Logik mit Respekt und Wertschätzung auf den Laufsteg.


Marius Moninger – Exorcised, Exhausted, Still Here
Betreuung: Prof. Lars Paschke

Exorcised, Exhausted, Still Here ist eine Kollektion über die Monster, die in uns wohnen. Ausgehend von selbst entwickelten Masken entstanden sechs Wesen, die jeweils für innere Konflikte, Ängste und verdrängte Persönlichkeitsanteile stehen. Anstatt sie als Bedrohung zu inszenieren, rückt die Kollektion sie ins Rampenlicht. Wie bei einer Met Gala der inneren Monster werden sie sichtbar gemacht und gefeiert. Entstanden ist ein wortloses Theaterstück über Koexistenz, Akzeptanz und die Widersprüche, die unser Menschsein prägen. 


Ruth Pietschmann (kollektives Projekt mit Mira Lu Haselow, Magdalena Langner, Antonia Yva Mahr, Pia Passauer, Rita Zeinar, Fenja Kugel) – Collective Practices :punktum
Betreuung: Prof. Evelyn Sitter

Das Kollektiv :punktum untersucht kollektive Autor*innenschaft als Alternative zum Mythos des schöpferischen Einzelgenies. Sieben Studierende aus Mode-, Textil-, Kommunikations- und Industriedesign erforschten, wie sich Vertrauen, geteilte Kreativität und Kompliz*innenschaft in eine gemeinsame Gestaltungssprache übersetzen lassen. Im Fokus der Auseinandersetzung stehen die Methoden des Collagierens und Experimentierens. Entstanden sind eine siebenteilige Kollektion mit eigens entwickelten Textilien, eine Serie von Möbeln, eine Videodokumentation, eine Publikation und eine Ausstellung in der historischen Turnhalle des Volksparks (18. & 19. Juli).


Jakob Samuel Stöckigt – PRUNKSTÜCKE
Betreuung: Prof. Evelyn Sitter

Als Showpiece gilt gemeinhin ein besonders auffälliges, bewundernswertes Einzelstück – ein Parade- oder Prunkstück, das aus der Masse heraussticht. Als Outfit für Musiker*innen soll es außerdem auf der realen Bühne wie auch auf der digitalen Bühne funktionieren. Diese Dualität stellt spezifische Anforderungen an Materialität, Silhouette, Grafik und Narrativ. Die Arbeiten von Jakob Samuel Stöckigt orientieren sich an zeitgenössischen Phänomenen der (Berliner) Rap- und Popkultur. Sie setzen sich mit aktuellen Entwicklungen der Geschlechterrollenbilder, Aneignung und Ästhetik von Macht und Dominanz sowie überzeichneten Körperidealen und Selbstinszenierungen auseinander.

Werkschau der Mode 2026

Termin: Freitag, 17. Juli 2026, 19.30 Uhr Einlass ab 18.30 Uhr
Ort: Sparkassen-Eisdom, Selkestraße 1, 06122 Halle (Saale)
Pressegespräch: Donnerstag, 16. Juli, 11 Uhr, Burg Galerie im Volkspark, Schleifweg 8a, 06114 Halle (Saale) 
Öffentlicher Kartenverkauf: Sitzplatz 25 Euro/14 Euro ermäßigt, Stehplatz 10 Euro pro Karte. Der öffentliche Kartenverkauf startet am 2. Juli 2026, 14 Uhr unter www.burg-halle.de/karten-werkschau  
Kartenverkauf an der Abendkasse: ab 18.30 Uhr, Sparkassen-Eisdom, Selkestraße 1, 06122 Halle (Saale)
Weitere Informationen zur Jahresausstellung unter: www.burg-halle.de/jahresausstellung 
Social Media: Die BURG kommuniziert die Jahresausstellung in den sozialen Medien mit den Hashtags #BurgHalle und #Jahresausstellung2026.