Lehrangebot

3D- Planen, gestalten, streiten, 9. SW Sommersemester 26

Öffentliche Plätze, der Innenhof oder das Nachbarschaftsprojekt: gemeinsam genutzte Räume sind Orte, an denen unterschiedliche Perspektiven, Interessen und Bedürfnisse aufeinandertreffen. Hier entstehen Begegnungen, Gespräche – und manchmal auch Konflikte. Wie solche Räume gestaltet und genutzt werden, ist daher keine Selbstverständlichkeit, sondern muss immer wieder neu ausgehandelt werden. 
In dieser Kompaktwoche beschäftigen wir uns mit Gestaltung als Mittel und Mittlerin gesellschaftlicher Aushandlungsprozesse – um Teilhabe zu fördern und Dialog, Austausch sowie produktive Formen des Streits zu ermöglichen.
Anhand kurzer Inputs zu Theorie und Praxisbeispielen erkunden wir gemeinsam mit kritischem Blick das Feld partizipativer Gestaltung und diskutieren Fragen wie: Für wen und mit wem wird gestaltet? Wer entscheidet, welche Probleme bearbeitet werden? Welches Verständnis von Raum liegt einem partizipativen Gestaltungsansatz zugrunde? Und wo liegen die Möglichkeiten und Grenzen eines solchen erweiterten Designansatzes?
Im zweiten Teil der Woche entwickeln wir in Kleingruppen erste Ideen, wie Räume und soziale Kontexte untersucht werden können. Wir erproben eigene experimentelle Entwürfe für Objekte oder räumliche Interventionen für gemeinsam genutzten Orte.

Die Kompaktwoche richtet sich an Studierende aller Studiengänge, die Gestaltung als gesellschaftliche Praxis erkunden möchten. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Durchführung: 
Johanna Padge und Veit Wolfer von UVM (Hamburg) – www.uvm.group 
UVM sind Planer*innen und Gestalter*innen aus Stadtplanung und Forschung, Design, Kunst, Handwerk und Organisationsentwicklung. Wir schafft physische und soziale Räume, indem wir Strategien für deren Ermöglichung und Verstetigung entwickeln. Wir sind davon überzeugt, dass Stadt von Vielen gemacht und immer wieder neu verhandelt wird: UVM plant, gestaltet und streitet.

Teilnehmendenzahl: max. 24.