Architextural
textile block
von Tatjana Simbürger
Betonformsteine waren in der DDR ein beliebtes Gestaltungsmittel in der Architektur. Unterstützt durch die industrielle Massenproduktion mit Beton, die eine schnelle und günstige Herstellung ermöglichte. Die Aneinanderreihung der meist schlichten Reliefsteine brachte eine komplexe Struktur mit vielen Variationsmöglichkeiten hervor. Im Zuge des Projekts entstand eine Fotoreihe über Plattenbauten in Halle Neustadt. Der Fokus lag darauf zu zeigen, wie das Spiel mit Licht und Schatten, sowie der Blickwinkel der Betrachter:in die Wahrnehmung des Reliefs verändert. Interessant dabei ist wie Verwitterungsspuren auf dem Beton die Tiefenwirkung der Formsteine verändert. Desweiteren entstanden Scans von Oberflächen und Texturen aus dem urbanen Raum. Ausschnitte aus Fotografien und die Texture Map (eine zweidimensionale Abwicklung der Textur eines 3D Modells) der gescannten Fassaden wurden collagiert und als gestalterisches Element genutzt. Für die Formgebung der Fliese bot es sich an, mit Origamifaltungen zu experimentieren, den Entwurf CNC zu fräsen und letztendlich in Keramik umzusetzen. Die dadurch entwickelte Relieffliese dient der großflächigen Fassadenverkleidung, mit bewusst gesetzten Dekor Highlights.












































