Studienarbeit ab 3.J.

Alcorn

WiSe 24/25 - Jieun Oh

Alcorn

 

Das Projekt entstand aus der Auseinandersetzung mit dem V-Loom, einer Webtechnik,die anders funktioniert als herkömmliche Webstühle. Im Verlauf der Arbeit stellte sich die Frage, welches Material die besonderen Möglichkeiten dieser Methode am besten ausdrücken könnte.

Anstatt sich nur auf die Entwicklung eines neuen Materials zu konzentrieren, wurde untersucht, wie Material, Form und Wahrnehmung miteinander verbunden werden können, um eine Bedeutung zu schaffen.

Als Hauptmaterial wurde Bioplastik gewählt. Die Flexibilität des V-Looms ermöglicht experimentelle Strukturen und bietet eine spannende Grundlage für Materialien, die in der traditionellen Weberei schwer zu verwenden sind.

Eichelstärke, die in Korea oft als Lebensmittelzutat verwendet wird, wurde hier als potenzielles Biomaterial neu interpretiert. Natriumalginat, eines der bekanntesten Bioplaste, diente hingegen als Basis für Versuche mit Fäden und filigranen Strukturen. Aus diesen Ideen entstand Alcorn, ein Name, der Alginat und Acorn (Eichel) verbindet.

Das Ergebnis ist eine Reihe von Schmuckstücken aus Bioplastik, die über reine Dekoration hinausgehen und sinnliche Erfahrungen ermöglichen. 

Einige Formen – etwa eine Halskette, die die Bewegung leicht einschränkt, oder eine Mütze, die das Sichtfeld teilweise verdeckt, erzeugen ein bewusstes Gefühl von Unbehagen. Durch diese feinen körperlichen Reaktionen lädt das Projekt dazu ein, über größere Themen wie Materialverbrauch nachzudenken.