Masterthesis (MA)

Wo Hase und Fuchs sich gute Nacht sagen

Meine Bilder sind Erinnerungen, nicht mehr Trennbares, tatsächlich Gesehenes und Gedachtes. Die Erinnerungen werden von Erinnerungen überlagert und neu geformt.Da ist meine Kindheit, Urlaube in der Mecklenburgischen Seenplatte. Waten durch den Schlick am Ufer, wechseln der Perspektive durch das in die Hocke gehen, das schimmernde Wasser, der Blick in das Schilf. Durch die Halme sehe ich den See, dahinter das gegenüberliegende Ufer. Fische in einer Reuse, ein paar leben andere sind schon Tod. Die Ringelnatter die ich Fange und in die Taschemeines Pullovers stecke. Ich kann Sie riechen.Ich nehme Rollen im Spiel an. Ich durchstreife Wälder, die ich aus den Büchern die ich lese kenne. Ich kann mich auf den Boden legen und abtauchen, die warme Sonne auf meiner Haut. Meine Augen öffnen und schließen sich, Gras kitzelt meine Wange. Baumgruppen gegenüber sind verschwommen, kaum noch Trennbar von dem Gras in meinem Gesicht. Alles entzieht sich dem Definierbaren und löst sich in weichem Licht und Schatten auf. Es gab viele Arten des Abtauchens die ich als Kind beherrscht habe.Meine Bilder sind Erinnerungen daran. Mit den Jahren ist diese Fähigkeit mich in dieses Spiel zu begeben verloren gegangen. Immer mehr wurden diese Tagtraumwelten verknüpft mit meiner Realität, um sich dieser Anzugleichen.Das schaffen der Bilder ist noch ein letztes Halten an der Erinnerung dieser Fähigkeit meine Weltenzu schaffen.