Willkommen im Reallabor ZEKIWA Zeitz (RZZ)!
Die Stadt Zeitz ist heute ein Modellort des Strukturwandels: Hier wird sichtbar, wie sich Geschichte, Kreativität und Zukunftsdenken verbinden lassen, um neue Perspektiven für Leben, Arbeiten und Gemeinschaft zu eröffnen. Die reiche Geschichte der Stadt lässt sich besonders an ihren vielfältigen Gebäuden beobachten. Gesellschaftliche und wirtschaftliche Umbrüche prägen den Ort im mitteldeutschen Braunkohlerevier genauso wie junge Initiativen, die sich für eine nachhaltige Stadtentwicklung einsetzen. Hier knüpft das Reallabor ZEKIWA Zeitz (RZZ) an und entwickelt auf dem historischen Areal der ehemaligen Kinderwagenfabrik ZEKIWA – mitten im Herzen von Zeitz – neue Konzepte der Stadtentwicklung.
Im Reallabor treffen Wissenschaft, Gestaltung und Stadtgesellschaft aufeinander. Ideen für ein nachhaltiges, zirkuläres und gemeinschaftliches Planen, Gestalten und Bauen werden in die Alltagswelt geholt und unmittelbar erprobt. Das RZZ funktioniert wie ein Labor: Designer*innen, Architekt*innen, Künstler*innen, Forschende und Kulturschaffende arbeiten unter realen Bedingungen, also direkt vor Ort und gemeinsam mit den Menschen in Zeitz, an Modellen und Lösungen für die Zukunft.
Neben der Sanierung und Revitalisierung der alten Industriebrache auf dem ZEKIWA-Areal stellt das Reallabor einen offenen Lern- und Experimentierraum dar. Kulturelle Bildungsangebote, Werkstätten, Forschungsprojekte und künstlerische Impulse wirken aus dem RZZ in die Stadt hinein – und zurück. So fördert es den Austausch, stärkt die Verbundenheit zur Region und schafft neue Formen des Zusammenlebens. Digitale Werkzeuge tragen ergänzend zur Verständigung bei und fördern vielfältige Formen von Kreislaufwirtschaft. Durch Beiträge aus der Forschung und Aktivitäten wie das bevorstehende Summercamp entstehen neue Verbindungen zwischen Zeitz und anderen europäischen Regionen im Wandel – ein Austausch, der Wissen, Erfahrungen und Perspektiven verknüpft.
Getragen wird das Reallabor von einem multidisziplinären Verbund aus der Hochschule Anhalt, der Stiftung Bauhaus Dessau, der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle, der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, dem Forum Rathenau e. V. und der Stadt Zeitz. Gemeinsam bündeln die beteiligten Institutionen ihr Wissen und ihre Erfahrungen, um neue Wege für die Stadtentwicklung aufzuzeigen – lebendig, offen für alle und vorausschauend in Hinblick auf klimatische Veränderungen.
Das Projekt orientiert sich an den Leitideen des Neuen Europäischen Bauhaus: beautiful, sustainable, together – schön, nachhaltig, gemeinsam. Es wird von der Europäischen Union und dem Land Sachsen-Anhalt über den Just Transition Fund (JTF), die EU-Förderung für gerechten Strukturwandel, finanziert.






























