Next Level – Make it Grow
– Residency für biobasierte Materialien, lebende Prozesse und neue Wertschöpfung –
Ihr habt ein Projekt in der Schublade, das sich mit nachwachsenden Materialien, lebendigen Prozessen oder biobasierten Ansätzen gestalterisch auseinandersetzt – vielleicht noch als Prototyp, vielleicht als spekulative Idee, vielleicht als Versuchsanordnung? Stellt Ihr Euch die Frage: Wie kann diese Idee den nächsten Schritt in Richtung Realität machen und somit wirklich wirksam werden?
Next Level – Make it Grow bietet 3–4 Industriedesign-Studierenden die Möglichkeit, dieser Frage über ein Semester hinweg im BioTech Inkubator der BurgLabs nachzugehen – als Residency-Format zwischen Designforschung, Materialexperiment und unternehmerischer Spekulation.
Ziel ist es, eure Ideen in Bezug auf Material und Prozess praktisch weiterzuentwickeln und sie gleichzeitig in realistische, zugleich mutige Geschäftskonzepte zu übersetzen – um ihre Potenziale auszureizen und „in Wert zu setzen“.
Dabei wird Nachhaltigkeit nicht als Einschränkung verstanden, sondern als treibende Gestaltungslogik: Wie können biologische Prozesse selbst Teil von Wertschöpfung werden – nicht nur als Materialquelle, sondern als aktiver Bestandteil eines Systems? Welche Geschäftsmodelle entstehen, wenn Reparatur, Sharing, Nutzung statt Besitz oder zirkuläre Systeme von Anfang an mitgedacht werden?
Der BioTech Inkubator bietet dafür die notwendige Infrastruktur und Expertise – begleitet durch Fachwissen aus Biotechnologie, Biodesign und Nachhaltigkeit und entsprechend durch methodische Unterstützung in Kultivierung und Skalierung, Geschäftsmodellentwicklung und Nachhaltigkeitsgestaltung. So entstehen erste belastbare Prototypen und zugleich tragfähige, aber bewusst experimentelle Geschäftskonzepte: Ansätze, die lokale nachwachsende Materialien nutzen, biologische Prozesse integrieren und partizipative, nachhaltigere Formen des Wirtschaftens erproben – auch jenseits klassischer Marktlogiken.
Der BioTech Inkubator, gefördert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), erweitert das BioLab und SustainLab und wird von Alve Lagercrantz und Konrad Schoch mit Prof. Mareike Gast geleitet. Er ist ein Raum, in dem Ideen nicht nur weiterentwickelt und hochskaliert, sondern konsequent in Richtung wünschenswerter Realität verschoben werden – mit dem Ziel, aus gestalterischer Forschung nachhaltige Zukunftsoptionen entstehen zu lassen.
Im Rahmen der Residency erwartet euch ein flexibel auf euer Projekt zugeschnittenes Programm aus Workshops, Expert Talks und/oder Company Visits, die Biodesign und Nachhaltigkeitsmonitoring zu zukunftsweisenden Geschäftsmodellen verknüpft:
Individuelle Materialforschung: Je nach individuellem Bedarf erforscht und skaliert ihr biobasierte oder lebende Materialien (wie Myzel oder Algen) zu funktionalen Prototypen
Wissenschaftliche Orientierung: Ihr orientiert eure Projekte von Anfang an anhand relevanter Nachhaltigkeitskritierien und richtet sie über Hotspot- und Lebenszyklusanalysen aus
Zukunftsfähige Geschäftsmodellentwicklung: Ihr übersetzt eure Laborergebnisse in zirkuläre, nachhaltige Marktstrategien – von Product-as-a-Service bis hin zu Sharing-Konzepten
Bewerbung
- Die Residency ist ein Angebot der BurgLabs (Burg BioTech Inkubator) an BA-Studierende ab dem 4. Studienjahr und Master-Studierende im ID
- Interessierte müssen sich mit ausgewählten bisherigen Arbeiten und einem Motivationsschreiben, das das zu entwickelnde Projekt beschreibt, bei ed.ellah-grub@tsag bis zum 6.7. 23:59 bewerben.
- zusätzlich zur Bewerbung ist die online-Anmeldung hier > mit Erstwunsch erforderlich
- Die Residency bietet max. vier Plätze.
Ablauf & Termine
- obligatorische Teilnahme an den Getting Started Workshops von Bio- und SustainLab
- obligatorische Teilnahme an ausgewählten Angeboten der BurgSession in SW -1
- Exkursion zur Dutch Design Week (ca. 16.10-19.10.)
- Workshops in Woche in SW 0
- Kommunikation teilweise in Englisch
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"Im Fach „Komplexes Gestalten“ arbeiten BA- und MA-Studierende an denselben Aufgabenstellungen mit den folgenden Lern- und Qualifikationszielen:
Bachelor:
Im Bachelor werden in dem Modul Komplexes Gestalten die verschiedenen in den ersten beiden Jahren erlangten Kompetenzen zusammengeführt und an einer komplexen Aufgabenstellung angewendet. Ziel ist es, Entwurfsstrategien zu entwickeln, die auf fundierten Konzepten basieren und einen experimentellen, konstruktiven und gestalterisch durchdachten Beitrag im Industriedesign leisten.
Master:
Im Master Komplexes Gestalten findet im Rahmen einer projektorientierten Auseinandersetzung eine individuelle Vertiefung statt. Hierfür werden künstlerisch-gestalterische Vorhaben mit forschungsbasierter Recherche weiterentwickelt. Der Output im Master ist umfangreich, komplex, stark durchdrungen in der Recherche und präzise in Kritik und Relevanz eines zeitgemäßen Beitrags zum Industriedesign.
















