Lehrangebot

Wohnen ohne Eigentum Zur Geschichte der Gestaltungen des Massen-, Sozial- und Mietwohnungsbaus

Zu den in gängigen Architekturgeschichten eher vernachlässigten Themen gehört die Geschichte der Wohnbauten. Der Anteil "spektakulärer" Baugestalten ist hier vergleichsweise gering. Es finden sich etwa auch in Darstellungen der klassischen der Nachkriegsmoderne (Midcentury Modern) und auch der architektonischen Postmoderne hauptsächlich solitäre Bauten, Villen und dgl., die auf Aufträge von mehr oder weniger betuchten Privatpersonen zurückgehen und die für eine privateigentümliche Nutzung bestimmt sind. In jüngster Zeit gerieten viele Beispiele von sog. "Tiny Houses" in den Focus. Auch hier stehen zumeist ein privater Bauherr und eine privateigentümliche Aneignung im Vordergrund.

Dieses Seminar steht unter der Headline "Wohnen ohne Eigentum". Wir wollen uns in der Geschichte des Massen-, Sozial- und Mietwohnungsbaus umsehen. Außerdem gibt es interessante Projekte gemeinschaftlichen Wohnens und Schaffens von Wohnraum zu besichtigen.

Eine Frage ist dabei besonders wichtig: Welche gestaltungsästhetische Spezifik weisen Objekte des Miet- und Massenwohnungsbaus auf? Was ist wirklich von Zuschreibungen wie "öde", "gleichmachend" usw. zu halten? Wird tatsächlich individuelle Lebensqualität, selbstbestimmtes Leben im Massenwohnungsbau verunmöglicht?

 

Das Seminarthema wird mit ein bis zwei Vorlesungen eingeführt. Anschließend werden konkrete historische Projekte analysiert und ausgewertet.

Die Statements zu Teilfragen des Themas und dann die Präsentation im Abschlusskolloquium zum letzten Seminartermin werden in kleinen Teams von 3-4 Teilnehmer:innen erarbeitet.

 

Lern- und Qualifikationsziele BA und MA: Um die Lern- und Qualifikationsziele zu erreichen, werden vorzugsweise Gruppenpräsentationen in Referatsform (oder vergleichbar) erwartet. Eine zusätzliche schriftliche Hausarbeit kann nach Absprache erarbeitet werden. Sie umfasst in der Regel ein Volumen von bis zu 10 Seiten.

Lern- und Qualifikationsziele MA Design Studies: Um die Lern- und Qualifikationsziele zu erreichen werden neben der verpflichtenden Präsentation in Referatsform (oder vergleichbar) eine zusätzliche, schriftliche Hausarbeit erwartet. Sie umfasst in der Regel ein Volumen von bis zu 20 Seiten.